Der Bezirksausschuss will künftig in die Schulplanung für Neviges einbezogen werden.

Neviges. Die Heinrich-Kölver-Schule (HKS) stand zwar nicht explizit auf der Tagesordnung, wurde aber jetzt auf Antrag von Velbert anders Thema im Bezirksausschuss Neviges. Bei den turbulenten Diskussionen um die Schließung der Tönisheider Realschule zugunsten einer Gesamtschul-Dependance sah sich das Gremium vollständig übergangen. Zwar kann der BZA in Sachen Schule nur Empfehlungen aussprechen, das Gremium werde aber künftig bei den Entscheidungen zur HKS eingebunden, sagte Ausschussvorsitzender Hinnerk Tegtmeier. Das habe die Verwaltung zugesichert.

Verunsicherung der Eltern wird beklagt

Inhaltlich lieferte der Ausschuss ein mehr oder weniger deutliches Bekenntnis zum Erhalt der HKS. Die Schule sei die anerkannteste Realschule im ganzen Kreis und solle auf keinen Fall gefährdet werden, sagte August-Friedrich Tonscheid. „Zurzeit ist sie nicht gefährdet, und das sollte man deutlich machen“, mahnte der Vorsitzende von Velbert anders, auch an die durch die Schließungsdebatte verunsicherten Eltern zu denken, die ihre Kinder zur Realschule schicken wollten. „Die Gesamtschule gehört nicht nach Neviges“, schloss Tonscheid, dies sei aber seine persönliche Meinung.

Es sei „Schwachsinn“, die Diskussion um die Gesamtschule auf die Schließung der HKS zu reduzieren, meinte Grünen-Vertreter Michael Pannen, der auch die Hardenbergschule in einer Situation der Verunsicherung sieht. Es gebe genügend Alternativen, über die überhaupt noch nicht gesprochen worden sei.

Er glaube nicht, dass die HKS gefährdet sei. „Kein Mensch hat gesagt, dass die HKS geschlossen wird“, erklärte Gerhard Möller (Die Linke). Eindeutig für den Erhalt der HKS sprach sich Stefan Ludwig für die CDU aus. Die kommende Debatte werde sich aber über die gesamte Schullandschaft erstrecken: „Da kommen noch viele Punkte auf uns zu!“

Dass die Schulentwicklung auch andere Schulen tangieren wird, ist für die SPD sicher. „Wir sind für die zweite Gesamtschule, aber auch für den Erhalt der HKS“, sagte deren Vertreter Reimund von der Höh: „Wir sehen da aber keinen zwingenden Zusammenhang und werden sehen, wie das gelöst wird.“ Von „nicht in Frage gestellt“ bis „uneingeschränkter Erhalt“ lauteten die Voten der übrigen Fraktionen zur HKS.

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