Die Union sieht nach den Einwänden der Bezirksregierung weiteren Beratungsbedarf und will Druck aus dem Verfahren nehmen.

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Die Hardenberg-Hauptschule wird vorerst nicht in eine Gesamtschule umgewandelt.

Die Hardenberg-Hauptschule wird vorerst nicht in eine Gesamtschule umgewandelt.

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Die Hardenberg-Hauptschule wird vorerst nicht in eine Gesamtschule umgewandelt.

Velbert. Die CDU rückt von dem Beschluss ab, schon zum Schuljahr 2011/2012 eine Gesamtschule in der heutigen Hardenberg-Hauptschule einzurichten. „Wir dürfen jetzt nichts übers Knie brechen“, forderte gestern Fraktionsvorsitzender Manfred Bolz. Und auch Stadtverbandsvorsitzender Torsten Cleve vertrat die Ansicht, dass „wir mehr Zeit benötigen, die neue Situation zu beraten. Dazu müssen auch Lehrer und Eltern anderer Schulen gehört werden“.

Binnen zwei Tagen sollen am 17. und 18. Januar in drei Sitzung von Schulausschuss, Haupt- und Finanzausschuss sowie Rat die nötigen Entscheidungen getroffen werden, damit im Februar das Anmeldeverfahren für die zweite Gesamtschule beginnen, die Schule im Sommer an den Start gehen kann: In Neviges soll eine vierzügige Gesamtschule, Sekundarstufe I, gegründet werden. Das ist der Plan.

Eine Gründung kommt nur mit Sekundarstufe II in Frage

Das ist der im Dezember abgesprochene, mehrheitlich beschlossene Ablauf. Was damals noch nicht klar war: Die gefassten Beschlüsse finden bei der Bezirksregierung keine Zustimmung.

Der Stadt wurde kurz vor Weihnachten klar gemacht, dass es nicht nur eine Schule in Ganztagsbetrieb samt Mensa sein muss, sondern eine Gründung nur mit Sekundarstufe II in Frage kommt (die WZ berichtete). Dies, so hat die Verwaltung die Fraktionen informiert, kann die Folge haben, dass die Heinrich-Kölver-Realschule in Tönisheide ihren Betrieb einstellen muss.

„Wir müssen erst miteinander reden“

„Aus unserer Sicht hat sich dadurch die gesamte Situation verändert“, sagt Bolz. „Wir können doch gar keine Beschlüsse fassen. Wir müssen erst miteinander reden.“ Die Bedenken der Kölver-Realschule seien angebracht.

„Die Vertreter müssen angehört werden“, so Bolz. Für ihn stelle sich darüber hinaus die Frage, inwiefern Neviges noch der richtige Standort für eine zweite Gesamtschule ist, wenn in Tönisheide eine Realschule schließt. Eine zweite Gesamtschule sei eine wichtige Entscheidung für den Bildungsstandort Velbert, „die wir gründlicher überdenken müssen“.

Bolz bekräftigte, dass die CDU damit nicht den Grundsatzbeschluss, weitere Gesamtschulplätze in Frage stelle. „Wir sind aber der Meinung, dass eine zweite Schule nicht vor dem Schuljahr 2012/2013 an den Start gehen kann“, so Bolz. Bis dahin habe man auch greifbarere Zahlen.

Schließlich würden im Februar zum ersten Mal die Anmeldungen für alle weiterführenden Schulen parallel laufen. Stellvertretender Bürgermeister Bernd Tondorf: „Die Zahlen sind dann reiner und sauberer, als wenn erst Gesamtschulanmeldungen und dann die anderen vorgenommen werden.“ Auch deshalb sei es richtig, „jetzt den Druck aus dem Entscheidungsverfahren zu nehmen“.

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