Die RWE-Station ist gestern in Betrieb genommen worden, die Parkplätze vor der Säule jedoch noch nicht.

Bürgermeisterin Claudia Panke mit Frithjof Gerstner an Wülfraths erster Stromtankstelle. Fotos (4): Dietrich Janicki
Bürgermeisterin Claudia Panke mit Frithjof Gerstner an Wülfraths erster Stromtankstelle. Fotos (4): Dietrich Janicki

Bürgermeisterin Claudia Panke mit Frithjof Gerstner an Wülfraths erster Stromtankstelle. Fotos (4): Dietrich Janicki

Bürgermeisterin Claudia Panke mit Frithjof Gerstner an Wülfraths erster Stromtankstelle. Fotos (4): Dietrich Janicki

Wülfrath. Erst kommen die Ladesäulen, dann kommen schon die Elektroautos. Das ist so ein wenig das Prinzip, nachdem RWE deutschlandweit Stationen für E-Fahrzeuge installiert. Daher wurde auch gestern eine Säule an der Schwanenstraße in Wülfrath eingeweiht. Nicht um der großen Nachfrage vor Ort Herr zu werden – in Wülfrath sind gerade einmal zwei Elektroautos privat angemeldet –, sondern um die Infrastruktur für die Elektromobilität herzustellen. „Die öffentlichen Ladestationen sind die Grundlage für eine flächendeckende Einführung von Elektroautos und Entscheidungshilfe für potenzielle Käufer“, erklärt RWE-Kommunalberater Frithjof Gerstner.

Bürgermeisterin hofft darauf, dass E-Tanker die City besuchen

Für Bürgermeisterin Claudia Panke ist die Säule nicht nur wegen ihrer klimafreundlichen Funktion willkommen, sie könnte auch Auswärtige in die Innenstadt locken. Nicht zufällig, so verrät Wirtschaftsförderer Karsten Niemann, dürfen die Autofahrer an der Schwanenstraße tanken, wo der Fußweg in die City kurz ist. „Die anderthalb bis zwei Stunden, die das Aufladen dauern kann, sind eine gute Zeit für einen Aufenthalt in der Stadt“, sagt Panke. Neben anderen Kreisstädten mit RWE–Säule wie Langenfeld, Mettmann und Heiligenhaus taucht Wülfrath jetzt auch in einer Such-App für Ladestationen auf. Deutschlandweit betreibt der Energiekonzern 1810 öffentliche Ladepunkte in 509 Städten.

„Öffentliche Säule“ bedeutet nicht, dass die Stadt den Strom spendiert. Der Autofahrer zahlt, nachdem er sich an der Ladestation angemeldet hat. „Das geht über einen Anruf, einen QR-Code oder über ein spezielles Kabel, das die Säule direkt beim Einstecken freischaltet“, erklärt Gerstner. Die Ladedauer hängt stark vom Fahrzeugmodell ab. In der Regel liege die Ladezeit an der Säule bei etwa zwei Stunden und sei damit deutlich kürzer als beim heimischen Aufladen.

Bürgermeisterin Panke hatte sich bei der Politik dafür stark gemacht, dass zumindest einer der zwei möglichen Parkplätze vor der Säule allein für ladende Wagen reserviert bleibt. Auf dem zweiten Stellplatz dürfen auch Benziner stehen. Genauer gesagt: Sie dürften dort stehen, wenn die Parkplätze nutzbar wären. Doch leider fiel die offizielle Eröffnung der Ladestation gestern nicht mit der Freigabe der Stellplätze davor zusammen. Der Strom fließt also – nur kommt kein Auto an die Säule. Gestern wurde einmal fürs Pressefoto eine Ausnahme gemacht. Der echte Starttermin steht laut Stadt noch nicht fest.

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