Der Bericht des Rechnungsprüfungsamtes über die frühere Abrechnungspraxis in der Volkshochschule liegt vor.

Der Bericht des Rechnungsprüfungsamtes über die frühere Abrechnungspraxis in der Volkshochschule liegt vor.
Wilfried Kierdorf musste seinen Posten räumen. Archiv

Wilfried Kierdorf musste seinen Posten räumen. Archiv

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Wilfried Kierdorf musste seinen Posten räumen. Archiv

Monheim. Der Bericht des Rechnungsprüfungsamtes über die bisherige Abrechnungspraxis in der Volkshochschule liegt nun vor. „Wir werden auf dieser Basis ein zweites Kündigungsverfahren gegen den bisherigen VHS-Leiter prüfen“, erklärte Bürgermeister Daniel Zimmermann. Ende Mai hatte er gegen Wilfried Kierdorf eine außerordentliche Kündigung ausgesprochen, der der Betriebsrat aber nicht zugestimmt hatte. „Selbst wenn wir wegen eines formalen Fehlers vor Gericht Schiffbruch erleiden sollten, wäre dies in der Tat ein Kündigungsgrund“, sagte Zimmermann.

Der Leiter habe sich eigenmächtig über die vom Rat verabschiedete Gebührenordnung hinweggesetzt. Die Kursgebühren wurden nicht angepasst, wenn die Teilnehmerzahl unter die Mindestgrenze sank. „Je kleiner der Kurs, um so größer wird der Gebührenanteil, der auf die verbliebenen Hörer entfällt“, sagte Daniel Zimmermann am Mittwochabend im Stadtrat. Kurse seien zu 80 Prozent rabattiert worden, der Stadt so Einnahmen entgangen. Das Vertrauen sei damit dahin. „Auch die VHS-Leitung ist in die städtischen Strukturen eingebunden und kann nicht einfach selber entscheiden“, sagte Zimmermann.

Debatte über personellen Ausbau für den zweiten Bildungsweg

Markus Gronauer nahm den Tagesordnungspunkt „Weiterentwicklung des Zweiten Bildungswegs“ zum Anlass, die Neuausrichtung der VHS zu einer „Fortbildungsstätte für Flüchtlinge“ zu kritisieren. Er erklärte, dass er von Bürgern immer wieder darauf angesprochen werde, dass Dozenten nicht mehr beschäftigt und Kurse gestrichen würden. Zugunsten der sicherlich sinnvollen Sprach- und die Integrationskurse dürfe das allgemeine Weiterbildungsprogramm nicht gekürzt werden.

Bürgermeister Zimmermann entgegnete, dass „nur ein Bruchstein von Angeboten wegfalle“ und man die Zusammenarbeit mit lediglich fünf Dozenten beendet habe. Ein Sportlehrer beispielsweise hatte nicht mal einen Übungsleiterschein. Der Rat votierte schließlich einstimmig für die von der Stadtverwaltung vorgegebene neue Linie bezüglich des personellen Ausbaus des zweiten Bildungswegs.

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