Künstlerin Barbara Bosch stellt im Awo-Stadtteiltreff aus.

Barbara Bosch zeigt in einer Bilder-Serie unter anderem die Wandlung einer griechischen Statue.
Barbara Bosch zeigt in einer Bilder-Serie unter anderem die Wandlung einer griechischen Statue.

Barbara Bosch zeigt in einer Bilder-Serie unter anderem die Wandlung einer griechischen Statue.

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Barbara Bosch zeigt in einer Bilder-Serie unter anderem die Wandlung einer griechischen Statue.

Wandlungen bestimmen das Leben, ob beim Menschen oder in der Natur: Mit „Wandlungen“ hat Barbara Bosch ihre jetzt im Stadtteiltreff der Awo eröffnete Ausstellung überschrieben. In 29 Werken, gemalt in Öl und Acryl, zeichnet die Nevigeser Künstlerin verschiedene Aspekte von Veränderung und Vergänglichkeit auf.

Warum dieser Titel? „Vielleicht will Barbara Bosch uns beim Betrachten der Bilder dazu auffordern, die oft nicht wahrgenommenen Momente festzuhalten und in ihnen zu verweilen“, meinte Rosi Freitag, die die Laudatio zur Vernissage hielt. Die Nevigeserin zählt zu der rund zehnköpfigen Gruppe, die sich wöchentlich unter Boschs Anleitung im Pfarrheim „Glocke“ zum Malen trifft.

Das Spektrum des Wandels hat Bosch weit gespannt: Die „Herbstliche Pfütze“ spiegelt noch in vollem Saft stehende Bäume wider, während auf dem Wasser bereits Blätter des kräftig gefärbten Herbstlaubes schwimmen. Doch vor allem sind Menschen das Motiv von Barbara Bosch: „Abschied vom Traum der Jugend“ zeigt eine Frau, die sich nachdenklich selbst betrachtet. Die Vergänglichkeit demonstriert ein zerbrochener Spiegel, den die Frau in den Händen hält - nicht gemalt, sondern Scherben aus Spiegelglas, die die Künstlerin auf die Leinwand geklebt hat.

Umstürzende Statue zeigt den Verfall im Laufe der Jahre

Eine Reihe von vier Bildern zeigt eine zunächst makellose griechische Statue, die im Laufe der Zeit altert und schließlich vom Sockel stürzt. Die dargestellte Hygieia ist der griechischen Mythologie nach eine der Töchter des Äskulap und die Göttin der Gesundheit, deren Verfall der Sturz symbolisiert: „Dass dieses Bild mit der derzeitigen Lage Griechenlands zusammenfällt, ist allerdings Zufall“, sagt Bosch.

Sprachlosigkeit im Kommunikationszeitalter stellt das Bild von fünf Personen dar, die an einem Tisch sitzen, ohne sich anzuschauen: „Niemand hört mir zu“ heißt das Gemälde. „Mal-Zeiten-Wandel“ ist dagegen eine Reihe von fünf Bildern, die denselben Frauenakt zum Motiv haben, von der streng realen Darstellung bis zur vollständigen Abstrahierung im Stil des Kubismus. „Die Reihe verdeutlicht, wie sich Kunst verändert hat“, erläutert Bosch.

Die Ausstellung kann bis Mitte September im Nevigeser Stadtteiltreff, Elberfelder Straße 21, dienstags bis freitags von 9.30 bis 14.30 Uhr oder nach vorherige Absprache unter Telefon 02053/7312 besichtigt werden. lue

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