Die Bandbreite der Themen reichte von der Wiedereröffnung des Bürgerhauses in Langenberg bis zum Rosenmontag im Mai.

Die Bandbreite der Themen reichte von der Wiedereröffnung des Bürgerhauses in Langenberg bis zum Rosenmontag im Mai.
Die Stadtwerke nahmen ihr großes Solardach in Betrieb.

Die Stadtwerke nahmen ihr großes Solardach in Betrieb.

Ingo Schnappert und Agnes Schäfer beim Fest in der Mongolei.

Fahrgäste halten das Dach am ZOB für einen Konstruktionsfehler.

Am 28. Mai wurde der Rosenmontagszug nachgeholt.

Velbert feierte das wiedereröffnete Bürgerhaus in Langenberg.

Der Bau der Stadtgalerie war eines der großen Themen 2016.

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Die Stadtwerke nahmen ihr großes Solardach in Betrieb.

Velbert. Was sorgte in der Schlossstadt im Jahr 2016 für Diskussionsstoff – die WZ lässt heute wichtige Ereignisse Revue passieren.

9. und 13. Januar: Die Stadt präsentiert mit der Düsseldorfer Concepta einen Projektentwickler, der anstelle des ehemaligen Marktzentrums und auf Teilen des Eurpoaplatzes die Stadtgalerie mit rund 11 000 Quadratmetern Verkaufsfläche plus 2000 Quadratmetern für Gastronomie realisieren will. Der Schwerpunkt beim Angebot soll – Hauptmieter ist Mensing – auf höherwertiger Mode liegen. Die Eröffnung peilt Concepta-Geschäftsführer Andreas Martin für das Frühjahr 2018 an. Negative Auswirkungen für den Handel an der Friedrichstraße sieht er nicht.

12. Januar: Sie sind jung und wollen mitreden. 32 Schulvertreter bilden das Velberter Schülerparlament. Doch das private Internat Villa Wewersbusch aus Langenberg bleibt erst außen vor. Anfang März beseitigt der Rat auf Antrag der FDP den demokratischen Mangel.

16. Januar: Die Grabplatte für den 1946 zum Tode verurteilten NS-Kriegsverbrecher Joachim von Ribbentrop auf dem Friedhof an der Hohlstraße in Langenberg ist für die Linke bei der räumlichen Nähe zum Ehrenmal für die Opfer von Krieg und Gewalt ein Skandal. Die Stadt sieht rechtlich keine Handhabe gegen die Nazi-Inschrift, zudem habe es dort noch keine Beschwerden über Treffen von Rechten gegeben.

19. Januar: Fahrgäste beschweren sich über das zu hohe Glasdach am neuen Zentralen Omnibusbahnhof. „Bei Schnee und Regen wird man nass.“ Doch Nachbesserungen an der vorgefertigten Konstruktion schließen die TBV aus. Einen Architekten-Auftrag habe es aus preislichen Gründen nicht gegeben. Die Höhe von vier Metern erkläre sich daraus, dass die Anzeigetafeln mit unters Dach sollten – die bleiben bei Inbetriebnahme allerdings schwarz.

2. Februar: Die Räte von Velbert und Heiligenhaus entscheiden sich jeweils für den Verkauf des von ihnen im Zweckverband getragenen Klinikums Niederberg an Helios. Der Konzern soll bis 2021 an der Robert-Koch-Straße eine neue Klinik bauen. Bis Mitte 2018 sind betriebsbedingte Kündigungen für die rund 1060 Mitarbeiter ausgeschlossen. Eine Initiative sammelt für ein Bürgerbegehren gegen die Privatisierung 4366 Unterschriften. Doch die Juristen im Rathaus erklären das Ansinnen wegen Fehlern bei der Fragestellung und Begründung am 19. Februar für unzulässig.

8. Februar: Der Rosenmontagszug wird wegen Sturmböen und heftigem Regen kurzfristig abgesagt. In den Vereinsheimen wird dennoch kräftig gefeiert. Und: Karneval klappt in Velbert auch im Frühling. Als Brauchtumszug wird der närrische Lindwurm am 28. Mai nachgeholt und Tausende säumen seinen Weg.

3. März: Der Lenkungskreis für die Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes für die Innenstadt nimmt seine Arbeit auf. Er soll darüber wachen, dass das Zentrum wieder zum Erlebnissort wird, wünscht sich Bürgermeister Dirk Lukrafka (CDU).

4. März: 50 Informatik-Schüler des Berufskollegs Niederberg haben mit Lehrer Horst Schlesinger (68) ein Sprachprogramm entwickelt, das mit Bildern die Verständigung mit Flüchtlingen erleichtert.

16. März: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat Klage gegen die Satzung der Stadt für die verkaufsoffenen Sonntage 2016 eingereicht. Die benannten Anlässe seien untauglich, weil viel zu weit hergeholt, argumentiert Verdi-Bezirksgeschäftsführer Daniel Kolle. Und erhält vor dem Oberverwaltungsgericht Münster Recht. Am 10. Juni kippen die Richter die geplanten Shopping-Sonntage.

17. März: Die Stadtwerke nehmen die mit 5500 Quadratmetern größte Photovoltaikanlage Velberts an der Kettwiger Straße in Betrieb.

1. April: „Auf einen Kaffee beim mongolischen Präsidenten“: Ihr abenteuerlicher 30 000-Kilometer-Urlaubstrip beschert den Velbertern Ingo Schnappert und Agnes Schäfer zwei Fernsehauftritte, einen einmaligen Handschlag sowie den Gegenbesuch einer Mongolin.

3. April: Zehn Jahre haben die Velberter auf diesen Moment gewartet: Die Kultur- und Veranstaltungs-GmbH (KVV) lädt bis zum 1. Mai zu den Festwochen anlässlich der Wiedereröffnung des Historischen Bürgerhauses Langenberg ein. Der Umbau der Spielstätte hat 20 Millionen Euro verschlungen, 11,5 Millionen Euro flossen als Fördergeld des Landes. Den 14 000 Festwochen-Gästen gefällt das Haus, die meisten wollen wiederkommen.

9. Mai: Die Stadt beendet ihre Gratis-Kultur und verlangt Mieten und Betriebskosten für die Nutzung ihrer Immobilien. So will sie noch in diesem Jahr 300 000 Euro einnehmen. Beim Stadt-Sportbund machen viele Vertreter der 60 betroffenen Vereine ihrem Ärger darüber Luft. Gerade für die kleinen Klubs seien die finanziellen Belastungen nicht zu stemmen.

21. Mai: Nach fünf Jahren präsentiert sich Velbert beim Schlüsselfest in besonderem Maße als Stadt der Schlösser und Beschläge. Gleichzeitig beleuchtet das Deutsche Schloss- und Beschlägemuseum mit der Schau „Museum im Wandel“ seine 80-jährige Geschichte.

1. Juni: Marc Ratajczak will aus beruflichen Gründen kürzertreten. Er kündigt an, den CDU-Stadtverbandsvorsitz abzugeben und will nicht noch einmal für den Landtag kandidieren.

18. Juni: Über den Hotspot der Stadtwerke geht das freie WLAN an der Friedrichstraße und dem ZOB an den Start.

28. Juli: Kämmerer Ansgar Bentsch verhängt eine Haushaltssperre fürs laufende Jahr. Statt dem erwarteten Plus von 2,9 Millionen Euro steuert die Stadt auf ein deutlich sechsstelliges Minus zu – auch weil der Erlös für ein Grundstücksgeschäft erst später fließt. Es folgt eine weitere Kürzungsliste.

1. August: Olaf Knauer (43) tritt seinen Dienst als neuer Chef des Stadtmarketings an.

9. August: Die CDU hat René Hofmann (33) einstimmig zu ihrem neuen Stadtverbandsvorsitzenden gewählt.

25. August: Die Wobau feiert Richtfest für ihr derzeit größtes Projekt. 8,5 Millionen Euro werden ins Stadthaus an der Koelver-/Ecke Kurze Straße investiert. 60 Prozent der Wohnungen und Gewerbeflächen sind bereits vermarktet.

27./28. August: Bei der „Party at the Park“ wird im Herminghauspark die 50-jährige Partnerschaft mit Corby gefeiert.

5. September: Das Innenstadtbüro, Friedrichstraße 127, ist die Anlaufstelle für alle, die sich über neue Mitte und Stadtgalerie informieren wollen.

1. Oktober: Velbert hat mit Martin Osterhoff (25) jetzt einen Klimaschutzmanager.

25. Oktober: Die Nacht des Sports im Bürgerhaus wird mangels Interesse kurzfristig abgesagt.

2. November: Der Hospizverein will bis Anfang 2020 an der Cranachstraße ein Hospiz- und Palliativzentrum für rund neun Millionen Euro errichten.

23. November: Der Haupt- und Finanzausschuss gibt den Anpfiff zum Bau eines Stadions auf dem Gelände der verfüllten Deponie am Sportzentrum. Für das Projekt werden 7,6 Millionen Euro veranschlagt.

29. November: Der Stadtrat verabschiedet den Haushalt für 2017 mit einem Volumen von 213 Millionen Euro und einem angepeilten Überschuss von 3,7 Millionen Euro. Die Geldnot macht erfinderisch: Künftig blitz auch die Stadt Temposünder, senkt die Temperatur in ihren Gebäuden und verlangt eine Wettbürosteuer.

1. Dezember: Die neue Polizeiwache auf dem ehemaligen Gelände der Schule am Baum kann gebaut werden. Landrat Thomas Hendele und die Velberter Architekten Jens und Jörn Hecker unterschreiben den Mietvertrag. Bezugstermin ist der 30. Juni 2018.

4. Dezember: Dank der mit Verdi abgestimmten und kurz zuvor beschlossenen Satzung können zum Weihnachtsmarkt die Geschäfte in der City doch noch an einem Sonntag öffnen.

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