Bei der „Offenen Gartenpforte“ gab es auch Einblicke in den Garten der Bergischen Diakonie.

Thomas Erlinghagen bei der Arbeit im Bibelgarten rund um das alte Brunnenhaus.
Thomas Erlinghagen bei der Arbeit im Bibelgarten rund um das alte Brunnenhaus.

Thomas Erlinghagen bei der Arbeit im Bibelgarten rund um das alte Brunnenhaus.

Dietrich Janicki

Thomas Erlinghagen bei der Arbeit im Bibelgarten rund um das alte Brunnenhaus.

Wülfrath. Der Ergotherapeutische Dienst der Bergischen Diakonie Aprath hat sich nach einer Pause im vergangenen Jahr wieder an der Aktion „Offene Gartenpforte“ beteiligt, die im Rheinland bereits seit dem Jahr 2002 durchgeführt wird. Garten- und Landschaftsbautechniker Thomas Erlinghagen nutzt das Gelände am Diakonissenweg 15 für arbeitstherapeutische Maßnahmen mit psychisch kranken Menschen.

„Der Garten befindet sich in stetigem Wandel“, erklärt Erlinghagen. „Alles was wir hier machen, entsteht in Eigenregie mit möglichst geringem finanziellem Aufwand“. Und was dort unter Anleitung des Fachmanns entstanden ist, gleicht im sprichwörtlichen Sinne einem kleinen Paradies, denn in diesem Jahr hat man das Gelände rund um das denkmalgeschützte Brunnenhaus, das zum Haus Langensiepen gehörte, zu einem Bibelgarten umgestaltet. „Wir haben uns auf Pflanzen und Sträucher konzentriert, die in der Bibel vorkommen“, erklärte Thomas Erlinghagen beim Rundgang durch die Pflanzenwelt: Hier der Feigenbaum, der als erste Pflanze in der Bibel erwähnt wird, dort das Schilf, in dem Moses am Nilufer aufgefunden wurde, über die Phönizische Rose aus dem Buch Sirach bis hin zum Olivenbaum, der gleich mehrfache Erwähnung findet. Informationsschilder mit Bildern aus der Aprather Bibel und den entsprechenden Zitatstellen sowie selbstgemachte Brotfladen aus dem Lehmofen, der inmitten des 1500 Quadratmeter großen Gartens steht, rundeten das Gesamtbild hervorragend ab.

„Wir arbeiten selbstverständlich das ganze Jahr in und mit dem Garten. Im Sommer sind wir natürlich viel an der frischen Luft, gestalten das Gelände, selbst die Hütten sind alle selbst gebaut worden“, erklärt der Garten- und Landschaftsbautechniker. „In den verbleibenden Monaten ernten und verarbeiten wir die Früchte des Gartens und stellen so beispielsweise Salben, Tee, Marmeladen und Säfte her.“

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