Den Sternsingern wurde nicht immer die Tür geöffnet. Aber sie gaben nicht auf. Zur Belohnung gab es etliche Spenden und Süßes.

Den Sternsingern wurde nicht immer die Tür geöffnet. Aber sie gaben nicht auf. Zur Belohnung gab es etliche Spenden und Süßes.
In Begleitung von Claudia Beumer, Sandra König und Simone Tüsselmann sind Meike, Lisann, Mika, Paula, Nils und Justus mit Kronen auf dem Kopf unterwegs, um zu singen und Spenden zu sammeln.

In Begleitung von Claudia Beumer, Sandra König und Simone Tüsselmann sind Meike, Lisann, Mika, Paula, Nils und Justus mit Kronen auf dem Kopf unterwegs, um zu singen und Spenden zu sammeln.

Ulrich Bangert

In Begleitung von Claudia Beumer, Sandra König und Simone Tüsselmann sind Meike, Lisann, Mika, Paula, Nils und Justus mit Kronen auf dem Kopf unterwegs, um zu singen und Spenden zu sammeln.

Neviges. „Wenn die Tür aufgeht, müsst ihr sofort anfangen zu singen.“ Sandra König gibt den Sternsingern letzte Instruktionen, bevor sie auf ihrer Tour an der ersten Haustüre klingeln. „Hast Du fest genug den Klingelknopf gedrückt?“, fragt sie aus dem Hintergrund. „Klar, wir haben es doch läuten gehört.“ Ein bisschen aufgeregt sind Meike, Mika, Lisann, Paula, Nils und Justus, als sie sich am Samstagmorgen in der Straße Am Feldgen aufstellen. Doch selbst nach dem zweiten und dem dritten Schellen bleibt die Tür verschlossen. „Dann gehen wir eben ein Haus weiter“, entscheidet Simone Tüsselmann.

Beim dritten Versuch öffnet sich endlich eine Tür

Sie ist zusammen mit Claudia Beumer und Sandra König eine der Katechetinnen, die die Jungen und Mädchen auf die erste Heilige Kommunion im April vorbereiten. Jetzt begleiten sie Sternsinger auf deren Tour durch das Wohngebiet Auf den Pöthen.

Beim dritten Mal öffnet sich die Pforte, das Sextett stimmt das Lied vom Stern über Bethlehem an. Anschließend sagen Kaspar, Melchior und Balthasar ihren Segensspruch auf. Ulrike Emde ist entzückt, wünscht den Sänger ein frohes, neues Jahr, lässt Süßigkeiten in einen Stoffbeutel verschwinden und schiebt einen Geldschein in den Schlitz der Sammeldose. „Ich spende gerne, weil ich weiß, dass es für einen guten Zweck ist, es gibt Menschen, die darauf angewiesen sind.“

Die gesegnete Kreide kommt nur noch selten zum Einsatz

Simone Tüsselmann reckt sich und klebt den Segensgruß „C+M+B 2016“ auf den von 2015. „Weil es immer mehr Kunststofftüren gibt, kommt die gesegnete Kreide nur noch selten zur Anwendung“, erklärt sie. Weiter geht’s: Die Augen vom Nachbar Dieter Windus strahlen, als die Kinder vor seiner Haustüre ihr Lied anstimmen. „Das habt ihr aber schön gemacht“, freut er sich und dankt mit Geld und Süßem.

„So, jetzt müssen wir uns aber aufteilen, sonst schaffen wir unser Pensum bis zum Mittag nicht“, drängt Claudia Beumer. Sie hat den Zeitplan vor Augen: „Um 12 Uhr sind wir bei einer netten Dame hier im Viertel zum Essen eingeladen, es gibt Spaghetti mit Soße.“ Bevor die Jungen und Mädchen mit langen Gewändern, Pappkronen auf dem Kopf, Holzstern und Sammelbüchse in der Hand in Neviges ausschwärmen, kamen sie alle zum Aussendungsgottesdienst in der evangelischen Kirche im Siepen zusammen. Am späten Nachmittag treffen die kleinen Sänger in der „Glocke“ ein, geben ihre Spenden und ihre Süßigkeiten ab. „Da kommen immer richtige Mengen zusammen“, wundert sich Tina Möllney aus dem Vorbereitungsteam. „Einen kleinen Teil behalten die Kinder für sich, der Rest geht an die Tafel für Niederberg, nach Rumänien und etwas bleibt für den Kinderkarneval übrig.“ Der Erlös aus den Spenden wird in drei Teile aufgeteilt: „Zum einen werden Kinder in Bolivien unterstützt, zum anderen Projekte des Friedensdorfes Oberhausen und der Arche Kalkutta“, so Tina Möllney.

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