Mehrere Velberter beschweren sich über die vermeintliche Fehlkonstruktion. Sie würden bei Regen nass werden.

Mehrere Velberter beschweren sich über die vermeintliche Fehlkonstruktion. Sie würden bei Regen nass werden.
Wenn die Sonne scheint, ist der Aufenthalt am ZOB kein Problem. Aber bei Regen oder Schnee wartet hier niemand gerne. Der Übel ist das Glasdach. Es schützt nicht ausreichend vor Regen. Aber das Problem kann nicht so leicht behoben werden.

Wenn die Sonne scheint, ist der Aufenthalt am ZOB kein Problem. Aber bei Regen oder Schnee wartet hier niemand gerne. Der Übel ist das Glasdach. Es schützt nicht ausreichend vor Regen. Aber das Problem kann nicht so leicht behoben werden.

Simone Bahrmann

Wenn die Sonne scheint, ist der Aufenthalt am ZOB kein Problem. Aber bei Regen oder Schnee wartet hier niemand gerne. Der Übel ist das Glasdach. Es schützt nicht ausreichend vor Regen. Aber das Problem kann nicht so leicht behoben werden.

Velbert. Nach einem holprigen Start mit ausgeschalteten Informationstafeln, Rückstaus auf der Friedrich-Ebert-Straße und vergriffenen Fahrplänen haben sich inzwischen die meisten Velberter mit dem neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) arrangiert.

„Das ist eine absolute Katastrophe. Bei Regen sind die Bänke immer klatschnass.“

Claudia Badziag

Das heißt – wenn die Sonne scheint. Bei Regen oder Schnee wartet hier niemand gerne. Der Übel ist das Glasdach. Die Velberterin Claudia Badziag ist sauer: „Das ist eine absolute Katastrophe. Bei Regen sind die Bänke immer klatschnass.“ Die 51-Jährige ist gehbehindert und ärgert sich regelmäßig bei schlechtem Wetter über das kurze Dach in knapp vier Meter Höhe. „Falscher konstruiert geht es nicht“, sagt Badziag, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist. Sie lacht: „Wer das geplant hat, war sicherlich auch für den Flughafen in Berlin verantwortlich.“

Ein Einzelfall? Die WZ hat am ZOB herumgefragt. Dort nicken zahlreiche Vielfahrer wissend mit dem Kopf. „Da muss man sich schon genau in die Mitte stellen, damit man nicht nass wird“, sagt Samantha Seidenberger. „Kommt nur ein bisschen Wind, kann man auf den Bänken nicht mehr sitzen. Das ist eine Fehlplanung“, kommentiert Markus Dufner die Situation.

Leute stehen mit Regenschirmen unter dem Dach

Halina Gmyrek berichtet: „Die Leute stehen mit Regenschirmen unter dem Dach.“ Arnd Sulimma von den Technischen Betrieben (TBV), die für den Bau des ZOB zuständig waren, hat die Kritik schon von Bürgern gehört. „Ja, das ist uns am Tag der Eröffnung bereits gesagt worden“, sagt er.

Dass jetzt noch einmal nachgebessert wird, hält Sulimma für ausgeschlossen. Er weiß, wie es zu der ungünstigen Situation kommen konnte: „Das Dach ist eine fertige Konstruktion und nicht speziell auf Velbert angepasst.“

Rückstaus soll es bald nicht mehr geben

Einen Architekten-Auftrag habe es aus preislichen Gründen nicht gegeben. Die Höhe erklärt sich unter anderem aus dem Wunsch, die Anzeigen für die Abfahrtszeiten unter das Dach zu bekommen. „Gleichzeitig sollten die Tafeln eine gewisse Höhe haben, damit es keinen Vandalismus gibt“, erklärt Sulimma.

Zumindest in Sachen Verkehrsfluss sollen die Velberter künftig nicht mehr im Regen stehen. Nach der Eröffnung des Busbahnhofs am 12. September zeigte sich, dass der Verkehr auf der Friedrich-Ebert-Straße aus Süden kommend durch die ausfahrenden Busse zeitweise stark aufgestaut wird. Nach und nach sei die Priorisierung der Ampelschaltung zugunsten der Autofahrer erhöht worden, so Arnd Sulimma. In der kommenden Woche werde die Software des Signalsystems noch einmal optimiert. „Nachmittags zwischen 13.30 bis 14.30 Uhr gab es noch immer größere Rückstaus“, berichtet der TBV-Mann. Das soll sich jetzt bessern.

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