Das Traditionsgeschäft rangiert nun unter den besten Whisky-Shops Deutschlands.

Das Traditionsgeschäft rangiert nun unter den besten Whisky-Shops Deutschlands.
Dirk Schlüter zeigt die Seite des Whisky-Guides, auf der er zu finden ist.

Dirk Schlüter zeigt die Seite des Whisky-Guides, auf der er zu finden ist.

Andreas Reiter

Dirk Schlüter zeigt die Seite des Whisky-Guides, auf der er zu finden ist.

Wülfrath. Im kürzlich veröffentlichten Whisky-Guide Deutschland ist Schlüters Genießertreff „befördert“ worden. Das Wülfrather Traditionsgeschäft rangiert nun unter den „Besten Whisky-Shops Deutschlands“, bisher stand es „nur“ in der Adressenliste. „Wir sind zwar nicht unter die ersten drei gekommen, aber daran arbeiten wir noch“, sagte Dirk Schlüter mit einem Augenzwinkern. Der Chef des Genießertreffs weiß natürlich, dass in Zentren wie Berlin, München und Hamburg die Voraussetzungen für ein großes Whiskey-Geschäft besser sind. Umso mehr freut er sich, es in die Riege der Größeren geschafft zu haben.

„Für Whisky-Freunde ist er mehr als ein Getränk, ein Stück Kultur.“

Dirk Schlüter, Inhaber des Genießertreffs Schlüter

Mit dem schottischen Nationalgetränk beschäftigt sich der 46-Jährige bereits seit 2005. Damals gab es Whisky erstmals im Angebot des Genießertreffs. Bis zur Entscheidung, das hochprozentige Getränk im jetzigen Rahmen mit mehr als 500 Sorten anzubieten, sollten zehn Jahre vergehen. „Das waren damals die Handelsüblichen“, sagte Dirk Schlüter, der das Geschäft im Jahr 2008 von seinem Vater Peter Schlüter übernommen hatte.

Im Jahr 2015 richtete der 46-Jährige schließlich den Raum unter dem Genießertreff zum El Dorado für Whisky-Freunde her. Dort sind edle Tropfen von Single-Malt-Whiskys zu sehen, die zum Teil schwer zu bekommen sind. „Wir arbeiten zum Beispiel mit der schottischen Brennerei Bruichladdich und dem Unternehmen Signatory zusammen“, sagte Dirk Schlüter. Ersteres bedeute, dass man deutschlandweit zu einem kleinen Kreis von Händlern gehört, der die Produkte anbietet. In einem Fall gibt es nur sieben weitere Geschäfte, die die Produkte einer bestimmten schottischen Brennerei anbieten dürfen. „Für Whisky-Freunde ist er mehr als ein Getränk, ein Stück Kultur“, weiß Dirk Schlüter. Die Preise beginnen bei 30 Euro pro Flasche und erreichen durchaus auch vierstellige Summen.

Heute gilt der Wülfrather als Whisky-Experte und bietet unter anderem Kurse in der Volkshochschule Velbert-Heiligenhaus an oder dreimal pro Jahr Barbecues in der Gaststätte „Kleine Schweiz“ und vor allem Tastings in seinem Geschäft. Diese finden regelmäßig einmal im Monat statt. „Wir haben aber auch schon öfters Tastings bei Privatleuten gehabt“, sagt Dirk Schlüter. Die Tastings kosten je nach Auswahl des Whiskys zwischen 30 und 70 Euro, beinhalten ein Glas zur Begrüßung und sechs weitere zum Testen, einen Imbiss als Grundlage zuvor – und wertvolle Tipps. Whiskey hat bis zu 67 Prozent Alkoholgehalt. „Da vermeidet man es besser, den Schluck auf die empfindliche Zungenspitze zu bekommen“, so der Fachmann. Auch die Nase sollte bei derart Hochprozentigem nicht zu nah ans Glas gesteckt werden. „Das brennt sehr“, warnt der 46-Jährige.

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