Für den Hallenkomplex des Sportzentrums an der Industriestraße wurde am Donnerstag Richtfest gefeiert.

Neubau
Marcus van Haken vom Planungsbüro Geo 3, Sportdezernent Holger Richter, Bürgermeister Stefan Freitag und Polier Johannes Faaßen (v. l.) auf der Tribüne der neuen Ballsporthalle.

Marcus van Haken vom Planungsbüro Geo 3, Sportdezernent Holger Richter, Bürgermeister Stefan Freitag und Polier Johannes Faaßen (v. l.) auf der Tribüne der neuen Ballsporthalle.

Simone Bahrmann

Marcus van Haken vom Planungsbüro Geo 3, Sportdezernent Holger Richter, Bürgermeister Stefan Freitag und Polier Johannes Faaßen (v. l.) auf der Tribüne der neuen Ballsporthalle.

Velbert. „Ohne das Fußballstadion wäre für mich persönlich das Sportzentrum irgendwie unvollständig“, sagt Bürgermeister Stefan Freitag am Rande des Richtfestes für eben dieses Sportzentrum an der Industriestraße. Doch aktuell werde diese Diskussion „Stadion-Neubau“ nicht vorangetrieben. Freitag: „Doch der Zeitpunkt wird kommen.“

Und so bleibt jetzt Raum, sich über den Baufortschitt des Hallenkomplexes zu freuen, der mit Tagen der offenen Tür am 10. und 11. November offiziell eröffnet werden soll.

„Für Velbert ist das Sportzentrum ein Meilenstein.“

Peter Blau, Vorsitzender des Stadtsportbundes

Es ist ein Zehn-Millionen-Projekt, das der Fertigstellung sportlich entgegenrennt. Dazu gehört auch die Leichtathletikanlage, mit deren Bau im Frühjahr 2013 begonnen wird. 2014 soll sie genutzt werden können. „Und dann? Dann schau’n wir mal“, sagt Bauherr und KVV-Geschäftsführer Holger Richter. Freitag betont gegenüber der WZ, dass das Stadion nur dann realisiert werden kann, wenn es aus den Erlösen der Vermarktung des Stadions Sonnenblume zu finanzieren ist. „Und die Vermarktung ist sicherlich erfolgversprechender, wenn die A 44 fertiggestellt ist. Also reden wir von 2016, wenn man wie ich Optimist ist.“

Auf dem Richtfest, das im noch unterkühlten Rohbau der Dreifachhalle stattfindet, unterstreicht Freitag, dass viele Gründe für den Neubau des Sportzentrums sprächen. „Das ist kein Prestigeobjekt der Sportpolitik, die sich ein Denkmal setzen will. Das ist ein Projekt für Menschen, die zu Tausenden ehrenamtlich in den Vereinen unterwegs sind.“

ÖPNV-Anbindung kommt, Anschluss an Radweg ist ein Wunsch

Aus Freitags Sicht sprechen wirtschaftliche, energetische und gesellschaftliche Gründe dafür, „dass es richtig war, das Neue zu bauen, nicht das Alte zu sanieren“. Auch ein Plus des Zentrums laut Freitag: „Die exzellente Erreichbarkeit für den Individualverkehr.“ Aber auch der ÖPNV soll das Sportzentrum in den Blick nehmen. So versichert Freitag, „dass zum Fahrplanwechsel der Sportkomplex aus allen Stadtteilen mit dem öffentlichen Nahverkehr angesteuert wird“. Und noch einen Wunsch hat der Bürgermeister: „Dass das Zentrum an den Panoramaradweg angeschlossen wird.“

Im November 2007 hatte der Rat beschlossen, eine zentrale Sportanlage in Velbert zu errichten. Der erste Spatenstich war am 12. Mai 2009 erfolgt. Der geplante Termin für die Fertigstellung: 12. Oktober 2012.

Der Hallenkomplex umfasst: eine Dreifachsporthalle mit Tribüne für 400 Zuschauer, eine Einfachsporthalle, Gymnastikräume, einen Tanzsaal, eine Rollsporthalle und Räume für Geschäftsstellen der Vereine. Außerdem wird ein Pächter eine Gastronomie samt Außenbereich betreiben. Ihm sollen auch eine Soccerhalle mit vier Feldern sowie ein Reha- und Fitnessbereich unterstellt sein.

Es ist angedacht, in den Anlagen Konzerte, Public-Viewing und Open-Air-Kino zu veranstalten.

Er müsse sich immer wieder die Augen reiben, bekennt Freitag, „in welchem Tempo wir in den vergangenen Jahren Velbert als Freizeit- und Sportstadt attraktiver gemacht haben. Das ist ein echter Quantensprung“, sagt er mit Blick auf Freizeitpark Höferstraße, Umgestaltung Herminghauspark, Panoramaradweg und jetzt Sportzentrum.

Auch für die Nevigeser Rollsportler eröffnen sich neue Möglichkeiten

Zur Erinnerung: Der damalige Bürgermeister Hörr und der CDU-Fraktionsvorsitzende Wagner hatten 2002 die Idee für ein Sportzentrum. „Für den Velberter Sport ist das ein Meilenstein, echt gewaltig“, freut sich Stadtsportbundsvorsitzender Peter Blau über das neue Zentrum. Vorfreude auch bei Diana Ruhland, der Vorsitzenden des Roll-Sport-Clubs Neviges. „Ich hoffe, dass wir auch die Rollhalle nutzen können.“ Die neue Halle eröffne dem Verein ganz andere Möglichkeiten, „wie die Ausrichtung von Meisterschaften“. An der Industriestraße wird in Zukunft sportlich einiges möglich sein.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer