Beim Pflegetag setzten sich zahlreiche Helfer für das Gelände ein und machten es startklar für den Frühling. Der Förderverein organisiert die Pflege und stellt den Park allen Nevigeser Bürgern zur Verfügung.

Beim Pflegetag setzten sich zahlreiche Helfer für das Gelände ein und machten es startklar für den Frühling. Der Förderverein organisiert die Pflege und stellt den Park allen Nevigeser Bürgern zur Verfügung.
Uwe Kinze, Marliwes Ammann und Wilbert Hager (v.l.) bei der Arbeit im Bürgerpark.

Uwe Kinze, Marliwes Ammann und Wilbert Hager (v.l.) bei der Arbeit im Bürgerpark.

Simone Bahrmann

Uwe Kinze, Marliwes Ammann und Wilbert Hager (v.l.) bei der Arbeit im Bürgerpark.

Neviges. Kraftvoll wuchtet Uwe Kinze abgestochene Grasnarben auf einen Pkw-Anhänger. „Die Arbeit ist nötig, und wenn das keine Daueraufgabe ist, mache ich das ganz gerne“, sagt Uwe Kinze und fügt hinzu: „Andere gehen ins Fitness-Studio und geben dafür Geld aus.“ Fast den gesamten Samstagvormittag hatte er damit verbracht, Gras, das von der Wiese in den Weg wucherte, zu entfernen. Alles fein säuberlich mit dem Spaten abgetrennt. Jetzt ist es geschafft, der unerwünschte Bewuchs wird zum Kompostieren abgefahren.

Bereits im Februar gab es den ersten Arbeitseinsatz

Uwe Kinze ist einer von sieben freiwilligen Helfern, die beim Pflegetag den Bürgerpark in Herzen von Tönisheide frühlingsfit machten. Fachliche Anleitung gab es vom Vorsitzenden des Park-Fördervereins Wilbert Hager. „Kehrt nicht den ganzen Staub auf, der muss liegen bleiben. Wenn es regnet, verbindet der sich mit der Steinasche. Wenn das Material fehlt, gibt es später Löcher“, weiß der Friedhofsgärtner, der sich mit Herzblut für den Park einsetzt. Schon im Februar wurde er mit zwei Gehilfen tätig, um rechtzeitig vor der Brutzeit Gehölze zu beschneiden. „Hier nisten viele Vögel, unter anderem Meisen, aber auch Spatzen, Elstern und Krähen sind hier.“

Ein Schild weist auf die Leinenpflicht im Park hin

Mit Gummihandschuhen und Putztuch befreit Marlies Ammann das Hinweisschild am Eingang des Parks. Das enthält die Bitte, Hunde anzuleinen. „Ich wünsche mir, dass die Leute das besser beachten. Immer wieder finden sich Tretminen auf der Wiese. Der Park ist natürlich auch für Hundebesitzer da, aber die Vierbeiner sollen hier nicht ihr Geschäft verrichten. Schließlich dürfen die Kinder auf der Wiese toben, Fußball oder Federball spielen“, wünscht sich die Ratsfrau.

Der Förderverein kümmert sich auch um die Bäume. An einer Blaufichte, wo Jugendliche mit Beilen die Rinde beschädigt haben, wurde kreisrunde Löcher entdeckt. „Da hat jemand reingebohrt“, so die erste Reaktion. „Nein, da ist ein Wurm eingedrungen und da seine Larven abgelegt“, wusste Wilbert Hager und konnte nach kurzen Suchen den Übertäter finden. „Es gibt es Mittel, um den Schädling abzutöten, die beschädigte Rinde wird mit Baumharz versorgt.“

Bis im September der Park mit einem zweiten Pflegetag winterfest gemacht, kommt der Rasenmäher regelmäßig zum Einsatz. „Zwölf bis 14 Mal wird gemäht, aber nicht gedüngt“, so Hager, der festgestellt hat, dass sich die Wiese sich in einem „nassen Loch“ befindet. „Ursprünglich war der Park der Garten vom Mine Morschel“, taucht Wilbert Hager in die Vergangenheit ein. „Aus dieser Zeit stammt der große Birnbaum, dessen Früchte ganz toll schmecken“, schwärmt Hager. Später entstanden auf dem Gelände zwischen Kuhlendahler Straße und Schubertstraße Kleingärten. Nachdem die Hobbygärtner unweit des Naturfreundehauses ein neues Domizil gefunden hatten, wurde das Gelände von der Stadt erworben, die dort Wohnungen bauen lassen wollte.

„Da haben etliche Leute gesagt, es gibt Bebauung in Tönisheide. Schließlich hatte Willi Bender das Gelände gekauft und dem Förderverein zur Verfügung gestellt, der sich um die Pflege kümmert und diesen Park allen Bürger zur Verfügung stellt“, erinnert Wilbert Hager. Unterstützung hatten wir durch die Stadt, die Technischen Betrieb haben die Beleuchtung angelegt und sie leeren dankenswerter Weise auch die Papierkörbe.“

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