Das Wetter verzögert die Arbeiten weiter. Die umliegenden Läden leiden unter Lärm und Dreck.

Das Wetter verzögert die Arbeiten weiter. Die umliegenden Läden leiden unter Lärm und Dreck.
So richtig gehen die Arbeiten in der Nevigeser Innenstadt nicht voran. Der Grund: Die Arbeiter müssten wegen des Dauerregens kleinschrittiger vorgehen als zunächst gedacht und bei stärkeren Schauern immer wieder pausieren, sagt André Hackbeil von den Technischen Betrieben Velbert.

So richtig gehen die Arbeiten in der Nevigeser Innenstadt nicht voran. Der Grund: Die Arbeiter müssten wegen des Dauerregens kleinschrittiger vorgehen als zunächst gedacht und bei stärkeren Schauern immer wieder pausieren, sagt André Hackbeil von den Technischen Betrieben Velbert.

Simone Bahrmann

So richtig gehen die Arbeiten in der Nevigeser Innenstadt nicht voran. Der Grund: Die Arbeiter müssten wegen des Dauerregens kleinschrittiger vorgehen als zunächst gedacht und bei stärkeren Schauern immer wieder pausieren, sagt André Hackbeil von den Technischen Betrieben Velbert.

Neviges. Da brauchen die Kunden festes Schuhwerk für den Frisörbesuch: Der Weg zu „Hairkiller“ in der Nevigeser Fußgängerzone führt derzeit nur noch über eine sumpfige Baustelle. Angestellte Sarah Tempel berichtet: „Einige Kunden dachten deshalb schon, wir hätten geschlossen.“ Wenn der Presslufthammer einsetzt, vibriert es ganz schön im Friseursalon, und als ob das nicht schon genug wäre, trägt auch noch jeder Besucher von draußen zwangsläufig Dreck in den Laden. Tempel fasst zusammen: „Die Baustelle ist total nervig, laut, dreckig und unangenehm.“ Zu allem Überfluss wird jetzt auch noch mindestens zwei Wochen länger an den Versorgungsleitungen rund um die Elberfelder Straße gearbeitet.

Frühestens Mitte März starten die eigentlichen Arbeiten am Platz

André Hackbeil von den Technischen Betrieben Velbert (TBV) berichtet: „Im Moment ist der Arbeitsfortschritt gleich Null.“ Schuld sei das schlechte Wetter. Die Arbeiter müssten wegen des Dauerregens kleinschrittiger vorgehen als zunächst gedacht und zudem bei starken Schauern immer wieder pausieren. Er schätzt, dass die Arbeiten an den Versorgungsleitungen ab jetzt noch rund vier Wochen dauern werden.

Damit ist das Wunschdatum Ende Februar zum Start des Brunnenplatz-Umbaus Im Orth wieder passé. Vor Mitte März wird daraus nichts. Zufrieden ist Hackbeil damit auch nicht. „Wenn ich im Moment online den Wetterbericht verfolge, kriege ich Tränen in den Augen“, sagt er.

Vonseiten der Werbegemeinschaft gibt es da wenig Verständnis. Der zweite Vorsitzende Helmut Wulfhorst sagt: „Man kann so eine Verzögerung nicht immer aufs Wetter schieben. Es gibt weder Frost noch Schnee. Mit Regen muss man doch im Winter eigentlich Leben können.“ Er wundere sich, dass an manchen Tagen gar nichts auf der Baustelle passiere.

Wulfhorst schaut mit besonders scharfem Blick auf den Terminplan, denn im Sommer möchte er statt Baulärm wieder Kinderlachen in der City hören. Am 12. Juni ist zusammen mit einem verkaufsoffenen Sonntag das Kinderfest angesetzt, das eigentlich auch den neuen Brunnenplatz nutzen soll. Dass die Trödelmeile am 8. Mai vor der Baustelle fliehen muss, ist Wulfhorst schon seit langem klar.

Die Sorge: Kunden, die einmal weg sind, bleiben weg

Der Zeitplan der TBV: Nach den Arbeiten an den Versorgungsleitungen soll es an den eigentlichen Umbau und die Platzgestaltung Im Orth gehen. Ende Mai sollte, so hieß es noch im Dezember, dann die komplette Maßnahme durch sein. Ob die Verzögerungen in der ersten Phase jetzt die Planungen weiter nach hinten schieben, ist noch ungewiss.

Die Werbegemeinschaft befürchtet schon jetzt Langzeitschäden für den Einzelhandel, weil Kunden die Dauerbaustelle Fußgängerzone meiden. „Wir müssen aufpassen, weil die Kunden, die einmal weg sind, womöglich auch nicht wiederkommen“, sagt Wulfhorst. Damit gehe es jetzt letztendlich um die Existenz diverser Nevigeser Läden.

Gemüsehändler Mesut Ardic spiele laut Wulfhorst schon mit dem Gedanken, wegen der schlechten Lage gleich in Urlaub zu fahren. Der WZ bestätigte Ardic: „Ja, das Geschäft ist nicht mehr so wie früher. Durch die Baustelle ist nicht mehr viel los.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer