Den Krankenhäusern fehlen Konserven, vor allem im Sommer.

Den Krankenhäusern fehlen Konserven, vor allem im Sommer.
Bei der Blutspendeaktion des DRK in den Räumen der Awo betreut DRK-Mitarbeiter Stefan Kendzlor Blutspenderin Brigitte Croll-Dietrich.

Bei der Blutspendeaktion des DRK in den Räumen der Awo betreut DRK-Mitarbeiter Stefan Kendzlor Blutspenderin Brigitte Croll-Dietrich.

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Bei der Blutspendeaktion des DRK in den Räumen der Awo betreut DRK-Mitarbeiter Stefan Kendzlor Blutspenderin Brigitte Croll-Dietrich.

Wülfrath. Draußen prallt die Nachmittagssonne gegen die offenen Türen des Haus der Arbeiterwohlfahrt, drinnen herrscht schon reger Betrieb. Da werden letzte Getränkekisten bereit gestellt und Formulare sortiert und dann geht es auch schon los: „Ausweis, bitte!“, Wilfried Fritsche empfängt die ersten Freiwilligen, die diesmal zur Blutspende gekommen sind. Regelmäßig bietet das Deutsche Rote Kreuz Termine auch in Wülfrath an.

„Es gibt immer Leute, die gerne ihr Blut hier spenden, aber es sind zu wenige“, merkt seine Frau Irmgard an. Die Bereitschaft der Menschen, Blut zu spenden, ist in den letzten Jahren rapide zurückgegangen. Bot das Rote Kreuz vor Jahren noch monatlich Blutspendetermine in Wülfrath an, so stehen für das Jahr 2018 nur noch sechs auf dem Plan.

„Dabei sind sie jetzt zur Sommerzeit besonders wichtig“, erklärt die engagierte Seniorin. Sie und ihr Mann Wilfried sind seit Jahren als ehrenamtliche Helfer bei den Terminen dabei und beobachten besorgt die Entwicklung. Mögliche Schwierigkeiten sieht das Ehepaar auch darin, dass im Sommer viele Wülfrather im Urlaub sind und nicht zur Blutspende kommen. Die Zahl der Unfälle auf den Straßen nimmt gleichzeitig jedoch zu – vor allem, weil die Verkehrsteilnehmer aufgrund der hohen Temperaturen unkonzentriert sind.

Die meisten Blutkonserven werden in der Krebstherapie gebraucht

Egal, welche Blutgruppe die Empfänger haben, ob A, B, AB oder 0, wenn nicht genügend Blut zur Verfügung steht, können Patienten nicht mehr mit Konserven versorgt werden. Heutzutage werden die meisten Blutkonserven und Bestandteile des Blutes in der Krebstherapie benötigt. Deshalb sei es so wichtig, dass über alle Blutgruppen immer genügend Präparate zur Verfügung stehen. Eine sichere Versorgung gehöre zu den grundlegenden Vorsorgemaßnahmen im Gesundheitswesen, betonen die Fritsches, ganz im Sinne der Organisation, für die sie sich engagieren.

Voraussetzungen zur Blutspende gibt es fast keine. Spenden kann nahezu jeder im Alter von 18 bis 76 Jahren. Neuspender dürfen höchstens 68 Jahre alt sein. Zwischen zwei Blutspenden müssen 56 Tage liegen.

Der nächste Blutspendetermin in der Awo Wülfrath ist am Dienstag, 25. September, von 15 bis 19.30 Uhr. „Wahrscheinlich ist es dann auch wieder was kühler“, spekuliert Blutspender Lothar Noehlen, dem es dieses Jahr einfach zu heiß ist. Zum nächsten Termin will er dann aber wieder kommen.

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