Zu: „Bürgermeister nimmt Kritik ernst“, WZ vom 15. Januar 2016

Als Anwohner der Monheimer Altstadt habe auch ich bei der „Bürgerbeteiligung“ am 13. Januar im Alten Zollhaus zugehört. Wieder einmal hat sich für mich herausgestellt, dass „Bürgerbeteiligung“ immer erst dann anfängt, wenn eigentlich schon alles beschlossen ist. Da werden die Zuhörer durch die Redensweise des Bürgermeisters eingelullt mit einem tollen Kompromis zur Pflanzung von drei Spalierbäumen, die nun überhaupt nicht in das Bild eines restaurierten historischen Marktplatzes passen. So einfach werden einst heftige Kritiker der Abholzung der Akazien ruhiggestellt. Auch die Pflastersteine sind schon ausgesucht. Werden die Steine dann auch so schlecht verlegt wie auf der Musterfläche, dann wird es bei dem unebenen Charakter der Pflasteroberfläche recht mühsam für ältere Menschen geschweige denn für Rollstuhl- oder Rollatorbenutzer. Noch ein Wort zum von Zimmermann beschriebenen einzigen noch erhaltenen Monheimer Altstadtpflaster im Bereich Schildgesgasse: Dieser Pflasterweg wurde in den 50er/60er Jahren vom Eigentümer des Schildgesgutes gelegt, ohne dass an dieser Stelle zuvor ein Weg war. Die von Herrn Zimmermann gemachte Aussage, dass es sich bei der Verbindung von der Schildgesgasse zur Poetengasse um einen öffentlichen Weg handelt, ist schlichtweg falsch und kommt einer versuchten Enteignung gleich. Bei dem genannten Pflasterweg handelt es sich um eine in privatem Eigentum befindliche Zufahrt zu einem reinen Privatgrundstück. Bleibt zu hoffen, dass die nächsten Kommunalwahlen die Mehrheitsverhältnisse im Monheimer Stadtrat wieder zurechtrücken. Leider sind die Wahlen erst 2019.

Ulrich Leven, Monheim

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