Erste Annährung der Ehrenamtler und der Leitung im Luise-von-der-Heyden-Heim.

Das Haus Am Rathaus haben die Helfer seit September nicht mehr betreten.  Archivoto: Dietrich Janicki
Das Haus Am Rathaus haben die Helfer seit September nicht mehr betreten. Archivoto: Dietrich Janicki

Das Haus Am Rathaus haben die Helfer seit September nicht mehr betreten. Archivoto: Dietrich Janicki

Das Haus Am Rathaus haben die Helfer seit September nicht mehr betreten. Archivoto: Dietrich Janicki

Wülfrath. Zwischen den ehrenamtlichen Helfern und der Leitung des Alten- und Pflegeheims Luise-von-der-Heyden der Bergischen Diakonie Aprath herrscht immer noch Funkstille. Wie berichtet, hatten alle 22 Helfer des Heims im vergangenen September ihre Arbeit niedergelegt. Seitdem haben die Frauen und Männer das Heim neben dem Wülfrather Rathaus aus Protest nicht mehr betreten.

Hintergrund des Streits ist nach Angaben der ehrenamtlichen Helfer der Umgang der Heimleitung mit hauptamtlichen Mitarbeitern des Hauses, vor allem in einem Fall. Diesen Umgang wollten die Helfer nicht mehr tolerieren und entschlossen sich zu einem radikalen Schritt: Sie legten ihre Arbeit nieder. Einen anderen Weg sahen sie nicht mehr.

Pfarrer möchte die Angelegenheit schnell klären

Pfarrer Jörg Hohlweger, theologischer Vorstand der Bergischen Diakonie Aprath, hatte daraufhin im Herbst erklärt: „Wir bemühen uns, diese Personalangelegenheit so schnell wie möglich zu klären, damit wieder Normalität und Ruhe einkehrt.“ Dann wolle man noch einmal das Gespräch suchen. Das scheint nun soweit zu sein.

Nach dem Ende des Urlaubs von Pfarrer Hohlweger soll es heute Abend ein erstes Gespräch mit den 22 Ehrenamtlichen geben. Der Ausgang ist ungewiss. Denn im Vorfeld hatte Hohlweger auch erklärt, dass man aus Datenschutzgründen grundsätzlich nicht mit Dritten über Personalfragen sprechen dürfe, also auch nicht mit den Ehrenamtlichen.

Ehrenamtler verbringen viel Zeit mit den Bewohnern

Sollten die Personalfragen allerdings inzwischen zur Zufriedenheit der Ehrenamtlichen geklärt worden sein, wären sie auch bereit, wieder ihre Arbeit im Altenheim aufzunehmen. Das hatten sie stets deutlich gemacht. Schließlich wissen sie nur zu gut, dass ihre Maßnahme letztendlich die Falschen trifft, nämlich die Senioren, die in dem Heim leben.

Viele der insgesamt 80 Bewohner des Luise-von-der-Heyden-Hauses leiden an Demenz. Die Ehrenamtlichen haben viel Zeit mit ihnen verbracht, mit ihnen gesprochen, gesungen und gebastelt. Derzeit liegt die ehrenamtliche Betreuung mehr oder weniger brach, also alles, was über die normale Pflege, Versorgung und die bestehenden Angebote hinausgeht. Bei allem Streit, unbestritten war stets, dass die Ehrenamtler hervorragende Arbeit geleistet haben, auf die die Diakonie Aprath eigentlich auch in Zukunft nicht verzichten möchte. Ein erster Schritt der Annäherung könnte das Gespräch in der nächsten Woche sein.

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