Die Bilanz der zwei Wochen dauernden Stellwerksarbeiten in Wuppertal fällt für den Wallfahrtsort positiv aus.

Die Bilanz der zwei Wochen dauernden Stellwerksarbeiten in Wuppertal fällt für den Wallfahrtsort positiv aus.
Glodi Mbiavanga (l.) und Lutz Sukrow, die am Bahnhof Rosenhügel in den Ersatzbus steigen, sind mit dem Schienenersatzverkehr zufrieden.

Glodi Mbiavanga (l.) und Lutz Sukrow, die am Bahnhof Rosenhügel in den Ersatzbus steigen, sind mit dem Schienenersatzverkehr zufrieden.

U. Bangert

Glodi Mbiavanga (l.) und Lutz Sukrow, die am Bahnhof Rosenhügel in den Ersatzbus steigen, sind mit dem Schienenersatzverkehr zufrieden.

Neviges. In Wuppertal hat die Deutsche Bahn ein elektronisches Stellwerk errichtet, deshalb ruhte bis zum Ende der Osterferien der Schienenverkehr. Neviges ist deshalb noch bis morgen nicht mehr auf der Schiene zu erreichen: Statt Triebwagen der S 9 fahren Busse. Dieser Schienenersatzverkehr zwischen Wuppertal-Elberfeld und Langenberg hat erstaunlich gut funktioniert, wie die WZ bei einer Bilanz der vergangenen zwei Wochen festgestellt hat.

„Klappt doch super! Wer sich hier beschwert, jammert auf hohem Niveau.“

Heike Paciello, verhinderte Zugpassagierin

„Ich bin total zufrieden, das passt alles, bisher haben alle Anschlüsse direkt funktioniert“, lobte Lutz Sokrow, der sich am Nevigeser Haltepunkt Rosenhügel auf den Weg nach Gelsenkirchen machte. „In habe auf meinem Smartphone die DB-App, das ist ein großer Vorteil. Also, ich habe nichts zu meckern. Glodi Mbiavanga kann dem beipflichten: „Ich bin mit dem Ersatzverkehr zufrieden, er ist pünktlich und es dauert nicht lange, eine gute Alternative.“ Trotz der frühen Morgenstunde empfing Jürgen Krause-Kuhl mit einem Lächeln die verhinderten Bahnfahrer in seinem Gliederbus. „Bis jetzt hat sich noch niemand beschwert.“

Marita Burdick hatte dagegen negative Erfahrungen gemacht: Als die Krankenschwester an einem Sonntag von der Nachtschicht in heimatliche Neviges wollte, fuhr die S-Bahn pünktlich um 7.10 Uhr in Langenberg ein, aber statt um 7.23 kam der Ersatzbus erst eine halbe Stunde später. „Sonst sind die Busse sehr pünktlich. Da musste ich 45 Minuten in der Kälte stehen, das war nicht lustig, zumal in Langenberg am Bahnhof nichts los ist.“ Überhaupt nerven sie die langen Übergangszeiten von zwölf Minuten in Langenberg. Der tägliche Weg der Nevigeserin zum Dienst im Essener Krupp-Krankenhaus dauert statt 40 Minuten nun satte 90 Minuten: „Aber ich habe Verständnis dafür, dass das gemacht werden muss.“

Für Andrea Lamp, die sonst mit dem Zug von Neviges nach Langenberg zur Arbeit pendelt, läuft alles sehr positiv: „Ich hab mir das schlimmer vorgestellt“, stellt sie fest und lobt die Freundlichkeit der Busfahrer. Statt mit dem Zug ist Heike Paciello mit dem Schienenersatzverkehr von Aprath nach Neviges gekommen. Sie hat nichts auszusetzen: „Klappt doch super! Wer sich hier beschwert, jammert auf hohem Niveau. In Italien ist das ganz anders. Dort und in Frankreich wird zum Beispiel bei der Bahn gestreikt, dass es richtig weh tut“, so ihre Erfahrungen.

Gearbeitet wird in diesen Wochen nicht nur an den Bahnanlagen in Wuppertal, sondern auch in der Umgebung. „Die Sperrung des Bahnverkehrs in Wuppertal nutzen wir, um weitere Baumaßnahmen an der Infrastruktur zu bündeln“, heißt es von der DB-Pressestelle. So wurden Pflasterarbeiten an den Bahnsteigen der Station Rosenhügel durchgeführt. Ein Mitarbeiter von DB-Fahrwegdienste überwachte ein funkgesteuertes Warngerät, das einen lauten Ton erzeugt, wenn sich ein Zug nähert. „Der normale Personenzugverkehr ruht zwar, aber Arbeitszüge können immer mal wieder unterwegs sein“, erklärte der Bahnsprecher, der ausdrücklich davor warnt, die Schienen zu betreten, weil vermeintlich keine Züge fahren.

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