Der Standort an der Mettmanner Straße wird aufgegeben. Das hat der Technische Beigeordnete, Martin Barnat, angekündigt.

Der Container-Standort auf dem Poco-Parkplatz mutiert zur wilden Müllkippe. Nun werden die Behälter entfernt.
Der Container-Standort auf dem Poco-Parkplatz mutiert zur wilden Müllkippe. Nun werden die Behälter entfernt.

Der Container-Standort auf dem Poco-Parkplatz mutiert zur wilden Müllkippe. Nun werden die Behälter entfernt.

Simone Bahrmann

Der Container-Standort auf dem Poco-Parkplatz mutiert zur wilden Müllkippe. Nun werden die Behälter entfernt.

Wülfrath. Die Stadt wird die Altpapiercontainer am Parkplatz von Poco-Domäne an der Mettmanner Straße aufgeben. Das hat der Technische Dezernent, Martin Barnat, im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung angekündigt. Das Thema hätte eigentlich in den Umwelt- und Ordnungsausschuss gehört, sorgte aber auch in diesem Gremium für Erstaunen.

Verwaltung reagiert auf zahlreiche Beschwerden von Bürgern

„Ich habe dies bewusst im falschen Ausschuss mitgeteilt, um zu zeigen, dass wir das Problem bemerkt haben und wir uns entsprechend damit befassen“, sagte der Technische Dezernent im Gespräch mit der WZ. Hintergrund ist, dass besonders an diesem Standort immer wieder illegal Müll abgelegt wird und bei der Stadtverwaltung von Anfang an reichlich Beschwerden von Bürgern eingingen, die um das Stadtbild fürchten.

Die Altpapiercontainer wurden erst im Januar dieses Jahres an diesem Standort aufgestellt. Dies geschah im Rahmen des Müllkonzeptes 2018 plus. Ursprünglich war mit Blick auf die komplette Einführung von Restmülltonnen im kommenden Jahr geplant, Haushalte mit Stellplatzproblemen um eine Tonne zu entlasten. Die blauen Tonnen hätten abgegeben werden können, weil eben die Altpapiercontainer zur Verfügung gestellt wurden.

Die Anlaufstelle an der Mettmanner Straße für Papier, Altkleider und Glas war rasend schnell zu einer wilden Mülldeponie geworden. „Das wird jeden Tag schlimmer. Wenn einmal etwas dort liegt, kommt immer mehr Müll dazu“, sagte damals WZ-Leserin Michaela Frenkler, die ganz in der Nähe wohnt und sich über das rücksichtslose Verhalten der Müllsünder ärgert, bereits elf Tage nach dem Aufstellen der Altpapiercontainer.

Auch der kommunale Ordnungsdienst war schnell mit dem wachsenden Müllberg konfrontiert. Ordnungsamtsleiter Sebastian Schorn sagte seinerzeit: „Die Verfolgung ist problematisch, wenn wir die Leute nicht direkt dabei erwischen.“ Trotzdem steuere der kommunale Ordnungsdienst bei seinen Gängen durchs Stadtgebiet auch verstärkt die bekannten Stellen an, wo illegal Müll abgeladen wird. Ein paar Müllsünder konnten inzwischen ermittelt werden. Ihnen drohen je nach dem, was sie illegal entsorgt haben, empfindliche Geldstrafen.

Die beiden weiteren Standorte für Papiercontainer am roten Platz und am Flügelskämpchen stehen derzeit laut Martin Barnat nicht zur Disposition, könnten aber nicht ausreichen. „Wir können nur abschätzen, wie viele Container benötigt werden“, sagte der Technische Dezernent. Martin Barnat verwies in diesem Zusammenhang an den Recyclinghof an der Liegnitzer Straße, kündigte aber auch an, dass die Stadtverwaltung prüft, einen alternativen Standort anzubieten. Aber: „Wir wollen das Problem lösen, nicht auf andere Standorte verlagern.“

Wülfrath stehe mit der Vermüllung im Umfeld von Altpapiercontainern nicht alleine da. Auch in den Nachbarstädten sorgt die wilde Müllablage immer wieder für Ärger und Entsorgungskosten.

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