Das Neujahrskonzert im Wülfrather Paul-Ludowigs-Haus war schon seit Wochen ausverkauft.

Das Neujahrskonzert im Wülfrather Paul-Ludowigs-Haus war schon seit Wochen ausverkauft.
Beim Neujahrskonzert im Wülfrather Paul-Ludowigs-Haus, zu dem sehr viele Besucher kamen, spielten die Musiker Stephen Harrison (Klavier), Bariton Thomas Laske und Pascal Théry (Geige).

Beim Neujahrskonzert im Wülfrather Paul-Ludowigs-Haus, zu dem sehr viele Besucher kamen, spielten die Musiker Stephen Harrison (Klavier), Bariton Thomas Laske und Pascal Théry (Geige).

Das Publikum war von den musikalischen Leistungen begeistert.

Dietrich Janicki, Bild 1 von 2

Beim Neujahrskonzert im Wülfrather Paul-Ludowigs-Haus, zu dem sehr viele Besucher kamen, spielten die Musiker Stephen Harrison (Klavier), Bariton Thomas Laske und Pascal Théry (Geige).

Wülfrath. Opulent schwelgen an den köstlichen Welten der Opera durften alle – Hörer wie Musiker – an diesem außerordentlichen Nachmittag im Paul-Ludowigs-Haus. Impresario Karl-Heinz Nacke hatte – unterstützt durch die Stiftung der Kreissparkasse Düsseldorf und zugunsten der Initiative „Notinsel“ des Kinderschutzbundes Wülfrath - zum ersten von zwei Neujahrskonzerten geladen.

Immer neue Wellen des musikalischen Hochgenusses

Bereits eine halbe Stunde vor Beginn war der Saal mit Vorfreudigen restlos gefüllt. Über knapp drei Stunden ließen die beteiligten Künstler immer neue Wellen des Hochgenusses aufbranden. Unmöglich scheint es im Nachklang, die Wucht dieser Vorstellung in Gänze zu rekapitulieren. Beschränken wir uns auf jene Momente, welche bedingungslos Tränen der Freude aufstiegen ließen.

Das Neujahrskonzert im Wülfrather Paul-Ludowigs-Haus war schon seit Wochen ausverkauft.
Beim Neujahrskonzert im Wülfrather Paul-Ludowigs-Haus, zu dem sehr viele Besucher kamen, spielten die Musiker Stephen Harrison (Klavier), Bariton Thomas Laske und Pascal Théry (Geige).

Beim Neujahrskonzert im Wülfrather Paul-Ludowigs-Haus, zu dem sehr viele Besucher kamen, spielten die Musiker Stephen Harrison (Klavier), Bariton Thomas Laske und Pascal Théry (Geige).

Das Publikum war von den musikalischen Leistungen begeistert.

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Das Publikum war von den musikalischen Leistungen begeistert.

Aus der Erinnerung bleibt jener Moment zu nennen, in dem Morenike Fadayomi die Arie der Tosca vortrug. Sie habe für die Kunst und die Liebe gelebt, offenbarte die Sopranistin dort mit einer Überzeugungskraft, aus der tiefe Bühnen- und Lebenserfahrung sprach. Dies melancholische Bekenntnis ließ eine Seite von Fadayomis Können aufscheinen. Eine zweite zeigte sie vergnügt beim lebensfrohen Schmeicheln zu „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“. Ebenfalls in der Rolle einer zirzenden Liebäuglerin brachte Luiza Fatyol beim Klassiker „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ etwas selten zu Sehendes. In einer Art Operetten-Improvisation schritt sie singend durch das Publikum und gewann in diesem Wagnis die Herzen. Fatyol gehört zu den legendären „Vier aus Cluj-Napoca“; den ersten jungen Wilden, die von der rumänischen Akademie Gheorge Dima an den Rhein geholt wurden.

Mezzosopran Maria Kataeva zeigte mit der Habanera eine vielversprechende Vorschau auf ihre zukünftige Rolle als Carmen an der Deutschen Oper. Ein meisterhaftes Kunststück gelangen ihr nicht nur mit der eleganten Rettung ihres Liedblattes von einem scheinbar vor Rührung in Ohnmacht fallenden Notenständer. Besonders ihre unzweifelhafte Beherrschung der schwierigen, mit Vibratopassagen gespickten Arie der Cenerentola beeindruckte.

Zwischen Stimmkunst und Schauspiel

Der junge Pianist Haokun Zheng, ausgebildet an der Mettmanner Musikschule, eröffnet brillant und kontrastreich den zweiten Teil. Die Garde der Stimmen wurde flankiert durch das samtige Geigenspiel von Pascal Théry, der zur ungarischen Operette passend im Stand vortrug. Zudem war nach seinem Premierenauftritt für das Landespolizeiorchester NRW der stets gut aufgelegte Trompeter Flavius Petrescu nach Wülfrath zurückgekehrt.

Er begleitete das hymnenhafte „You’ll Never Walk Alone“ für die gesangliche Interpretation durch Thomas Laske. Ganz typisch für den charmanten Baritonisten ist, dass er zu seiner Stimmkunst immer schauspielerische Verve dreinbietet. Zum großen Finale hatte der russische Tenor Mikhail Agafonov tatsächlich noch einen stechenden Trumpf parat. Schon bei der Arie des Cavaradossi und dem Wolgalied wurde gewahr, wie verbürgt er Kraft seiner Stimme selbst die großen Opernhäuser der Welt erfüllen kann. Sein Prädikat mit Sternchen setzte er nun mit „Nessun dorma“.

Trotz all dieser Leistungen bleibt der heimliche Held des Abends Operndirektor Stephen Harrison. Über die gesamte Strecke trug er die Sänger durch seine Klavierbegleitung wie auf Händen und lieferte im Wechsel mit Gastgeber Karl-Heinz Nacke ein unterhaltsames Moderationsduett.

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