Begehbare Schatzkammer, 3D-Effekte und ein „Escape Room“ – diese Ideen sollen ins neue Schloss- und Beschlägemuseum einfließen.

So könnte der „Escape-Room“ aussehen, eine der Attraktionen im neuen Schloss- und Beschlägemuseum. In höchstens 60 Minuten hier wieder heraus zu kommen, das schafft nur die Besuchergruppe, welche gemeinsam die versteckten Hinweise „knackt“, mit denen sich der Schlüssel zur Tür finden lässt. Visualisierung: Museumsreif! Bielefeld
So könnte der „Escape-Room“ aussehen, eine der Attraktionen im neuen Schloss- und Beschlägemuseum. In höchstens 60 Minuten hier wieder heraus zu kommen, das schafft nur die Besuchergruppe, welche gemeinsam die versteckten Hinweise „knackt“, mit denen sich der Schlüssel zur Tür finden lässt. Visualisierung: Museumsreif! Bielefeld

So könnte der „Escape-Room“ aussehen, eine der Attraktionen im neuen Schloss- und Beschlägemuseum. In höchstens 60 Minuten hier wieder heraus zu kommen, das schafft nur die Besuchergruppe, welche gemeinsam die versteckten Hinweise „knackt“, mit denen sich der Schlüssel zur Tür finden lässt. Visualisierung: Museumsreif! Bielefeld

So könnte der „Escape-Room“ aussehen, eine der Attraktionen im neuen Schloss- und Beschlägemuseum. In höchstens 60 Minuten hier wieder heraus zu kommen, das schafft nur die Besuchergruppe, welche gemeinsam die versteckten Hinweise „knackt“, mit denen sich der Schlüssel zur Tür finden lässt. Visualisierung: Museumsreif! Bielefeld

Velbert. Das Schloss- und Beschlägemuseum, da ist sich Fachmann Jörg Werner sicher, hat sich und seine Exponate bislang unter Wert verkauft. Diese Zeit soll nun der Vergangenheit angehören. Mit dem geplanten Umzug in einen Neubau an der Villa Herminghaus muss sich die Einrichtung neu erfinden, so der Plan. Wie das aussehen könnte, das stellte jetzt Museumsgestalter Werner als Geschäftsführer des Projektpartners „Museumsreif“ dem Rat vor. Die Politiker sollen bereits in der Novembersitzung grünes Licht für den Museumsneubau geben, für den rund 2,6 Millionen Euro veranschlagt sind, bei einer öffentlichen Förderung von 80 Prozent.

Konzept des Museums heißt: „Ein Museum als Schlüssel zur Welt“

„Unser Job ist es, den Schatz zu polieren und zu inszenieren“, sagte Werner. Das neue Haus soll vor allem „emotional, spektakulär und narrativ“ werden. So wird künftig mehr auf die Geschichten hinter Schloss und Schlüsseln gesetzt als auf die bloßen Fakten. Das von Museumsleiter Ulrich Morgenroth entwickelte inhaltliche Konzept heißt daher „Ein Museum als Schlüssel zur Welt“. Der Fokus liegt dabei auf dem Menschen und seinem Verhältnis zu Schloss und Schlüssel.

Bei der Vorstellung wurde deutlich: Das Museum möchte seinen Inhalt nicht nur veranschaulichen, sondern auch erlebbar machen. So ist etwa eine begehbare Schatzkammer- oder -truhe geplant, in der Kinder sich zwischen Goldstücken austoben können. Am Eingang könnte es einen Schaukasten mit Goldmünzen geben, in den die Besucher hineingreifen können. Der Clou: Der glänzende Schatz wird von einem 3D-Drachen beschützt, der die Eindringlinge vertreiben möchte. Oder wird’s doch kein Drache? „Der Bürgermeister hatte die Idee, dass der Bergische Löwe vielleicht besser zu Velbert passt“, berichtete Jörg Werner.

Im weiteren Verlauf könnte auf den Besucher eine Medienschleuse warten, in der – passend zum Thema Sicherheitsbedürfnis – Szenen der Angst auf Monitoren an der Decke gezeigt werden.

Bislang, da waren sich die Ratsmitglieder einig, hat das Museum im Forum Niederberg mit seinen rund 5000 Besuchern im Jahr noch deutlich Luft nach oben. Daher soll das neue Haus auch versuchen, mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein neues Publikum zu erschließen. Die sind wahrscheinlich sehr an der Idee interessiert, einen „Escape Room“ in das neue Museum zu integrieren.

Dahinter verbirgt sich ein Live-Spiel, bei dem sich eine Besucher-Gruppe in einen Raum einschließen lässt. Das Ziel ist es, aus diesem wieder zu entkommen, was nur mit Teamwork und dem gemeinsamen Entschlüsseln von Rätseln funktioniert. „Eine gute Idee. Das sollte unbedingt umgesetzt werden“, kommentierte Alt-Bürgermeister Heinz Schemken von der Zuschauerbank aus.

Großteil der Ausstellung ist nicht in der Villa Herminghaus zu sehen

Baulich müssen einige Hindernisse überwunden werden. So ist die Villa Herminghaus nur eingeschränkt für den Ausstellungsbetrieb geeignet, weshalb der Großteil des Museums in einen Neubau verpflanzt wird, der durch einen Verbindungstrakt mit dem denkmalgeschützten Haus verbunden ist. Der Eingang liegt nach den Planungen an der Kolpingstraße/Ecke Oststraße.

Der Bau der neuen Stadtgalerie ist untrennbar mit dem Museum verbunden, weil der Überweg zum Parkhaus über dem Gebäude verläuft. Daher weist die Verwaltung schon jetzt darauf hin, dass beim Bau mit Mehrkosten zu rechnen sein könnte. Für den Förderantrag wurde daher vorsichtshalber schon mal mit drei Millionen Euro gerechnet.

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