Die Arbeiten am Panoramaradweg schreiten voran. Im Frühjahr soll alles fertig sein.

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Hier quert der Radweg die Reuterstraße und verläuft dann weiter in die Ortsmitte Tönisheide. Dort muss an mehreren Stellen - etwa am Discounter - von der eigentlichen Bahntrasse abgewichen werden.

Hier quert der Radweg die Reuterstraße und verläuft dann weiter in die Ortsmitte Tönisheide. Dort muss an mehreren Stellen - etwa am Discounter - von der eigentlichen Bahntrasse abgewichen werden.

Simone Bahrmann

Hier quert der Radweg die Reuterstraße und verläuft dann weiter in die Ortsmitte Tönisheide. Dort muss an mehreren Stellen - etwa am Discounter - von der eigentlichen Bahntrasse abgewichen werden.

Velbert. Eisige Temperaturen, der erste Schnee - das Wetter lädt zurzeit nicht gerade zur zünftigen Fahrradtour ein. Bei den Technischen Betrieben (TBV) hat man die Radfahrer dennoch fest im Blick: Der Weg auf der Trasse der Niederbergbahn soll pünktlich zur kommenden Zweiradsaison im Frühjahr fertig sein. Ein Teil der Brücken ist bereits saniert, der Weg zur Hälfte asphaltiert.

Mit der Überholung der Brücken war im Mai begonnen worden, berichtet Olaf Rakowski. Der Bauingenieur ist bei den TBV als Sachgebietsleiter für Neubauten in den Bereichen Verkehr/Entwässerung zuständig. Im ersten Abschnitt wurden die Brücken an der Sieper- und Bahnhofstraße sowie am Ostumer Weg abgedichtet, neue Geländer installiert und punktuell auch Mauerwerk ausgebessert. Die Arbeiten sind weitgehend abgeschlossen.

Auch die Überholung der Brücken liegt bislang gut im Zeitplan

Das zweite Paket beinhaltet die Saubrücke sowie die Brücken an der Bismarck-, Friedrich- und Friedrich-Ebert-Straße. Neben letzterer wurde inzwischen eine Rampe angelegt, die jetzt als Baustraße, später als Einstiegspunkt in die Trasse dient. Seit gut vier Wochen wird dort der Schotter abgetragen, um das Bauwerk abzudichten. Danach folgen die anderen Brücken. Zuvor war die Tragfähigkeit untersucht worden: "Alle Brücken sind in sehr gutem Zustand", sagt Rakowski.

Seit Oktober wird parallel der eigentliche Weg gebaut. Die Fortschritte sind schon sichtbar: "Zwischen Stadtgrenze Wülfrath und dem Baumarkt an der Metallstraße ist der Asphalt eingebaut", so Rakowski. Dabei muss die Strecke an mehreren Stellen von der ursprünglichen Bahntrasse abweichen: In Tönisheide wird der Radweg vor dem Parkplatz des Discounters zur Nevigeser Straße abgeleitet, der dortige Bürgersteig zum Rad- und Gehweg ausgebaut. Unmittelbar hinter dem Parkplatz geht es zurück auf die alte Bahnlinie und über die Kreuzung an der Wülfrather Straße weiter Richtung Velbert. Die noch in der Fahrbahn befindlichen Gleise würden, wie auch an den Bahnübergängen an der Reuterstraße und am Papenbruch, im nächsten Jahr entfernt, erklärt der TBV-Mitarbeiter.

In Tönisheide müssen Umwege geplant werden

Eine weitere Umfahrung gibt es kurz vor der Ortsgrenze Schlagbaum. Dort ist die Trasse durch das Firmengebäude Schulte-Schlagbaum unterbrochen. Schon ein paar Dutzend Meter vorher wird der Weg über eine Rampe ab- und in Richtung Neustraße umgeleitet. Radfahrer und Fußgänger teilen sich bis zum Bahnübergang an der Nevigeser Straße den Bürgersteig, dann führt ein Überweg zwischen den Einmündungen Kocksbusch und Am Schlagbaum wieder auf den alten Schienenweg.

Insgesamt 25 Kilometer lang ist der Radweg, der auf der Trasse der ehemaligen Niederbergbahn angelegt wird. Der Abschnitt auf Velberter Stadtgebiet misst rund 9,5 Kilometer.

Die Gesamtkosten wurden mit 10,5 Millionen Euro veranschlagt, davon entfallen vier Millionen auf die Schlossstadt. 75 Prozent oder drei Millionen werden über Fördermittel des Landes getragen, die restlichen 25 Prozent (gleich eine Million Euro) muss die Stadt schultern.

Der Gleisschotter wird aufbereitet, gebrochen, mit Zement verfestigt, planiert und auf drei Meter Breite asphaltiert.

In Velbert soll der Weg im Frühjahr fertig sein. Während Wülfrath im ähnlichen Zeitrahmen plant, ergab sich in Heiligenhaus noch Abstimmungsbedarf, der den Abschluss der Arbeiten dort ein wenig verzögern wird.

Schließlich muss an der Metallstraße auf wenigen Meter eine Firmeneinfahrt umfahren werden, die über die alten Gleise führt. Von dort bis zur Bahnhofstraße erhält der Radweg - als einziger Abschnitt der Strecke - außerdem eine Beleuchtung in moderner Leuchtdioden-Technik: "Er ist gleichzeitig als Fußweg gedacht, weil es nach der Sperrung der Güterstraße keine Fußweg in diesem Bereich gibt", sagt Olaf Rakowski.

Ist der Abschnitt von der Saubrücke bis zur Straße Zum Grünendal nahe der Grenze zu Heiligenhaus asphaltiert, ist der Wegebau auf Velberter Gebiet abgeschlossen. Was dann noch fehlt, sind die Einstiegspunkte: "Wenn uns der Winter keinen Strich durch die Rechnung macht, kann der Weg zu Beginn der Radfahrsaison genutzt werden", meint Rakowski.

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