Das Interesse beim Busverein ist groß. Es fehlen aber noch Fahrerinnen.

Über mangelndes Interesse kann sich der Bürgerbusverein Neviges/Tönisheide nun wirklich nicht beklagen: 94 Mitglieder gehören dem Verein an, zur Hauptversammlung waren 47 erschienen. Im Mittelpunkt der Rückschau stand der neue, unlängst eingeweihte Bus.

Hier freute sich Vorsitzender Gunnar Rother über die Unterstützung durch die Wuppertaler Stadtwerke. Die im Übrigen nicht punktuell ist. „Jeder Fahrer absolviert ein Sicherheitstraining, Erste-Hilfe-Kurs und eine Feuerlöscher-Ausbildung. Das geschieht bei den Stadtwerken“, sagt Bernd Quidenus, zweiter Vorsitzender des Vereins.

Fahrer stellen künftig die Start-Stop-Automatik ab

Aber auch wenn der neue Mercedes-Sprinter für viel Begeisterung sorgt, über einige technische Details wird immer mal wieder diskutiert. So etwa über die Start-Stop-Automatik, die Fahrzeuge mit der Euro 6-Norm haben müssen. Bei den häufigen Stadtfahrten wird diese ziemlich strapaziert. „Die Kollegen in Langenberg haben schon einen neuen Anlasser kaufen müssen“, erzählt Quidenus. Weswegen sich die Fahrer des Tönisheider/Nevigeser Vereins künftig diese Automatik ausstellen werden. Da muss man übrigens nach jedem Starten wieder neu tun.

Ein weiteres Thema: Ausdrücklich wurde nochmal darauf hingewiesen, dass es auf den Fahrer zurückfällt, wenn sich ein Gast nicht anschnallt. „Das kostet einen Punkt. Und der Fahrgast zahlt auch nochmal“, erklärt Quidenus. Was bereits geändert wurde: Um zu verhindern, dass ein Fahrgast sich an der Schiebetür die Füße quetscht, wurde eine zusätzliche Trennwand eingebaut.

Nachdem der neue Wagen in Betrieb ist, fungiert der alte als Ersatz, beziehungsweise Ergänzung. Er wird eingesetzt, wenn der neue Sprinter in der Werkstatt ist, beziehungsweise beim donnerstäglichen Markttag in Neviges. „Hierfür suchen wir noch Werbepartner“, sagt Quidenus. Ab und zu läuft er auch in Langenberg. Der erste Bus aus dem Jahr 2001 wurde an eine griechische Initiative verschenkt, die Kinder fährt.

Ein Defizit gibt es bei der Frauenquote: Gerade mal eine Frau ist bei den 28 Fahrern aktiv. Wer Interesse hat, ein paar Stunden zu opfern und für den Verein zu fahren, kann sich bei Bernd Quidenus melden unter Telefon 0170/1680 052.

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