Bei der Versammlung der evangelisch- reformierten Kirchengemeinde gab es auch viele Neuigkeiten zu weiteren Gebäuden, nicht alle positiv.

Bei der Versammlung der evangelisch- reformierten Kirchengemeinde gab es auch viele Neuigkeiten zu weiteren Gebäuden, nicht alle positiv.
Nach den Sommerferien wurde das ehemalige Pfarrhaus an der Siebeneicker Straße 5 an einen Investor verkauft. Nach der Renovierung wird die Jugendhilfe Lohmühle dort einziehen.

Nach den Sommerferien wurde das ehemalige Pfarrhaus an der Siebeneicker Straße 5 an einen Investor verkauft. Nach der Renovierung wird die Jugendhilfe Lohmühle dort einziehen.

Ulrich Bangert

Nach den Sommerferien wurde das ehemalige Pfarrhaus an der Siebeneicker Straße 5 an einen Investor verkauft. Nach der Renovierung wird die Jugendhilfe Lohmühle dort einziehen.

Neviges. Schon vor der gestrigen Gemeindeversammlung der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde hatte es die Runde gemacht: Die Pfarrhaus an der Siebeneicker Straße 4 ist verkauft. „Der Investor Temmnik hat das Haus erworben. Er wird es renovieren und der Jugendhilfe Lohmühle zur Verfügung stellen“, bestätigte Pfarrer Detlef Gruber vor 45 interessierten Gemeindemitgliedern in der Stadtkirche. „Die Jugend-WG, die dort bisher wohnte, hat inzwischen eine neue Bleibe gefunden“, konnte der Vorsitzende des Presbyteriums mitteilen. Durch den Verkauf musste das Gemeindebüro umziehen, es befindet sich nun gegenüber im Gemeindehaus im ersten Stock. „Das ist aber nur eine vorläufige Lösung“ kündigt Gruber an, weil das Büro nur relativ schwer zu erreichen ist.“

Zustand des Gebäudes ist Grund für den geringen Verkaufserlös

Mit dem Verkauf des idyllischen Gebäudes im typischen bergischen Stil mit Schiefer und grünen Schlagläden hatte sich das Presbyterium Zeit gelassen, denn man wollte einen besseren Preis erzielen. Veräußert wurde es schließlich für 50 000 Euro. „Das war deutlich unter unseren Vorstellungen“, räumte Finanzkirchmeister Jörg Sindt ein und begründet den geringen Erlös: „Das ist auf den Zustand des Hauses zurückzuführen.“ Wie bekannt wurde, rechnet der Erwerber mit einem Renovierungsbedarf in Höhe von 650 000 Euro. Den Garten davor bleibt im Besitz der Kirchengemeinde. „Vielleicht ergibt sich mal die Möglichkeit, das als Baugrundstück zu verkaufen.“

Kirchenmitglieder erfuhren weiterhin, dass die Vermögenslage ihrer Gemeinde gut ist und es keine Schulden gibt. Aber die Erlöse aus dem erfolgten Verkauf der Immobilien in der letzten Zeit werden in den Erhalt der vorhandenen Gebäude gesteckt, auch in das Haus Kirchplatz 5. Das stand auch zum Verkauf, aber wegen des sehr kleinen Gartens, der nicht vorhandenen Pkw-Stellfläche und der schlechten Erreichbarkeit, hatte das Presbyterium beschlossen, das Haus zu behalten. „Da müssen dringend 70 000 bis 80 000 Euro investiert werden. Fenster, Außenfassade und First konnten wir bisher wegen der Finanzlage nicht in Angriff nehmen“, beschreibt Kirchbaumeister Olaf Braß.

Sanierungsbedarf in Sachen Isolierung und Schallschutz

Sanierungsbedarf gibt es ebenfalls beim Gemeindehaus Siebeneicker Straße 5, dass mit seinem großen und kleinen Saal sowie den Kellerräumen für die Kinder und Jugendlichen zum Mittelpunkt der Gemeindearbeit geworden ist. Dort muss in Sachen Wärmeisolierung und Schallschutz etwas getan werden. Die Tatsache, dass vor kurzem der Bau unter Denkmalschutz gestellt wurde, macht es für die ehrenamtlichen Presbyter nicht einfacher. Weitere Baustellen tun sich rund um den Friedhof auf: Bei Haus Siebeneicker Straße, dort wo die Gärtnerei und der Blumenladen ansässig sind, ist eine Dachsanierung fällig. Im nächsten Jahr steht in der Friedhofskapelle die Umwandlung der Leichenzellen in einen Abschiedsraum an. Das Portal der muss erneuert werden. „Erste Spenden gab es bereits, ich hoffe auf weitere“, wirbt Jörg Sindt, der keinen Hehl daraus macht, dass der Zustand des Friedhofs nicht gut ist. „Wir bekommen zu wenig Einnahmen. Ein Thema, das alle Friedhöfe betrifft, egal, ob sie konfessionell oder kommunal betrieben werden. Das liegt an der geänderten Bestattungskultur.“

Doch es gab auch Positives zu vermelden: „Nach dem Umzug vom Siepen in die Stadt, habe ich den Eindruck, dass alle Gruppen jetzt ihre Heimat gefunden haben“, blickte Pfarrer Gruber auf das vergangene Jahr zurück.

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