Ein Restrisiko bleibt, aber die Verantwortlichen sind optimistisch, dass die Bauarbeiten am Bürgerhaus Langenberg pünktlich beendet werden.

Ein Restrisiko bleibt, aber die Verantwortlichen sind optimistisch, dass die Bauarbeiten am Bürgerhaus Langenberg pünktlich beendet werden.
Bürgermeister Dirk Lukrafka , Projektleiter Björn Dröscher und Holger Syhre vom Kultur- und Veranstaltungsbetrieb Velbert schauen sich im sanierten Bürgerhaus Langenberg noch einmal um, bevor es im April wiedereröffnet wird.

Bürgermeister Dirk Lukrafka , Projektleiter Björn Dröscher und Holger Syhre vom Kultur- und Veranstaltungsbetrieb Velbert schauen sich im sanierten Bürgerhaus Langenberg noch einmal um, bevor es im April wiedereröffnet wird.

Simone Bahrmann

Bürgermeister Dirk Lukrafka , Projektleiter Björn Dröscher und Holger Syhre vom Kultur- und Veranstaltungsbetrieb Velbert schauen sich im sanierten Bürgerhaus Langenberg noch einmal um, bevor es im April wiedereröffnet wird.

Langenberg. „Da schwingen gewisse Emotionen mit, wenn man die Orgel in ihrer ganzen Pracht im Saal aufgebaut sieht, die vorher viele Jahre in Einzelteilen eingelagert war.“ Bürgermeister Dirk Lukrafka hielt seine Begeisterung zurück, als er gestern durch das historische Bürgerhaus ging. Der Chef der Velberter Stadtverwaltung und gleichzeitig erste Betriebsleiter des Kultur- und Veranstaltungsbetriebes (KVBV) hatte die Presse auf die Baustelle eingeladen, um positive Nachrichten zu verkünden: „Wir sind in der Zielgraden, konkret sind wir bei der Umsetzung der Eröffnung. Demnächst wollen wir dazu die Einladungen verschicken.“

Projektleiter verbreitet Zuversicht

Allerdings darf nichts mehr schief gehen. „Der Teufel steckt bekanntlich im Detail, und hier handelt es sich um eine Baumaßnahme mit ganz vielen Gewerken“, gibt Lukrafka zu bedenken. Projektleiter Björn Dröscher verbreitet Zuversicht: „Wir sprechen von Herausforderungen und vielen Lösungen, die wir in den vergangenen Tagen mit allen, die hier arbeiten, detailliert besprochen haben.“ Herausgekommen ist ein Bauzeitplan, der im Laufe des heutigen Tages auf der Homepage der Stadt Velbert einsehbar ist. „Ein ganz wichtiger Termin ist der 18. März“, kündigt Dröscher an. „Dann findet eine Testveranstaltung statt, dann muss alle sicherheitsrelevante Technik funktionieren, wie Brandmelder, Entrauchungsanlage und anderes.“

Wenn zehn Jahre nach der Schließung des Bürgerhauses „Die kleine Meerjungfrau“ gegeben wird, werden die Verantwortlichen des KVBV wohl keinen Blick für das Familienmusical haben. „Irgendetwas wird immer sein, mal tuckert ein Kompressor im Keller zu laut oder es ist zu warm oder zu kalt“, prophezeit Dröscher, der danach den Firmen zwei Wochen Zeit gibt, eventuelle Mängel anzustellen. „Ein Restrisiko bleibt“, räumt der zweite KVBV-Betriebsleiter Holger Syhre ein. „In Absprache mit dem Betriebsausschuss haben wir uns entschlossen, an den Planungen vom Herbst festzuhalten. Die Eröffnung vom Januar wurde in den April projiziert. Die offizielle Eröffnungszeremonie findet am 26. April statt.“

Viele Menschen feiern die Wiedereröffnung

Zuvor bestreitet das „Ensemble Isara“ am 3. April die erste ganz normale Veranstaltung: Drei junge Musiker aus München, erfolgreiche Teilnehmer des Deutschen Musikwettbewerbes, schlagen mit ihrem Trio den Bogen von der Klassik zum Jazz. Danach beginnen die Festwochen, mit denen das hundertjährige Bestehen des Bürgerhaus und dessen Wiedereröffnung gefeiert werden.

Die Velberter dürfen sich auf Darbietungen von Schulen und Jazztanz des Langenberger Sportvereins freuen, ein Magier und Max Mutzke treten auf, die Essener Philharmonikern lassen den Frühling erwachen und vieles mehr. „Am 9. April wird die Orgel eingeweiht. Am 10. und 17. April laden wir zu einem Tag der offenen Tür ein.

An diesen beiden Sonntagen präsentieren sich zu einem die Vereine und zum anderen die Musik- und Kunstschule mit dem Programm ‘Ein Haus voller Geschichte´“, kündigt Betriebschef Syhre an. Der hat wegen des nicht auszuschließenden Restrisikos einen Plan B in der Hinterhand, der sich auf einzelne Veranstaltungen erstreckt. Als besonderer Festgast bei der offiziellen Eröffnung wird Norbert Walter Borjans erwartet.

Der Landesfinanzminister kann dann sehen und hören, dass die 12,4 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln im Bürgerhaus gut angelegt wurden. Insgesamt wurden für die Sanierung des Bürgerhauses 18,6 Millionen ausgegeben.

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