Die Verfüllung der Tongrube am Rosenhügel soll bald fertig sein. Planungen zur Ansiedlung von Gewerbe laufen.

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Die ehemalige Tongrube am Rosenhügel wird derzeit verfüllt.

Die ehemalige Tongrube am Rosenhügel wird derzeit verfüllt.

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Die ehemalige Tongrube am Rosenhügel wird derzeit verfüllt.

Neviges. Seit 1998 wird die Tongrube am Rosenhügel verfüllt. Damals wurde die dortige Ziegelei Buschmann nach 75 Jahren aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Seitdem bringen Lastwagen eine Fuhre unbelastetes Erdreich nach der anderen nach Siebeneick, um das einst 20 Meter Tiefe Loch zu füllen und das Gelände für Gewerbe bebaubar zu machen.

 Nun scheint ein Ende dieser vermeintlich „unendlichen Geschichte“ in Sicht. Denn durch die Erweiterung der Autobahn A 44, die viel Abraum liefert, könnte die Verfüllung schneller als gedacht voranschreiten.

Baubeginn auf dem Gelände könnte in zwei bis drei Jahren sein

„Möglicherweise werden wir in diesem Jahr schon fertig“, sagt Gisela Schaaf-Buschmann, frühere Ziegelei-Leiterin und heutige Geschäftsführerin der Buschmann GmbH, zuversichtlich. Direkt gebaut wird nach der Auffüllung allerdings noch nicht. Der Boden muss erst ausreichend verfestigt sein. Auf ein bis zwei Jahre schätzt Schaaf-Buschmann die Wartezeit, bis mit dem Bauen angefangen werden könnte.

Welche Firmen sich konkret ansiedeln werden, steht noch nicht fest. Eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der Buschmann GmbH und der Velberter Wirtschaftsförderung soll Interessenten anlocken. „Neviges braucht das Gewerbegebiet. Wir sind in Gesprächen, unter anderem mit einer großen Handelsgesellschaft. Demnächst soll es mit den Planungen richtig los gehen“, sagt Schaaf-Buschmann.

Mit konkreten Plänen wurde laut der Geschäftsführerin absichtlich gewartet, denn bevor es keinen fest umrissenen Bebauungsplan gebe, seien Entwürfe sowieso nicht sinnvoll. Im unteren Teil des Geländes, in Richtung Siebeneicker Straße, ist man schon weiter: dort haben sich eine Autowerkstatt und ein Hersteller von Bodenbelägen angesiedelt.

Es soll ausschließlich Gewerbe mit geringen Emissionen geben

Eine Auflage der Politik wird vor allem die Menschen im Umliegenden Wohngebiet aufatmen lassen. „Wir werden ausschließlich Gewerbe ansiedeln, das mit geringen Emissionen auskommt“, sagt Schaaf-Buschmann. Heißt: Auf wenig Lärm, wenig Abgase und wenig Verkehr wird Wert gelegt. Industrieanlagen oder auch Speditionen, bei denen ständig Lastwagen ein- und ausfahren, sind kein Thema.

Eine weitere Forderung war es, das Umfeld des neuen Gewerbegebietes zu renaturieren. Deshalb wird nur unbelasteter Boden zur Auffüllung benutzt. Eine Arbeitsgemeinschaft, bestehend unter anderem aus der Deponiebetriebsgesellschaft Velbert, wurde von der Firma Buschmann dazu beauftragt. Ebenso wird der früher durch Rohre geleitete Motschenbrucher Bach zurück an die Oberfläche des Geländes geholt.

Ein Name für das neue Gewerbegebiet steht übrigens noch nicht fest. „Aus der Tradition heraus wäre irgendwas mit der alten Ziegelei sicher nicht schlecht“, findet Gisela Schaaf-Buschmann.

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