Der Start der Gesamtschule ist laut SPD und Grünen auch ohne Raumplanung für die Sekundarstufe II möglich. Die Gesamtschulinitiative lädt für Dienstag, 19 Uhr, zu einer Informationsveranstaltung.

Velbert. „Es dient der Sache nicht, wenn die Verwaltung Unwahrheiten verbreitet“, ärgert sich SPD-Fraktionsgeschäftsführer Volker Münchow. Um im Sommer 2011 eine Gesamtschule in der Hardenbergschule zu eröffnen, müsse jetzt kein Auflösungsbeschluss der Heinrich-Kölver-Realschule herbeigeführt werden.

Auch Esther Kanschat, Fraktionsvorsitzende der Grünen, wundert sich: „Es ist mir unerklärlich, warum die Verwaltung einen Beschluss zum Auslaufen der Realschule auf die Tagesordnungen von Schulausschuss und Rat setzt.“

Wie die SPD, so hat auch Kanschat anderslautende Informationen aus der Bezirksregierung: „Es ist nicht nötig, eine konkrete Planung für den benötigten Schulraum der Sekundarstufe II für die neue Gesamtschule vorzulegen“, sagt sie. Münchow will für die SPD beantragen, dass der Auflösungbeschluss für die Realschule von der Tagesordnung genommen wird.

Vergangene Woche hatte die CDU gefordert, jetzt noch keine konkreten Beschlüsse für eine zweite Gesamtschule zu fassen, weil noch zu viele Fragen offen seien – wie eben die ungeklärte Zukunft der Tönisheider Realschule. Eine Vertagung ist aus Sicht der SPD aber nicht nötig, „wenn wir nur die Beschlüsse bestätigen, die wir im vergangenen Dezember schon gefasst haben“.

Bürgermeister wirbt dafür, die Schul-Entscheidung zurückzustellen

In einem offenen Brief wirbt Bürgermeister Stefan Freitag dafür, die Entscheidung für die zweite Gesamtschule zurückzustellen, „um für das Schuljahr 2012/13 zu einem konsensfähigen Vorschlag zu kommen“.

Er bekräftigt, dass aus Sicht der Verwaltung die Errichtung einer Gesamtschule in der Hardenbergschule „automatisch das Ende der Kölver-Realschule zur Folge hätte“. Finanziell könne Velbert nur eine Dependance-Lösung für eine Sekundarstufe II stemmen, keinen Erweiterungsbau. Und eine Dependance müsse in räumlicher Nähe sein. „Die Realschule ist daher der einzig realisierbare Standort.“

Die Gesamtschulinitiative lädt für Dienstag, 19 Uhr, zu einer Informationsveranstaltung in die Gaststätte „Navigisa“, Denkmalstraße 18, ein.

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