Auf einem ehemaligen Industrieareal an der Nevigeser Straße baut der Spar- und Bauverein das „Herzog-Carre“ – ein generationenübergreifendes Projekt.

Zur Nevigeser Straße hin hat das Gebäude vier Etagen. Der sich nach rechts anschließende Kita-Bau wird eingeschossig. Im daneben liegenden Haus entstehen in einem zweiten Bauabschnitt sieben Eigentumswohnungen, unten – an der Herzogstraße – in einem dritten Abschnitt 14 weitere Wohnungen.  Skizze: Architekturbüro Schönborn+Hölscher
Zur Nevigeser Straße hin hat das Gebäude vier Etagen. Der sich nach rechts anschließende Kita-Bau wird eingeschossig. Im daneben liegenden Haus entstehen in einem zweiten Bauabschnitt sieben Eigentumswohnungen, unten – an der Herzogstraße – in einem dritten Abschnitt 14 weitere Wohnungen. Skizze: Architekturbüro Schönborn+Hölscher

Zur Nevigeser Straße hin hat das Gebäude vier Etagen. Der sich nach rechts anschließende Kita-Bau wird eingeschossig. Im daneben liegenden Haus entstehen in einem zweiten Bauabschnitt sieben Eigentumswohnungen, unten – an der Herzogstraße – in einem dritten Abschnitt 14 weitere Wohnungen. Skizze: Architekturbüro Schönborn+Hölscher

lvd

Zur Nevigeser Straße hin hat das Gebäude vier Etagen. Der sich nach rechts anschließende Kita-Bau wird eingeschossig. Im daneben liegenden Haus entstehen in einem zweiten Bauabschnitt sieben Eigentumswohnungen, unten – an der Herzogstraße – in einem dritten Abschnitt 14 weitere Wohnungen. Skizze: Architekturbüro Schönborn+Hölscher

Velbert. Wo bis vor einigen Jahren die Firma KFV Karl Fliether Schlösser und Beschläge hergestellt hat, befindet sich derzeit eine rund 5000 Quadratmeter große „Steinwüste“. Das soll sich jedoch ab August ändern. Der Spar- und Bauverein, dem das Areal zwischen Nevigeser Straße und Herzogstraße mittlerweile gehört, baut dort das „Herzog-Carre“.

Kindertagesstätte öffnet bereits am 1. August 2014

In einem ersten Bauabschnitt entsteht dort ein U-förmiges Gebäude. Im Erdgeschoss soll am 1. August 2014 eine Kindertagesstätte ihre Türen öffnen. In den ersten Stock können im Herbst 2014 vier Senioren ziehen, die eine Wohngemeinschaft bilden. In den beiden Etagen darüber entstehen insgesamt fünf Mietwohnungen – 53 bis 91 Quadratmeter groß.

„Der geplante Eröffnungstermin der Kita gibt den Zeitplan vor, und der ist ambitioniert“, sagt Klaus Jaeger, Vorstandsvorsitzender des Spar- und Bauvereins, der für den Neubau rund 3,3 Millionen Euro investiert. Mieter und Betreiber des Kindergartens wird der Verein Kolping-Kindertagesstätten, der bereits sechs Kitas im Stadtgebiet hat. „Unsere ,Villa Weltentdecker’ am Liversholz, wo wir Platz für 45 Kinder haben, ist in die Jahre gekommen“, sagt Geschäftsführer Willi Knust: „Über kurz oder lang werden wir diese Kita schließen. Somit brauchen wir an anderer Stelle Plätze.“

Hinzu kommt, dass die katholische Kirchengemeinde St. Michael und Paulus ihre Kita St. Joseph an der Friedrichstraße schließen und fünf Gruppen am Kostenberg zusammenziehen wird. Knust: „Wir rechnen damit, dass einige Eltern sich entscheiden werden, an unseren neuen Standort zu wechseln.“

Im Herzog-Carre ist Platz für 65 Kinder, davon zwölf U-3-Plätze. Der Velberter Architekt Raimund Hölscher hat in enger Abstimmung mit den Erzieherinnen eine Geothermie-Fußbodenheizung und große Fensterflächen geplant. „Die Kinder können also draußen spielen, ohne sich beobachtet zu fühlen. In Wirklichkeit haben unsere Mitarbeiterinnen aber alles im Blick“, sagt Knust.

Wohngemeinschaft hat eine riesige Dachterrasse

Das Gelände ist nach Angaben des Spar- und Bauvereins frei von Altlasten. Das hätten zahlreiche Boden- und Luftproben ergeben.

Auf dem Areal soll im zweiten Abschnitt ein Haus mit sieben Eigentumswohnungen entstehen, im dritten Abschnitt – hin zur Herzogstraße – ein Gebäude mit 14 Miet- und Eigentumswohnungen.

Auch von der 95 Quadratmeter großen Dachterrasse der Senioren-WG kann man auf den Innenhof schauen. „Ältere Menschen wollen heutzutage nicht mehr isoliert und ausschließlich unter Gleichaltrigen leben“, sagt Jaeger. „Sie möchten umgekehrt aber auch Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten haben.“ Beides sei im Herzog-Carre möglich, sagt Jaeger, der sich freuen würde, wenn so ein „reger Austausch“ zwischen Alt und Jung entstünde.

Die fünf Wohnungen haben alle einen Balkon und verfügen über große Räume. „Dennoch werden wir uns im Mietspiegel bewegen“, sagt Jaeger. Das heißt: 7,50 bis acht Euro pro Quadratmeter, also etwa 630 Euro bis 670 Euro Kaltmiete für eine 84 Quadratmeter große Wohnung.

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