Genossen nominieren ihren Fraktionschef Gerno Böll-Schlereth fürs Bürgermeisteramt.

Gerno Böll-Schlereth
Gerno Böll-Schlereth (r., neben Julia Klewin) tritt an.

Gerno Böll-Schlereth (r., neben Julia Klewin) tritt an.

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Gerno Böll-Schlereth (r., neben Julia Klewin) tritt an.

Velbert. Gerno Böll-Schlereth tritt als Bürgermeisterkandidat der Velberter SPD an. Das hat der Ortsverband am Samstag einstimmig beschlossen. Der 33-Jährige ist seit anderthalb Jahren Vorsitzender der Sozialdemokraten.

Es steht fest, dass der parteilose Amtsinhaber Stefan Freitag nicht mehr antritt. Er wird im kommenden Jahr die Geschäftsführung der Beteiligungsverwaltungsgesellschaft der Stadt übernehmen. Daher wählen die Velberter bei der kommenden Kommunalwahl im Mai 2014 auch ein neues Stadtoberhaupt.

„Die Partei steht geschlossen hinter dem des Marktzentrums“

Sollte Böll-Schlereth als Wahlsieger daraus hervorgehen, werde er die zentralen Projekte der Stadt uneingeschränkt vorantreiben: „Die SPD steht geschlossen hinter dem Lückenschluss der A44 und dem Bau des Marktzentrums. Allerdings planen wir nach den laufenden Investitionen erst einmal keine Großprojekte mehr.“ Ein „riesiger Nachholbedarf“ herrsche hingegen im ÖPNV-Bereich: „Die Verkehrsanbindungen in Velbert sind eine Katastrophe. Man kann nicht sagen, dass Velbert, Langenberg und Neviges zusammenwachsen, wenn zwischen den Stadtteilen so unzureichende Busverbindungen herrschen.“

Zudem wolle er als Bürgermeister die Gewerbeflächen und Wohngebiete ausweiten und ein altersgerechtes Wohnen ermöglichen, bei dem die Menschen in ihren eigenen Wohnungen bleiben können.

Bei den kommunalen Gesellschaften wie TBV, Kultur- und Veranstaltungsbetrieb und den Stadtwerken müsse eine „Entflechtung“ stattfinden: „Bei den Strukturen fehlt die Transparenz. Da blickt keiner durch, wie die ausgegliederten Gesellschaften und die Stadt zusammenarbeiten.“

Gerno Böll-Schlereth (33) studierte Sozialarbeit und Sozialpädagogik an der Uni Duisburg-Essen und belegte dort zudem den Masterstudiengang „Beratung und Management“. Er arbeitet beim Paritätischen Wohlfahrtsverband in Wuppertal für Menschen mit Behinderung sowie als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Düsseldorfer Landtag, zusammen mit dem Langenberger SPD-Abgeordneten Volker Münchow.

Böll-Schlereth ist seit März 2012 Vorsitzender der Velberter SPD und seit November Fraktionsvorsitzender im Rat.

Er ist verheiratet, hat drei Kinder (neunjährige Zwillinge und eine zweijährige Tochter) und wohnt in Velbert.

Da die Nominierung für Gerno Böll-Schlereth nicht überraschend kam, habe sich seine eigene Wahrnehmung als offizieller Kandidat nicht geändert. Die Außenwirkung sei ihm jedoch bewusst: „Mein Terminkalender wird voller und die Leute werden mich noch stärker beobachten. Wenn ich drei Sätze sage, erhalten sie mehr Gewicht als bisher.“

Fünf Wahlkreise gibt es in Neviges

Für die Kommunalwahl 2014 besetzte die SPD zudem alle 25 Wahlkreise in Velbert sowie die Reserveliste. Dabei treten zehn Kandidaten zum ersten Mal an. Für die Wahlbezirke in Neviges stellte die Velberter SPD folgende Kandidaten auf: Neviges-Mitte (Wahlbezirk 16): Brigitte Djuric; Tönisheide (17): Rainer Hübinger; Neviges-Pöthen (18): Olga Tassioula; Siepen (19): Ute Meulenkamp; Siepen-Asbruch (20): Julia Klewin. Die ersten fünf Plätze der Reserveliste, die die bevorrechteten Wahlkandidaten für den Rat benennt, belegen Gerno-Böll-Schlereth, Brigitte Djuric, Volker Münchow, Viola Becker und Rainer Hübinger.

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