Zum 35-jährigen Bestehen ließ der Chor die Vorburg erklingen.

Neviges. Trotz der spätsommerlicher Temperaturen war jetzt die Vorburg vom Schloss Hardenberg bis auf den letzten Platz besetzt. Am 287. Januar 1981 gegründet, feierte der gemischte Kammerchor Hardenberg feierte sein 35-jähriges Bestehen mit dem abwechslungsreichen Programm unter dem Motto „Lieder im Wandel der Zeit“, auf das das Publikum begeistert reagierte. Klassische Chorstücke von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert im ersten Teil wurden mit „Klassikern“ der populären Musik im zweiten Teil kontrastiert.

Zum Einstieg sang der Kammerchor den Kanon „Singen macht Spaß, Singen tut gut“ und gab damit dem Konzert die Richtung vor. Perfekt eingestellt von der Chorleiterin Anna Levina-Mejeritski sprühten die Sängerinnen und Sänger vor Freude und Lust am gemeinsamen Musizieren. Das Publikum wurde mehrmals im Verlaufe des Konzertes zum Mitsingen animiert.

Mit den drei Chorsätzen von Mozart wurde deutlich, dass der Kammerchor Hardenberg unter seiner Leiterin zu einem ausgewogenen Gesamtklang gefunden hat, ohne dass einzelne Stimmen zu stark in den Vordergrund treten. Dies ist gerade für zahlenmäßig sehr kleine Laienchöre eine heikle Aufgabe. Erfolgreich gearbeitet wurde auch an der Gestaltung der einzelnen Sätze: Neben der guten Textverständlichkeit fiel vor allem die interpretatorische Ausgestaltung der unterschiedlichen musikalischen Charaktere der Stücke auf. Beispielhaft dafür waren die Variationen von Franz Schöggl über Franz Schuberts Lied „Die Forelle“. Die Hardenberger hatten zum Konzert das Klezmer-Ensemble Manfred Lemm eingeladen. Den jiddischen und hebräischen Liedern traten im zweiten Teil auch deutsche und afrikanische zur Seite. Lemm führte mit Übersetzungen der Texte und Erläuterungen fachkundig durch die Stücke. Red

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