Im Sommer gab es viele Beschwerden, weil reichlich Nager am Ufer des Krapps Teiches spazierten. Die Verwaltung sieht nun Erfolge bei deren Bekämpfung.

Im Sommer gab es viele Beschwerden, weil reichlich Nager am Ufer des Krapps Teiches spazierten. Die Verwaltung sieht nun Erfolge bei deren Bekämpfung.
Ratten sind sehr anpassungsfähig und auch im Winter aktiv. In Wülfrath hatte ihre Population extrem zugenommen. Symbol

Ratten sind sehr anpassungsfähig und auch im Winter aktiv. In Wülfrath hatte ihre Population extrem zugenommen. Symbol

Archiv/dpa/Burgi

Ratten sind sehr anpassungsfähig und auch im Winter aktiv. In Wülfrath hatte ihre Population extrem zugenommen. Symbol

Wülfrath. Mitte August war die Geduld der Bürger am Ende. Eine Rattenplage am Krapps Teich erhitzte die Gemüter. Die Nagetiere hatten sämtliche Furcht verloren und spazierten dutzendfach am helllichten Tage in der Nähe des Taubenhauses am Ufer. Der Hauptgrund für ihre zügellose Vermehrung: wahlloses Füttern von Tauben und Enten. Die Essensreste sind für Ratten im wahrsten Sinne des Wortes ein gefundenes Fressen.

„Durch den deutlichen Rückgang der Bedarfsmeldungen im oberirdischen Bereich kann darauf geschlossen werden, dass die Maßnahmen erfolgreich sind.“

Ralph Elpers, stellvertretender Ordnungsamtsleiter, zum Stand der Rattenbekämpfung aus Sicht der Stadtverwaltung

Ein Video, das Anwohner Siegfried Bullig nicht nur mit großer Resonanz in sozialen Netzwerken veröffentlicht, sondern auch gleichzeitig Bürgermeisterin Claudia Panke geschickt hatte, brachte die Stadt unter Zugzwang. Kurz darauf wurde ein Schädlingsbekämpfer beauftragt, sich des Problems anzunehmen. Eigentlich hatten sich die kreisangehörigen Städte bereits im Vorjahr darauf geeinigt, die Rattenbekämpfung zu reformieren. Die davor in die Wege geleiteten Bemühungen seien nicht von Erfolg gekrönt gewesen, wie die Verwaltung dann im Sommer dieses Jahres einräumte. Und der Start der reformierten Rattenbekämpfung hätte eigentlich bereits im vergangenen Frühjahr stattfinden sollen. . .

Nachgehakt

„95 Prozent der Erstbelegungen sind abgeschlossen.“ Das sagte Ralph Elpers, stellvertretender Ordnungsamtsleiter, auf Nachfrage zur aktuellen Entwicklung. Die Erstbelegungen und die bei Bedarf notwendigen zweiten und dritten Belegungen seien durchgeführt worden. Dabei wurden rund 2000 Kanalschächte mit Giftködern versehen.

Zudem hatte das Ordnungsamt die Bürger darauf hingewiesen, dass das Fütterungsverbot, das längst auch auf einem Schild in der Nähe des Taubenhauses dokumentiert ist, durchgesetzt werde. Die Mitarbeiter kontrollierten vermehrt den Bereich um den Krapps Teich. Zunächst gab es für Fütter-Sünder nur Verwarnungen, ab Anfang Oktober sollten dann Bußgelder folgen. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden allerdings bis heute keine verhängt. Ob dies daran liegt, dass niemand mehr füttert oder Zuwiderhandelnde bisher einfach nur Glück gehabt haben, ist freilich nicht zu klären.

„Durch den deutlichen Rückgang der Befallsmeldungen im oberirdischen Bereich kann darauf geschlossen werden, dass die Maßnahmen erfolgreich sind“, versichert der stellvertretende Ordnungsamtsleiter. Am Krapps Teich werde in diesem Jahr noch zweimal kontrolliert, wie es um den Rattenbestand bestellt ist. Ob weitere Belegungen vorgenommen werden, werde zwischen der Bekämpfungsfirma und der Stadtverwaltung abgesprochen, so Ralph Elpers.

Ein Bürger kann den Optimismus der Verwaltung nicht teilen

Die Beschwerden aus der Bevölkerung seien aber deutlich weniger geworden, teilte die Verwaltung mit. Von „keinen Beschwerden“ war allerdings nicht die Rede. „Wenn man dort nachts herumläuft, rennen einem die Ratten immer noch buchstäblich über die Schuhe“, sagte ein Wülfrather, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte (Name der Redaktion bekannt).

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer