Die Stadt lädt alle Bürger zwischen 55 und 70 zum ersten Treffen am 27. Oktober ein und versendet dazu mehr als 4000 Briefe. Später organisieren sich die Gruppen selbst.

Zwischen Arbeit und Ruhestand: Die Mitglieder der Zwar-Gruppe stehen noch mit beiden Beinen mitten im Leben. Symbol
Zwischen Arbeit und Ruhestand: Die Mitglieder der Zwar-Gruppe stehen noch mit beiden Beinen mitten im Leben. Symbol

Zwischen Arbeit und Ruhestand: Die Mitglieder der Zwar-Gruppe stehen noch mit beiden Beinen mitten im Leben. Symbol

Archiv/dpa/Karmann

Zwischen Arbeit und Ruhestand: Die Mitglieder der Zwar-Gruppe stehen noch mit beiden Beinen mitten im Leben. Symbol

Wülfrath. Was in Städten wie Heiligenhaus oder Hilden bereits funktioniert, soll jetzt auch in Wülfrath entstehen: ein Zwar-Netzwerk. Die Gründungsveranstaltung ist angesetzt für Donnerstag, 27. Oktober, 18 Uhr, in den Räumen der Awo an der Schulstraße.

Eingeladen sind alle Wülfrather zwischen 55 und 70 Jahren. Also Menschen „Zwischen Arbeit und Ruhestand“, wofür die Abkürzung Zwar steht. „Die Bürger können sich vor Ort treffen, um Netzwerke zu bilden. Die Gruppen laufen später selbstorganisiert weiter“, erklärt Susann Seidel vom Sozialen Dienst der Stadt. Daraus können etwa Wander-, Computer- oder Theatergruppen entstehen, genaue Vorgaben gibt es nicht. „Das läuft ganz nach dem Interesse der Anwesenden“, sagt Seidel.

Die Zwar-Gruppen sollen vor allem Leute ansprechen, die sich nicht an einen Verein binden wollen. „Es gibt keine Vereinsstruktur, keine Satzung und keinen Mitgliedsbeitrag“, versichert Seidel.

Nach der Gründungsveranstaltung hält Awo-Leiterin Uta Prem die Fäden bei den Gruppen zusammen, aber irgendwann werden die Teilnehmer dann in die Selbstständigkeit entlassen. „Das ist ideal für Menschen, die sich nicht verpflichten, aber trotzdem neue Menschen kennenlernen wollen“, erklärt Seidel.

Die Stadt unterstützt den Zwar e.V. und verschickt noch in dieser Woche mehr als 4000 Einladungen für das Gründungstreffen. Als diese Pläne im jüngsten Sozialausschuss vorgestellt wurden, gab es dafür Kritik von der Wülfrather Gruppe. Fraktionschef Wolfgang Peetz, gleichzeitig Vorsitzender des DRK-Ortsverbandes, konnte nicht nachvollziehen, warum nur ein sozialer Verein in dieser Form unterstützt wird, wo es doch so viele soziale Angebote gibt. Zudem hätte er sich eine Beteiligung des Fachausschusses gewünscht. Die Stadt bestätigte der WZ, dass sich ihre finanzielle Unterstützung von Zwar auf das Briefporto beschränkt.

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