Der Sckär-Sportplatz in Tönisheide bleibt in den kommenden Wochen gesperrt, er wird saniert. Die Vereine müssen ausweichen.

Der Sckär-Sportplatz in Tönisheide bleibt in den kommenden Wochen gesperrt, er wird saniert. Die Vereine müssen ausweichen.
Die dritte Mannschaft des SV Union Velbert (blau) wich gestern auf dem Platz am Waldschlösschen aus, um die Saison gegen ASV Mettmann II zu eröffnen.

Die dritte Mannschaft des SV Union Velbert (blau) wich gestern auf dem Platz am Waldschlösschen aus, um die Saison gegen ASV Mettmann II zu eröffnen.

Manuel Perrgira (l.) und Alexander Dirksen kleben die Weitsprungbalken der Leichtathletikanlage ab, die Zuge der Sanierung des Ernst-Adolf-Sckär-Platzes ebenfalls erneuert wird.

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Die dritte Mannschaft des SV Union Velbert (blau) wich gestern auf dem Platz am Waldschlösschen aus, um die Saison gegen ASV Mettmann II zu eröffnen.

Tönisheide. Der Ernst-Adolf-Sckär-Sportplatz ist für die nächsten Wochen eine Baustelle: Der Kunstrasen und die Leichtathletikanlage werden nach 14 Jahren grundlegend saniert. „Re-Topping nennt sich eine solche Maßnahme, bei der der nur die Deckschichten erneuert werden“, erklärt Axel Wieneke von der zuständigen Kultur- und Veranstaltungs-Gmbh Velbert (KVV).

„Das Wetter hat jedenfalls mitgespielt, bei Regen kann nicht gearbeitet werden.“

Axel Wieneke, Kultur- und Veranstaltungs-GmbH

Begonnen wurde mit der Laufbahn, deren Schäden im Bereich der Tribüne seit Jahren mit bloßem Auge zu sehen waren. Stellen, wo der Untergrund bis zum Asphalt beschädigt ist, werden entsprechend erneuert. „Eine Laufbahn hat normalweise vier Schichten“, beschreibt Alexander Dirksen von der süddeutschen Fachfirma den Aufbau der roten Rundbahn. „Früher hatte man wasserdurchlässige Materialien benutzt, heute macht man das nicht mehr. Ein ganz leichtes Gefälle von 0,5 Prozent lässt das Wasser abfließen. Der Kunststoffbereiter lässt sich elektronisch exakt darauf einstellen“, verrät der Vorarbeiter den Trick bei der Sache.

Mit der hochmodernen Apparatur, die langsam und so sorgfältig das Gummigranulat verteilt, kann nicht alles gemacht werden. Die Weitsprungbalken im Leichtathletikbereich erfordern viel Handarbeit. Alexander Dirksen und sein Kollege Manuel Perrgira versehen die Weitsprungbalken mit Klebestreifen, damit die Masse die Fugen nicht verschließt. In diesen Tagen soll die Laufbahn fertig sein. „Das Wetter hat jedenfalls mitgespielt, bei Regen kann nicht gearbeitet werden“, sagt Axel Wieneke, für den es schwierig war, kurzfristig eine Firma zu finden.

Der Kunstrasen wird ebenfalls ausgetauscht, das macht allerdings ein anderes Unternehmen, das bereits schon in Velbert tätig ist: „Die sanieren die BFL-Arena am Böttinger Platz. Wenn die dort fertig sind, machen sie in Tönisheide weiter. Wenn es dann ab und zu mal regnen sollte, ist das nicht ganz so schlimm: „Kunstrasen ist nicht ganz so wetterabhängig“, sagt der KVV-Mitarbeiter, der für die gesamte Erneuerung des Ernst-Adolf-Sckär-Sportplatz mit 440 000 Euro veranschlagt hat.

Die Sportler müssen derweil auf die Sportanlage am Waldschlösschen ausweichen. „Wir hoffen, dass unsere Fans uns auch dort die Treue halten“, gab sich Dieter Scholten vom SV Union Velbert skeptisch.

Da kann er ganz beruhigt sein: Gestern Mittag war dort ordentlich was los, als die Union mit allen drei Seniorenmannschaften in die Saison startete. In der Kreisliga B erfreute die Dritte im Auftaktspiel gegen ASV Mettmann II die Nevigeser Zuschauer mit einigen Toren in der ersten Halbzeit.

„Ich bin ja überhaupt froh, dass noch Firmen zur Sanierung der Sportanlagen gefunden werden konnten.“

Hans-Werner Mundt, Stadtsportbund Velbert

Interessierter Zaungast war dabei Hans-Werner Mundt vom Stadtsportbund Velbert, der zufrieden feststellte, dass sich der Spielbetrieb des SV Union für die nächsten Wochen ganz gut auf dem Platz integrieren lässt. „Ich bin ja überhaupt froh, dass noch Firmen zur Sanierung der Sportanlagen gefunden werden konnten.“

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