Der Schulausschuss stimmt der von der Hauptschule gewünschten Umwandlung zu.

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Schon zum nächsten Schuljahr soll in der Hardenbergschule die zweite städtische Gesamtschule den Betrieb aufnehmen, entschied der Schulausschuss. Die Hauptschule läuft aus. Voraussetzung ist eine Zustimmung der Bezirksregierung, und es müssen bei der Anmeldung 112 Schüler zusammenkommen.

Schon zum nächsten Schuljahr soll in der Hardenbergschule die zweite städtische Gesamtschule den Betrieb aufnehmen, entschied der Schulausschuss. Die Hauptschule läuft aus. Voraussetzung ist eine Zustimmung der Bezirksregierung, und es müssen bei der Anmeldung 112 Schüler zusammenkommen.

Simone Bahrmann

Schon zum nächsten Schuljahr soll in der Hardenbergschule die zweite städtische Gesamtschule den Betrieb aufnehmen, entschied der Schulausschuss. Die Hauptschule läuft aus. Voraussetzung ist eine Zustimmung der Bezirksregierung, und es müssen bei der Anmeldung 112 Schüler zusammenkommen.

Velbert. Aus der Hardenbergschule soll bereits zum Schuljahr 2011/2012 eine vierzügige Gesamtschule werden. "Mit Bauchschmerzen" stimmte letztlich auch die CDU im Schulausschuss zu, schon im kommenden Jahr in Neviges mit einer zweiten städtischen Gesamtschule zu starten.

Die Schulkonferenz der jetzigen Hauptschule hatte bereits entschieden, diesen Weg mitgehen zu wollen. Die Hauptschule läuft dann sukzessive aus. Das Kollegium der Gesamtschule, die nur die Sekundarstufe I umfassen wird, wird neu zusammengestellt. Für die Oberstufe sollen Kooperationen mit anderen Schulen geschlossen werden.

Gesamtschule Poststraße soll künftig nur noch fünf Klassen bilden

Gegen die Stimmen der CDU legte der Ausschuss außerdem fest, dass die Gesamtschule Poststraße trotzdem fünfzügig bleiben soll - bisher ist sie sechszügig.

Die Verwaltung soll jetzt unverzüglich die notwendigen organisatorischen Schritte vorbereiten. Endgültig entscheidet der Rat voraussichtlich in einer Sondersitzung im Januar über die Neugründung der zweiten Gesamtschule.

Konsens bestand im Ausschuss von Anfang an darin, dass die Hauptschule umgewandelt werden soll. Zeitpunkt und Auswirkungen auf die Schullandschaft wurden jedoch lebhaft diskutiert. Ulrich Stahl, Fachabteilungsleiter Bildung und Sport, wies auf das knappe Zeitfenster bei der Umgestaltung hin.

Nach dem Ratsbeschluss wird die Verwaltung beauftragt, unverzüglich einen entsprechenden Antrag bei der Bezirksregierung zu stellen. Zusätzlich soll im kommenden Jahr ein Raumkonzept für die Schule erstellt werden. Für die fehlende Sekundarstufe II sollen Kooperationen mit anderen Schulen geschlossen werden, die Oberstufen anbieten.

Am 14. Februar 2011 könnte das Anmeldeverfahren durchgeführt werden.

"Selbst wenn wir mit der Bezirksregierung schnell einig sind, ist der Rahmen bis zur Gesamtschulanmeldung am 14. Februar sehr eng." Bei der Anmeldung müssen 112 Schüler zusammenkommen, sonst gibt es keine Zustimmung der Bezirksregierung.

Verwaltung und CDU mit Bedenken: "Das ist alles zu knapp"

"Das ist alles zu knapp", bekam Stahl Unterstützung von Wolfgang Martin (CDU). Anders sahen dies SPD und Linke, die den Schulstart 2011 beantragt hatten.

"Wir können nicht mehr warten. Seit Jahren gibt es den Mehrbedarf an Gesamtschulplätzen. Zuletzt mussten über 200 Schüler von der Gesamtschule Velbert-Mitte abgewiesen werden", sagten Ingrid Schween (Linke) und Stephan Schnitzler (SPD) unisono. Ein gleichzeitiger Rückgang bei den Hauptschulanmeldungen mache ein schnelles Handeln sinnvoll.

Stimmen Rat und Bezirksregierung zu, werden keine neuen Hauptschulklassen mehr gebildet. Die jetzigen Klassen fünf und höher laufen bis zum Abschluss weiter. Das Personal der Gesamtschule wird neu zusammengestellt. Dafür ist die Bezirksregierung zuständig, die auch eine neue Schulleitung einsetzt.

Auf 1,8 Millionen Euro bezifferte die Schulbehörde außerdem mögliche Kosten für neue Räume, da die Hauptschule momentan nur dreizügig ist, sowie den Bau einer größeren Mensa.

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