Mit 940 882 Euro vom Land möchte die Stadt schnelles Internet in den Unterricht bringen. Erstes Geld muss 2017 abgerufen werden.

Auch energetische Sanierungsmaßnahmen an den Schulen sind denkbar.
Auch energetische Sanierungsmaßnahmen an den Schulen sind denkbar.

Auch energetische Sanierungsmaßnahmen an den Schulen sind denkbar.

Die Schüler sollen im Unterricht von schnelleren Internetzugängen profitieren. Symbol

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Auch energetische Sanierungsmaßnahmen an den Schulen sind denkbar.

Wülfrath. Vielleicht trifft das große Geldgeschenk des Landes nicht ganz zufällig im Wahljahr 2017 ein. Doch die Städte stört’s herzlich wenig. NRW spendiert mit dem Programm „NRW.Bank.Gute Schule 2020“ den Kommunen schließlich Kredite in einer Gesamthöhe von bis zu zwei Milliarden Euro, die vom Land selbst zurückgezahlt werden.

Wülfrath erreichen 940 822 Euro, verteilt auf vier Jahre. Das berechnet sich nach einem komplizierten Schlüssel, bei dem Schlüsselzuweisungen im kommunalen Finanzausgleich sowie die Höhe der Schulpauschale im Gemeindefinanzierungsgesetz 2016 eine Rolle spielen.

Glasfaserkabel bis in die Schulen – Stadt prüft die Sinnhaftigkeit

Jetzt steht die Verwaltung vor der Frage: Wie soll das Geldgeschenk am besten angelegt werden? „Gewisse Vorschläge haben wir da schon im Hinterkopf“, sagt Dietmar Ruda, Leiter der Sport- und Schulverwaltung. Die Mittel seien an infrastrukturelle Maßnahmen gebunden, daher sind einige Anschaffungen nicht möglich. „Wir können damit etwa keine neuen Monitore für den IT-Raum oder iPads für den Unterricht besorgen“, sagt Ruda.

Möglich sei etwa ein Breitbandausbau an den Schulen. Auch wenn noch nichts entschieden ist, wagt Ruda bereits die Prognose: „Ich denke, schon, dass sich in diesem Bereich etwas tun wird.“

Theoretisch am meisten profitieren könnte davon die Parkschule, die bei dem aktuellen Glasfaserausbau von Netcologne im Stadtgebiet derzeit außen vor ist, weil der Anbieter genau in diesem Bereich keine Kabel verlegen darf, weil sie sonst dem Hauptverteiler-Kasten des Konkurrenten Telekom zu nahe kommen würden.

Aber laut Ruda wäre auch denkbar, dem Gymnasium und der Lindenschule eine Glasfaserkabelverbindung bis ins Schulgebäude zu spendieren. „Ob das sinnvoll ist, müssen, wir noch prüfen“, sagt Ruda. Netcologne verlegt Glasfaserkabel nur bis zum Verteilerkasten. Das letzte Stück ins Gebäude müssen die Daten über die herkömmlichen Kupferkabel zurücklegen. Durch die sogenannte Vectoring-Technik soll bei Netcologne dem Geschwindigkeitsverlust auf den letzten Metern entgegengewirkt werden. Dass in Sachen Breitband die Weiterführenden Schulen vor den Grundschulen Vorrang haben, wird in dem Abwägungsprozess eine Rolle spielen, macht Ruda klar.

Neben dem schnelleren Internet sei auch eine Investition in energetische Maßnahmen denkbar. Was die Schulen konkret brauchen, wird die Stadt jetzt abfragen. „Wir kommen dazu noch mit den Schulleitern ins Gespräch“, so Ruda. Anschließend soll ein verwaltungsinterner Arbeitskreis mit Vertretern aus Gebäudemanagement, Hauptamt, Kämmerei und Schulamt eine Prioritätenliste erarbeiten.

Die ersten Maßnahmen stehen gezwungenermaßen bereits in diesem Jahr an, da die Kredite konkret in den Jahren 2017, 2018, 2019 und 2020 abgerufen werden müssen. „Wir wollen keine Gelder verfallen lassen“, so Ruda, der Wert darauf legen möchte, dass die Verteilung auf die unterschiedlichen Schulen gerecht ausfällt.

Der Schulausschuss wird am 18. Januar über den aktuellen Stand in Kenntnis gesetzt. Dann möchte die Verwaltung laut Ruda auch vorfühlen, ob die Stadt die Investitionen im laufenden Geschäft tätigen soll oder ob die Fraktionen eine Abstimmung in Ausschuss und Rat über einzelne Maßnahmen wünschen.

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