Die Werbegemeinschaft will analysieren, welche Veranstaltungen sich in Zukunft in Neviges lohnen.

Der Veranstalter will nach Ursachen für die geringe Resonanz suchen.
Der Veranstalter will nach Ursachen für die geringe Resonanz suchen.

Der Veranstalter will nach Ursachen für die geringe Resonanz suchen.

Auf der Mauer vor der „grünen Wand“ verfolgen wenige Fans von „New Horizons“ deren Auftritt beim Brunnenfest.

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Der Veranstalter will nach Ursachen für die geringe Resonanz suchen.

Neviges. 3000 bis 4000 Besucher hatte sich Helmut Wulfhorst, zweiter Vorsitzender der Werbegemeinschaft Neviges, für das Brunnenfest gewünscht. Während sich vor dem Eingang zum Mittelaltermarkt am Hardenberger Schloss lange Schlangen bildeten, herrschte rund um den neuen Brunnen an der Elberfelder Straße eine gähnende Leere. „Ich kann das nicht verstehen, es ist mir unbegreiflich“, gab sich Wulfhorst sichtlich enttäuscht.

Schulorchester der St. Anna-Schule begeisterte das Publikum

Dabei drängten sich am Freitag zum Beginn des Festes viele Menschen auf dem Platz: Auf rund 50 Stühlen hatten die jungen Musiker der St.-Anna-Schule aus Elberfeld Platz genommen. Das Schulorchester begeisterte mit Rock und Pop das Publikum. „Die Schüler kamen natürlich mit ihren Eltern, nach dem Konzert waren die alle weg“, musste Helmut Wulfhorst feststellen, der sich freute, dass eine kleine Besuchergruppe noch bis zum Abend am Bierwagen zusammenstand.

Als Garant für viele Zuschauer und Stimmung gilt das Duo „New Horizons“. Als am Samstagnachmittag James Richardson und Anthony New in die Saiten griffen, ließ sich eine Gruppe Kinder beim Malen mit Kreide vor dem Brunnen nicht stören. Anke Klein war extra wegen dieser beiden Musiker gekommen: „Ich habe die Band schon ganz oft gehört.“ Neben ihr auf der Mauer vor der „grünen Wand“ sitzt Christel Wirth, sie hat die beiden Engländer in bester Erinnerung: „Die haben auf meiner Goldhochzeit gespielt.“ Die Zuhörerinnen bedauerten, dass man nicht direkt vor der Band sitzen konnte.

Wer hungrig wurde, hatte eine appetitlich große Auswahl: Neben Flammkuchen gab es Fisch und Fritten aus Holland, das SOS-Team hatte seine Essbar aufgebaut - mit Teppich. „Das ist viel angenehmer darauf zu stehen als direkt auf dem Pflaster“, verriet Martina Voß. „Das ist auch von der Lebensmittelaufsicht am Freitag so abgenommen worden, die unseren Stand als ‘profihaft´ bezeichnet hatte.“ Zwar hielt sich die Nachfrage in Grenzen, aber die Bürger der „Essbar“ gingen immer, allen voran der „Versaute Bürger“ mit Schmorzwiebeln und Sauce Hollandaise, gefolgt vom scharfen Teufelsburger und dem Hawai-Burger.

Trödelmarathon und Laternenfest stehen im Terminkalender

Die Frage, warum das Brunnenfest nicht angenommen wurde, wird Helmut Wulfhorst die nächsten Tage beschäftigen. „Die Musik war gut, das Wetter auch. Es ist so schwierig geworden, die Nevigeser zu bewegen. Wir hatten uns wirklich mehr Zuschauer erhofft. Wir werden uns jetzt zusammensetzen und fragen, ob so was noch Sinn hat und was für Neviges passend ist.“ Der engagierte Streiter für eine lebendige Nevigeser Innenstadt lässt sich von diesem Rückschlag nicht entmutigen und peilt mit Optimismus die nächsten Veranstaltungen an: den Trödelmarathon am 10. September und das Laternenfest im Oktober: „Der Trödelmarathon ist ein Selbstläufer. Das Feuerwerk für das Laternenfest habe ich schon bestellt.“

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