Anlässlich der bevorstehenden Eröffnung des Radwegs erinnert der Geschichtsverein mit einer Infotafel an die Historie der Saubrücke. Bis 1994 fuhren Güterzüge über das Bauwerk.

TBV-Chef Ralph Güther (l.) als „Bauherr“ des Trassenradwegs hält mit Autor Dieter Klemp (r.), Martin Bürgener, Geschichtsvereins-Vorstand Werner Fischer-Feldsee, Historiker Gerhard Haun und Ingo Dieckmeyer (v. r.) die neue Informationstafel zur Geschichte der Saubrücke.
TBV-Chef Ralph Güther (l.) als „Bauherr“ des Trassenradwegs hält mit Autor Dieter Klemp (r.), Martin Bürgener, Geschichtsvereins-Vorstand Werner Fischer-Feldsee, Historiker Gerhard Haun und Ingo Dieckmeyer (v. r.) die neue Informationstafel zur Geschichte der Saubrücke.

TBV-Chef Ralph Güther (l.) als „Bauherr“ des Trassenradwegs hält mit Autor Dieter Klemp (r.), Martin Bürgener, Geschichtsvereins-Vorstand Werner Fischer-Feldsee, Historiker Gerhard Haun und Ingo Dieckmeyer (v. r.) die neue Informationstafel zur Geschichte der Saubrücke.

Erinnerungen an alte Zeiten: Ein Zug der Niederbergbahn fährt den 1930er-Jahren über die Saubrücke, so benannt nach dem darunter liegenden Hof „In der Sau“.

Stadtarchiv/Simone Bahrmann, Bild 1 von 2

TBV-Chef Ralph Güther (l.) als „Bauherr“ des Trassenradwegs hält mit Autor Dieter Klemp (r.), Martin Bürgener, Geschichtsvereins-Vorstand Werner Fischer-Feldsee, Historiker Gerhard Haun und Ingo Dieckmeyer (v. r.) die neue Informationstafel zur Geschichte der Saubrücke.

Velbert. Ein Schattendasein hat sie nie geführt, die Saubrücke. Schließlich streckt sich das Viadukt bis zu 40 Meter in die Höhe. Und damit ist sie die höchste Natursteinbrücke der ehemaligen preußischen Rheinprovinz.

Mit der Eröffnung des Panoramaradwegs am Wochenende wird das Bauwerk ein markantes Ausflugsziel werden. Da kommt es gerade recht, dass ein Schild die Historie des 168 Meter langen Kolosses mit seiner Spannweite von 20 Metern würdigt. Gestern wurde es feierlich an einen der sieben Brückenpfeiler angeschraubt – eine Spende des Bergischen Geschichtsvereins.

„Radweg ist eine Verbindung in der ganzen Region“

Schon 22 Tafeln erinnern im Stadtgebiet an viele Baudenkmäler. „In diese Tradition gehört auch dieses Schild“, sagt Vorsitzender Werner Fischer-Feldsee. Er strahlt übers ganze Gesicht, „auch weil ich mich so freue, dass die Brücke wieder benutzt wird“.

Fischer-Feldsee outet sich als großer Anhänger des Bahntrassenradelns. „Dem Historischen wird etwas Modernes hinzugefügt. Und wie die Bahn früher etwas verbunden hat, wird auch der Radweg eine Verbindung sein – nicht nur im Lokalen, sondern in der ganzen Region.“

Er begrüßt ausdrücklich, dass das Land NRW ein solches Vorhaben mitfinanziert. „Das Land profitiert von solchen touristischen Angeboten“, ist Fischer-Feldsee überzeugt. Auch halte es Familien in der Region. „Ja, dieser Weg ist eine tolle Sache.“

1994 fuhr der letzte Zug über die Saubrücke

1913 wurde mit dem Bau der Brücke begonnen. 1924 wurde sie für den Güter-, 1925 für den Personenverkehr geöffnet. 1994, am 28. Dezember, fuhr der letzte Güterzug über die Saubrücke.

Deren Name ist ein Verweis auf das unterhalb gelegene Gelände und den alten, 1965 abgerissenen Hof „In der Sau“, wobei Sau für Sumpfgebiet steht. Gerhard Haun hat den Text für die Tafel geschrieben. Das „Studio B“ aus Tönisheide hat sie hergestellt.

Zeuge der kleinen Feier ist auch TBV-Chef Ralph Güter, also der Bauherr der Radtrasse. „Diese Aktion mit der Tafel ist auch Werbung für den Radweg“, befindet er. Vom Erfolg des Radwegs ist er überzeugt. Das zeige schon jetzt die Resonanz: „Das ist ein Treffer ins Schwarze.“

Dieter Klemp, Autor mehrerer Stadtbücher, will in der zweiten Jahreshälfte ein Buch über Velberts Brücken veröffentlichen. „Wir warten extra die Eröffnung des Panoramaradwegs ab. Denn der gehört dann auch zur Brückengeschichte“, kündigt er an. Am 27. September wird Klemp dann einen weiteren Plan in die Realität umsetzen. „Dann steigt morgens um 9 Uhr der erste Velberter Brückenlauf.“

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