Bürger beurteilen die Situation an der Ausfahrt des Aldi-Parkplatzes weiterhin kritisch.

verkehr
Schilder weisen an der Parkplatzausfahrt zur Nevigeser Straße auf den Radweg hin, doch sehen können Autofahrer die herannahenden Radler wegen der Sträucher erst, wenn sie fast vor der Motorhaube sind.

Schilder weisen an der Parkplatzausfahrt zur Nevigeser Straße auf den Radweg hin, doch sehen können Autofahrer die herannahenden Radler wegen der Sträucher erst, wenn sie fast vor der Motorhaube sind.

Simone Bahrmann

Schilder weisen an der Parkplatzausfahrt zur Nevigeser Straße auf den Radweg hin, doch sehen können Autofahrer die herannahenden Radler wegen der Sträucher erst, wenn sie fast vor der Motorhaube sind.

Tönisheide. Die Parkplatzausfahrt des Aldi-Marktes in Tönisheide birgt weiterhin Gefahr. „Es würde mich nicht wundern, wenn da mal was passiert“, sagt Irmgard Heimann. Gerade hatte sie auf dem Parkplatz vor dem Discounter ihr Auto abgestellt. Wer den Parkplatz auf der nördlichen Ausfahrt zur Nevigeser Straße hin verlassen möchte, kommt in Schwierigkeiten: Es kreuzt ein kombinierter Geh- und Radweg, der aufgrund von Sträuchern nach rechts aber nicht einsehbar ist. „Man sieht die Radler und Fußgänger nicht kommen. Die sollen das Grünzeug einfach absägen“, sagt Ulrich Schwieder, bevor er in seinen Wagen einsteigt.

Bereits vor einem Monat hatte Jan Schneider, Leiter der städtischen Straßenverkehrsbehörde, auf WZ-Anfrage bestätigt, dass „die Sichtbeziehung ein Problem“ sei. Das Buschwerk sollte zurückgeschnitten, ein maroder Bretterzaun entfernt werden.

Auf der südlichen Ausfahrt ist der Radweg mittlerweile auch besser einzusehen, auf der nördlichen hingegen nicht. „Dort ist es sehr unübersichtlich. Muss denn immer erst etwas passieren? Ich nehme lieber die andere Ausfahrt“, sagt Autofahrerin Ingrid Wichelhaus. Dem stimmt Walter Gajek zu. Auch er meidet die nördliche Ausfahrt: „Plötzlich tauchen die Radfahrer auf. Ist mir auch schon passiert. Zum Glück ist es gut ausgegangen.“

Gefährlich wird es vor allem für die Radfahrer. Viele fahren dort täglich vorbei. Denn aus Richtung Wülfrath kommend wird kurz vor dem Parkplatz der Panoramaradweg auf den Gehweg an der Nevigeser Straße geleitet. Christoph Orlikowski kennt die Stelle. Er fährt dort häufiger mit seinem Rad entlang, so auch gestern. „Ich fahre hier immer langsamer. Einige Autos halten an, andere nicht. Ich musste schon mehrfach schnell stoppen. Aber gerade Ältere sind nicht so reaktionsschnell“, sagt er: „Die Situation muss entschärft werden.“

„Man darf auch keine Gefahren herbeireden. Ich erwarte von Auto- und Radfahrern, aufzupassen und mit anderen zu rechnen.“

Jan Schneider, Leiter der städtischen Straßenverkehrsbehörde

Tatsächlich wurde der Bretterzaun zum Teil entfernt, etwas Grün wurde zurückgeschnitten, sagte gestern Jan Schneider: „Wir sind aber noch nicht fertig geworden. Es gab da auch ein kleines internes Kommunikationsproblem.“ Weiterer Grünschnitt ist geplant, einer der Wertstoffcontainer, die an der Südausfahrt stehen, „muss noch weggestellt werden“. Schneider verweist aber auch darauf, dass bislang keine Unfälle dort passiert seien, und nimmt die Verkehrsteilnehmer in die Pflicht. „Man darf auch keine Gefahren herbeireden. Ich erwarte von Rad- und Autofahrern, aufzupassen und mit anderen zu rechnen. Bei Ausfahrten muss man immer mit Fußgängern und Radfahrern rechnen.“

Sollte sich, sobald die Arbeiten erledigt sind, herausstellen, dass bei der Ausfahrt ein großes Unfallpotenzial bestehe, müssten weitere Maßnahmen ergriffen werden, zum Beispiel von der Nevigeser Straße nur noch die Einfahrt zum Parkplatz zu erlauben. Schneider: „Aber das ist Zukunftsmusik.“

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer