Bürgermeisterin, Lions Club und Schützen überbringen dem Jubilar die besten Wünsche.

Paul Brenger feierte mit Ehefrau Rosel Lutz-Brenger (v.l.) und vielen Gästen seinen 95. Geburtstag.
Paul Brenger feierte mit Ehefrau Rosel Lutz-Brenger (v.l.) und vielen Gästen seinen 95. Geburtstag.

Paul Brenger feierte mit Ehefrau Rosel Lutz-Brenger (v.l.) und vielen Gästen seinen 95. Geburtstag.

Dietrich Janicki

Paul Brenger feierte mit Ehefrau Rosel Lutz-Brenger (v.l.) und vielen Gästen seinen 95. Geburtstag.

Wülfrath. Jutta Korten hatte Montag ihren altehrwürdigen Ratskeller geöffnet. In den Räumen der gemütlichen Wülfrather Gaststätte trafen sich viele Gäste, um Paul Brenger zum 95. Geburtstag zu gratulieren.

Dorothea Walda brachte das Friedenslicht von Bethlehem mit, Blumengrüße und Glückwünsche gab’s von Bürgermeisterin Claudia Panke und ihrem Mettmanner Kollegen Bernd Günther. Ingo Winkelmann, Präsident des Lions–Clubs Mettmann-Wülfrath, beglückwünschte das Gründungsmitglied des hiesigen Lionsclubs. Pfarrer Otto Langel und KSK-Filialdirektor Hans Werner Fritze schlossen sich an.

Bundesverdienstkreuz und Schützenkönig

Bundesverdienstkreuzträger Paul Brenger blickt auf ein schaffensreiches Leben zurück. In seiner Geburtsstadt Mettmann begann er ab 1951 mit dem Aufbau der Brenger-Firmen Inform, Work Shop, Bad Shop, Haustechnik-Sanitär-Heizung, Großhandel. Er 25 Jahre lang Pressesprecher des Einzelhandelsfachverbandes, 20 Jahre Sprecher des Einkaufsverbandes Nürnberger Bund, über 25 Jahre stellvertretender Vorsitzender der Werbegemeinschaft in Mettmann. Er war Mitbegründer des „Blotschenmarktes“. Seit 62 Jahren ist er „Auler Mettmanner“ und seit zwei Jahren Ehrenmitglied. Ein Schütze ist er auch: Brenger bekleidete das Amt des Schützenkönigs der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft 1435 in den Jahren 1954/1955.

Mit seiner Gattin Rosel Lutz-Brenger wohnt er zwar seit Jahren in Wülfrath, doch der Kontakt zu Mettmann ist nie abgerissen. Seit er sich 1997 aus dem Geschäftsleben zurückzog, ist er vor allem Autor und Hobby-Historiker. War ihm Schreiben früher ein schöner Ausgleich zum Beruf, wurde es ihm nunmehr Lebensinhalt, ja Passion.

„Mein interessantes Leben habe ich in umfangreichen Büchern niedergeschrieben. Meine Chronik beginnt mit meinem Vorfahren, Caspar Brenger, 1680“, sagt er.

Leben in Chroniken und Büchern festgehalten

Über 45 Bände Chronik, Urkunden, Akten, Zeitungen und Geschichte von 1680-2014 lagen in seinem Archiv, dazu drei Bände über den Zweiten Weltkrieg. Er übergab vor drei Jahren seine Bücher dem Stadtarchiv. Und: Paul Brenger erforschte unlängst den Straßenverlauf der alten Heer- und Handelsstraße, der Strata Coloniensis, an der der fränkische Königshof „Medamana“ lag.

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