In Berghausen soll es keine Anlagen geben. Die Stadt begründet das mit Absagen der Bezirksregierung. Die will davon nichts wissen.

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Auf den blau eingezeichneten Flächen an den Stadtgrenzen sollte nach bisherigen Plänen geprüft werden, ob dort Windkraftanlagen entstehen können. Bei Berghausen waren bis zu fünf Anlagen in der Diskussion.

Auf den blau eingezeichneten Flächen an den Stadtgrenzen sollte nach bisherigen Plänen geprüft werden, ob dort Windkraftanlagen entstehen können. Bei Berghausen waren bis zu fünf Anlagen in der Diskussion.

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Auf den blau eingezeichneten Flächen an den Stadtgrenzen sollte nach bisherigen Plänen geprüft werden, ob dort Windkraftanlagen entstehen können. Bei Berghausen waren bis zu fünf Anlagen in der Diskussion.

Langenfeld/Monheim. „Keine Windkraft in Berghausen“ – so war gestern eine Mitteilung aus dem Langenfelder Rathaus überschrieben. Unter anderem ist dort zu lesen: „Aus wasserschutzrechtlichen Gründen – Trinkwasserschutzzone II – sind nach Aussage der Bezirksregierung zwei Anlagen auf Monheimer Gebiet und eine auf Langenfelder Gebiet nicht zulässig.“

In Monheim herrscht vor allem Verwunderung

Damit noch nicht genug: Im weiteren bezieht sich das Rathaus auf einen Zwischenbericht zum Artenschutz. Demnach gibt es ein Fledermausvorkommen, das auch die zweite Berghausener Anlage am Wasserskigelände unmöglich mache. Und die Langenfelder wundern sich, dass eine nicht weit entfernte auf Monheimer Gebiet geplante Anlage wenig artenschutzrelevante Kriterien enthalte.

Glaubt man den Worten aus Langenfeld, dann ist das Projekt der beiden Kommunen vom Tisch. Denn demnach könne von den fünf angedachten Anlagen nur noch eine, wenn überhaupt, verwirklicht werden. Und die rechne sich nicht.

Udo Jürkenbeck, Geschäftsführer der stadteigenen Monheimer Energieversorgung Mega, reagiert auf WZ-Anfrage völlig überrascht: „Mein Kenntnisstand ist ein anderer. Die Fragen in Sachen Trinkwasserschutzzone sind doch noch gar nicht beantwortet. Und beim Artenschutz verlasse ich mich auf Tatsachen. Da waren Experten am Werk.“

„Nach unserem Kenntnisstand hat die Stadt Langenfeld am 17. Dezember 2013 ihr Änderungsverfahren aufgegeben“, heißt es auf Anfrage unserer Zeitung bei der Bezirksregierung. Deshalb habe man die Prüfung gar nicht mehr weiter verfolgt. Von einer Ablehnung könne deshalb keine Rede sein.

Frank Schneider verweist auf ein Schreiben aus Düsseldorf

„Was ist denn das für ein Quatsch?“, ersetzt das wiederum Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider in Staunen. Er verweist auf ein Schreiben aus Düsseldorf vom 23. Januar. „Darin steht ganz klar, dass in besagter Trinwasserzone II auf keinen Fall eine Windkraftanlage gebaut werden darf.“ Und er ergänzt, dass vielmehr die Stadt Monheim ihre Anträge zum Bau von Windrädern zurückgezogen habe.

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