Gemeinsam mit der Musikgruppe „InTakt“ stimmten die zahlreichen Besucher bekannte und besinnliche Klänge an.

Mehrere hundert Menschen kamen zum weihnachtlichen Singen in den Mariendom.
Mehrere hundert Menschen kamen zum weihnachtlichen Singen in den Mariendom.

Mehrere hundert Menschen kamen zum weihnachtlichen Singen in den Mariendom.

Simone Bahrmann

Mehrere hundert Menschen kamen zum weihnachtlichen Singen in den Mariendom.

Neviges. Die stressige Vorweihnachtszeit ist vorbei, die ruhigen Feiertage auch. Bevor heute für viele wieder der Alltag beginnt, wurde im Mariendom noch einmal der Zauber der Weihnacht genossen. Mehrere hundert Menschen kamen gestern Nachmittag zum Singen von bekannten Weihnachtsliedern zusammen.

„Das war noch mal so richtig Weihnachten ohne moderne Sachen.“

Brigitte Glittenberg

„Das hat mal ganz klein angefangen“, erinnert sich Bruder Pater Fobes, der von dem großen Zuspruch überwältigt war. Das ist nicht verwunderlich, denn hier gibt es nicht das bekannte weihnachtliche Musikgedudel wie in Kaufhäusern, sondern richtig selbst gesungene Weihnachtslieder. Das ist es, was Brigitte Glittenberg von Langenberg nach Neviges führte: „Das war noch mal so richtig Weihnachten ohne moderne Sachen“, stellte sie zufrieden im Hinausgehen fest. Heike Laukötter hatte während der Feiertage bereits viel im Kreise der Familie gesungen. „Das Singen ist mir wichtig, und das ist ein richtiger Abschluss“, findet sie.

Pater Dietmar Brüggemann hatte Jung und Alt eingeladen, vor der Krippe zu singen. „An der Krippe in Bethlehem wird es wohl wuselig zugegangen sein, da wird der Ochse gebrummt haben und der Esel schnarrte mit den Hufen“, vermutete der Franziskanerbruder. Und so startete der Gesangsreigen mit „Heiligste Nacht!“ Tonangebend war die Musikgruppe „InTakt“, die mit ihren Stimmen und Instrumenten die Melodien vorgab. Vorsichtig wagten sich Besucher mit ihren Stimmen vor, von Lied zu Lied wurde kräftiger gesungen. Spätestens beim Fünften sangen alle mit.

Die schöne Akustik des Doms bildete den passenden Rahmen

„Das Lied ,Stille Nacht’ singen die Menschen fast in der ganzen Welt“, wusste Pater Dietmar. Die vorzügliche Akustik des Doms gab den passenden Rahmen, mit dem der „holde Knabe im lockigen Haar“ in himmlischer Ruh’ schlafen konnte. Zwischendurch sorgte Pater Dietmar mit kleinen Geschichten für eine besinnliche Einkehr.

So erzählte er von dem unzufriedenen Weihnachtsstern, der wegen des Andrangs keinen Blick auf das Kind in der Krippe hatte. Die anderen Sterne mahnten den Kleinen zur Geduld: „Die Erde dreht sich, dann wirst Du es auch sehen können.“ Es dauerte noch einige Tage, dann gelangte die Krippe vor dem zu kurz gekommenem Stern auf. Das Kind öffnete seine Augen und lächelte ihn an. „Die Menschen müssen nach Jesus Ausschau halten, irgendwann kommt er auf jeden zu“, so die Erkenntnis des Geistlichen, der noch eine Geschichte zur Krippe parat hatte. Da war der stinkende Stall, mit dem keiner was zu tun haben wollte. „Aber eben dort und nicht in einem feinen Hotel, wird Jesus geboren.“ Die Botschaft ist klar: „Nicht in den komfortablen Häusern, sondern da, wo man angenommen wird, ist mein Zuhause.

Kinder durften zur Krippe kommen und dort singen

Die Singstunde hatte sich besonders auf die Kinder eingestellt. Sie durften nach vorne zur Krippe kommen und mit entsprechenden Instrumenten einige Lieder begleiten. Abschließend gab es den Segen für die Jungen und Mädchen. Manchen Eltern war das schon wichtig. „Ich möchte, dass Gott auf sie aufpasst“, wünscht sich Christina Platen für ihre 17-monatige Tochter Pia.

Bevor Bruder Dietmar die Kirchenbesucher verabschiedete und sie dazu aufforderte, die Krippendarstellung sich aus der Nähe zu betrachten, dankte er im Gebet für die vielen Geschenke und lenkte den Blick auf den Kern von Weihnachten: „Jesu Geburt ist das größte Geschenk“.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer