Katholische und evangelische Kinder machten sich am Samstag gemeinsam auf den Weg, um den Segen zu den Häusern zu bringen.

Die Sternsinger mussten sich wegen der Kälte warm für ihre Aufgabe anziehen.
Die Sternsinger mussten sich wegen der Kälte warm für ihre Aufgabe anziehen.

Die Sternsinger mussten sich wegen der Kälte warm für ihre Aufgabe anziehen.

Ulrich Bangert

Die Sternsinger mussten sich wegen der Kälte warm für ihre Aufgabe anziehen.

Neviges. Damit das noch junge Jahr auch wirklich ein gutes wird, darf der Segen der Sternsinger natürlich nicht fehlen. Am Samstagmorgen zogen die kleinen Caspars, Melchiors und Balthasars daher wieder durch die Stadt, um den Segen in jedes Haus zu tragen und den Schriftzug „20*C+M+B+17“ am Türbalken anzubringen.

Eigentlich sei das Sternsingen ein katholischer Brauch, erklärt Gabi Nettelbeck von der evangelischen Pfarrgemeinde, doch das Sternsingen werde in Neviges und Siepen vom Geist der Ökumene getragen, so dass an diesem Tag Kinder der katholischen und der evangelischen Kirche unterwegs sind. Gabi Nettelbeck und Birgit Dywicki begleiteten die Sternsinger Lea (6), Tamika (6), Jolina (7) und Mina (7) auf ihrem Weg, der sie auf der Pestalozzistraße, der Diesterwegstraße und einem Teil der Emil-Schniewind-Straße von Tür zu Tür führt. Lea und Tamika, die beide die erste Klasse der evangelischen Grundschule besuchen, sind dieses Jahr zum ersten Mal als Sternsinger unterwegs. Da ist es gut, dass sie mit Jolina und Mina zwei Gefährten haben, die bereits vergangenes Jahr Erfahrung sammeln konnten. Daher übernehmen die Älteren die Aufgabe, den Stern zu tragen und die Spenden entgegenzunehmen, nachdem sie an der Tür gemeinsam das Lied „Seht ihr unseren Stern dort stehen“ gesungen und den Segen gesprochen haben.

Der Dreikönigstag liegt zwar bereits mehr als sieben Tage zurück, doch der spätere Termin der Aktion ist Brauch in Neviges. „Damit sich möglichst viele Kinder beteiligen können, spenden wir den Segen immer erst am ersten Samstag nach den Weihnachtsferien“, erklärt Birgit Dywicki. Weil es in diesem Jahr besonders kalt draußen war und das Laufen hungrig machte, kehrten die Sternsinger am Mittag in das Haus einer Familie aus der Kirchengemeinde ein, um sich bei einer warmen Mahlzeit für ihren Weg zu den verbliebenen Häusern zu stärken. Die gesammelten Spenden gehen an das Friedensdorf in Oberhausen, an die Arche in Kalkutta (Indien) und in diesem Jahr auch zu einem Teil an das Sternsingerprojekt in Turkana (Kenia).

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