Ein junges Gastronomen-Ehepaar übernimmt die traditionsreiche Gaststätte. „Neue deutsche Küche“ steht künftig auf dem Programm.

Küchenchef Akbar Shirkhodaei und seine Frau Sarah-Lena Knopf haben das frühere Restaurant Ratskeller übernommen und wollen es im August als „Mangold“ wiedereröffnen.
Küchenchef Akbar Shirkhodaei und seine Frau Sarah-Lena Knopf haben das frühere Restaurant Ratskeller übernommen und wollen es im August als „Mangold“ wiedereröffnen.

Küchenchef Akbar Shirkhodaei und seine Frau Sarah-Lena Knopf haben das frühere Restaurant Ratskeller übernommen und wollen es im August als „Mangold“ wiedereröffnen.

Ulrich Bangert

Küchenchef Akbar Shirkhodaei und seine Frau Sarah-Lena Knopf haben das frühere Restaurant Ratskeller übernommen und wollen es im August als „Mangold“ wiedereröffnen.

Wülfrath. An der Fassade steht noch der alte Name „Ratskeller“, doch in dem Restaurant prangt schon der neue: „Mangold“. In dem Wülfrather Traditionsrestaurant an der Wilhelmstraße/Ecke Düsseler Straße laufen derzeit die letzten Vorbereitungen für die Wiedereröffnung. Die Küche ist bereits eingebaut, die Tische, Stühle und Bänke stehen bereit, Anfang August sollen neue Fenster für den vorderen Bereich des Lokals geliefert und eingebaut werden. „Am zweiten Wochenende im August wollen wir dann eröffnen“, sagt der Küchenchef und neue Betreiber des Lokals, Akbar Shirkhodaei. Gemeinsam mit seiner Frau Sarah-Lena Knopf will er dort künftig „Neue deutsche Küche“ bieten – bereichert um einige Gerichte, die er aus seiner persischen Heimat mitgebracht hat.

Shirkhodaei hatte mit seiner Frau zuvor das „Mangold“ in Heiligenhaus geführt, von dort musste er allerdings weichen, weil die Immobilie an einen neuen Besitzer ging, der dort lieber ein Autohaus haben wollte. „Über einen Gast von uns sind wir dann auf das Objekt hier aufmerksam geworden“, sagt Shirkhodaei. Die Lage des Restaurants in der Wülfrather Innenstadt sagte dem Paar zu, die Tradition des Hauses war vielversprechend. „Wir hatten gehört, dass der Ratskeller das beste Restaurant in Wülfrath war“, sagt Küchenchef Shirkhodaei.

An diese Tradition möchte der 38-Jährige, der rund 20 Jahre Gastronomie-Erfahrung mitbringt, gerne anknüpfen. Vor dem Umzug von Heiligenhaus nach Wülfrath ist dem Paar nicht bange. „Wir haben viele Stammgäste, die uns folgen werden“, zeigt sich Shirkhodaei zuversichtlich. Man habe sich in den drei Jahren als Gastronomen in Heiligenhaus „einen Namen aufgebaut“. Deshalb gehe man davon aus, dass die Stammgäste auch in das neue Lokal kommen.

„Wir hatten gehört, dass der Ratskeller das beste Restaurant in Wülfrath war.“

Akbar Shirkhodaei, Küchenchef, über das gute Renommee des Hauses

Jutta Korten, Eigentümerin der Immobilie, hofft zudem darauf, dass auch viele frühere Gäste des „Ratskellers“ das neue Restaurant frequentieren. Sie freut sich, dass sie einen neuen Betreiber für das Lokal gefunden hat. Die Suche nach einem neuen Nutzer hatte etwas gedauert: Seit dem 1. Mai 2013 hatte der „Ratskeller“ leergestanden, nachdem der damalige Pächter den Betrieb eingestellt hatte. Zwischendurch war das Restaurant lediglich hin und wieder als „Event-Location“ geöffnet worden, sagt Korten.

Mit dem neuen Betreiber erwartet sie auch ein etwas frischeres Ambiente in dem Restaurant, hatte sich der „Ratskeller“ vor seiner Schließung doch „etwas überaltert“ gezeigt, wie sie einräumt. Das Paar setzt auf eine moderate Modernisierung. „Wir möchten das Restaurant ein bisschen heller und freundlicher präsentieren“, stellt Shirkhodaei fest. Auf der Speisekarte finden sich unter anderem Klassiker wie die „Berliner Kalbsleber“ oder Rouladen sowie vegetarische und vegane Gerichte. Da außerdem der Restaurantname verpflichtet, gibt es auch ein Brot mit Mangoldgemüse. Und wer es gern exotisch mag, der kann einen persischen Vorspeisenteller probieren.

Das Restaurant setze vor allem auf klassische deutsche Gerichte, die mit saisonalem Gemüse aus Deutschland frisch zubereitet werden, sagt der Küchenchef. Er sei seit 20 Jahren Koch und erprobe gerne einmal neue Gerichte, sagt Shirkhodaei, der eine Ausbildung als Koch absolviert hat und schon in dem Restaurant „Schloss Hugenpoet“ in Essen-Kettwig gearbeitet hat.

Die Planung für die Eröffnung am zweiten August-Wochenende läuft

Wie die Eröffnung am zweiten August-Wochenende über die Bühne gehen soll, weiß das Paar derzeit noch nicht ganz genau: „Wir hatten noch gar keine Zeit, das alles zu besprechen“, sagt Gattin Sarah-Lena Knopf. Bis zu 110 Gäste finden im neuen „Mangold“ künftig Platz. Mit jeweils drei Leuten in der Küche und in dem Gastraum werden die Besucher betreut. Zudem setze man immer wieder auf Neuerungen im kulinarischen Angebot. „Wir wechseln etwa alle drei Monate unsere Speisekarte“, erklärt Küchenchef Shirkhodaei. Die deutsche Küche mit einem „Extra an Kreativität“ aufpeppen – das ist das selbsterklärte Motto des Paares.

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