Das Gymnasium darf sich freuen, die Freie Aktive Schule und die Parkschule haben gar nichts vom neuen Glasfasernetz.

Robert Freitag bindet das Internet in der Freien Aktiven Schule regelmäßig in den Unterricht ein. Auf Breitband muss er verzichten.
Robert Freitag bindet das Internet in der Freien Aktiven Schule regelmäßig in den Unterricht ein. Auf Breitband muss er verzichten.

Robert Freitag bindet das Internet in der Freien Aktiven Schule regelmäßig in den Unterricht ein. Auf Breitband muss er verzichten.

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Robert Freitag bindet das Internet in der Freien Aktiven Schule regelmäßig in den Unterricht ein. Auf Breitband muss er verzichten.

Wülfrath. Schnelles Internet im Unterricht – das ist an den Schulen aus technischen Gründen derzeit häufig noch eher Wunsch als Wirklichkeit. Die Ausbaupläne von Netcologne in Wülfrath machen da Hoffnung. Aber: Obwohl das Unternehmen fast überall in Wülfraths Zentrum ausbaut, gibt es weiße Flecken auf der Stadtkarte, die nicht vom Glasfaserausbau profitieren. Das hängt damit zusammen, dass Netcologne dem Hauptverteiler-Kasten der Telekom nicht zu nahe kommen darf.

Eigene Glasfaserkabel bis zur Schule? Kämmerer wird „anders“

Dietmar Ruda, Abteilungsleiter Bildung und Sport bei der Stadt, teilte in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses mit, dass zwei Schulen definitiv keinen Nutzen vom Breitbandausbau haben: die Parkschule und die Freie Aktive Schule. An beiden Standorten ist man mit 25 Mbit/s zudem nicht besonders fix unterwegs.

Die Nachricht nahm Robert Freitag, Schulleiter der Freien Aktiven Schule, gestern im Gespräch mit der WZ wenig erfreut zur Kenntnis: „Für eine weiterführende Schule ist diese Geschwindigkeit – vorsichtig ausgedrückt – eher mäßig .“ Das Internet werde gerade in seiner Schule ständig in den Unterricht eingebunden: „Wir machen viel Freiarbeit, so dass Schüler ständig im Internet recherchieren.“

Die CDU, die mit einer entsprechenden Anfrage, speziell auf die Versorgung aller Schulen abzielte, zeigte sich von der Auskunft enttäuscht und wollte wissen, ob die Möglichkeit bestehe, eigene Glasfaseranschlüsse bis ins Schulgebäude zu verlegen. Kämmerer Rainer Ritsche meldete sich da umgehend zu Wort: „Da wird mir aus finanzieller Sicht ganz anders.“ Zudem stellte er die Frage, welche Anforderung es denn etwa im Grundschulbereich an die „Breitbandigkeit“ des Internets gebe. Jan-Martin Ederer (CDU) verwies auf die nähere Zukunft, wenn der Einsatz von digitalen „Smartboards“ an Schulen flächendeckend die Tafeln ersetzt und den Datenverkehr beansprucht.

Dietmar Ruda schloss gestern gegenüber der WZ nicht generell aus, dass die Parkschule irgendwann doch noch einen Breitbandanschluss bekommt. „Wir müssen mit der Telekom ins Gespräch kommen“, sagte er. Die Freie Aktive Schule müsse sich als private Einrichtung selber kümmern.

Freuen über den Breitbandausbau dürfen sich das Gymnasium, die Lindenschule und die Grundschule Ellenbeek, die 2017 mit Geschwindigkeiten bis 100 Mbit/s rechnen können. Die Sekundarschule ist über den Kabelnetzanbieter Unitymedia bereits bestens versorgt und erreicht eine theoretische Geschwindigkeit von bis zu 200 Mbit/s. Doch haben überhaupt schon alle Schulen WLAN? Der Ausbau bei Gymnasium, Sekundarschule und Lindenschule ist abgeschlossen. Die Realschule soll 2017 folgen, ebenso wie der Erweiterungsbau der Parkschule. Dort gibt es bislang nur im Altbau kabelfreies Internet. Die Grundschule Ellenbeek ist in allen Klassenräumen mit dem WWW verbunden, allerdings ohne WLAN.

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