Von Anfang an beim Klinikum dabei, hatte der Personalchef nun seinen letzten Arbeitstag.

Bernhard Tietz gehört zum Klinikum wie der Grundstein. Nun geht der Personalchef in den Ruhestand.
Bernhard Tietz gehört zum Klinikum wie der Grundstein. Nun geht der Personalchef in den Ruhestand.

Bernhard Tietz gehört zum Klinikum wie der Grundstein. Nun geht der Personalchef in den Ruhestand.

Helios

Bernhard Tietz gehört zum Klinikum wie der Grundstein. Nun geht der Personalchef in den Ruhestand.

Velbert. Bernhard Tietz und das Klinikum Niederberg, für viele Jahre gehörte das einfach zusammen. Jetzt ist der Chef der Personalabteilung mit 63 Jahren in den Ruhestand gegangen. Nicht nur beruflich war er dem Klinikum verbunden. Auch was sein privates Leben betrifft, gibt es da wichtige Verbindungen.

Alles beginnt 1978, für Tietz ein besonderes Jahr. „Damals wurde das heutige Krankenhaus im Juli in kommunaler Trägerschaft für die Städte Velbert und Heiligenhaus in Betrieb genommen. Und ich habe in dem Jahr meine Frau geheiratet“, sagt er. Bernhard Tietz hatte seine Ausbildung bei der Stadt Velbert bekommen. Und im Krankenhaus seinen Zivildienst abgeleistet. „Danach hat mir die Stadt angeboten, für das neue Klinikum die Einrichtung zu beschaffen.“

Tietz trat mit viel Witz, Charme und Humor auf

Zusammen mit drei anderen Mitarbeitern zog er 1978 in das noch nicht fertige Krankenhaus und suchte in seinem Musterbüro vom Schreibtisch über Vorhänge bis zum OP-Besteck alle Einrichtungsgegenstände aus. Danach fragte ihn der damalige Verwaltungsdirektor, ob er nicht die Leitung der Personalabteilung übernehmen wolle. Tietz nahm an. „Viel Ahnung hatten wir damals nicht, aber wir konnten uns schnell mit den anderen neuen Kollegen in die Prozesse einarbeiten.“

Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse: „Bernhard Tietz hat das Klinikum bereichert. Er weiß alles über das Klinikum. Ich bin sicher, dass viele Mitarbeiter ihn vermissen werden.“ Mit Witz, Charme, viel Wissen und Humor ist Tietz den Mitarbeitern gegenüber aufgetreten. Am letzten Arbeitstag fragte er: „Wissen Sie eigentlich, wie viele Beamtenwitze es gibt? Keinen. Weil alle wahr sind.“

Jetzt will er sich mehr seinen Enkeln widmen

Tietz hat die Zeit erlebt, in der anstelle der alten Schreibmaschinen der erste Bildschirm installiert wurde. „Ein Textverarbeitungsprogramm für eine komplette Abteilung. Abwechselnd mussten wir daran arbeiten.“ Humor mag da geholfen haben. Auch später. „Im Gegensatz zu damals gibt es einen viel größeren Datenfluss.“ Die Arbeit sei schneller und stressiger geworden.

Prägend sei die Insolvenz 2006 gewesen. „Der Zusammenhalt war beeindruckend. Ärzte und Pflegekräfte standen Schulter an Schulter. Das war sehr bewegend.“

Und privat? Auch Tietz’ Frau hat im Klinikum gearbeitet. Die beiden Kinder und die Enkelkinder sind dort zur Welt gekommen. Und der Ruhestand? „Da kann ich endlich das Haus entrümpeln. Mehr für meine Enkel da sein.“ Und wenn er mehr Aufgaben brauche, könne er ja Vorlese-Opa in der Schule werden.

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