Stadtplaner will ein Handlungskonzept für den Immigrather Platz auf den Weg bringen. Bürger sollen mitreden.

Das kleine Las Vegas vom Rhein? In Langenfeld reiht sich am Immigrather Platz eine Spielhalle an die nächste.
Das kleine Las Vegas vom Rhein? In Langenfeld reiht sich am Immigrather Platz eine Spielhalle an die nächste.

Das kleine Las Vegas vom Rhein? In Langenfeld reiht sich am Immigrather Platz eine Spielhalle an die nächste.

Anna Schwartz

Das kleine Las Vegas vom Rhein? In Langenfeld reiht sich am Immigrather Platz eine Spielhalle an die nächste.

Langenfeld. Es ist schon ein merkwürdiger Anblick: Wer sich am Immigrather Platz umschaut, der könnte meinen, dass Langenfeld das kleine Las Vegas vom Rhein ist. Jede Menge Spielhallen gibt es dort. Doch in Sachen Nahversorgung durch einen Supermarkt herrscht Fehlanzeige. Das soll sich ändern.

„Der Immigrather Platz weist derzeit viele städtebauliche Missstände und Mindernutzungen auf, die einer Ausweisung als Nahversorgungszentrum entgegen stehen. Es gibt zudem keinen Magnetbetrieb beziehungsweise größeren Lebensmittel-Markt, der mit seiner Präsenz eine Grundfrequentierung und Versorgung gewährleistet“, heißt es in einer Bestandsaufnahme der Stadtverwaltung.

Eigentümer, Geschäftsleute und Anwohner werden befragt

Verfasst hat sie Stephan Anhalt, Planungsamtschef im Rathaus. Und er wird dem zuständigen Ausschuss am Donnerstag vorschlagen, dass ein Handlungskonzept für den Immigrather Platz auf den Weg gebracht wird.

Städteplanerisch gibt es keine Handhabe gegen die Spielhallen

„Ziel ist es, die betroffenen Eigentümer, und Geschäftsleute sowie die angrenzende Wohnbevölkerung intensiv zu beteiligen“, sagt Anhalt. Das könne in Form von Bürgeranhörungen und Workshops sein.

So die Politik grünes Licht gibt, soll ein Planungsbüro beauftragt werden, um den Ist-Zustand genauer zu betrachten und das weitere Vorgehen ausarbeiten. „Ich denke, dass noch vor den Sommerferien der Auftakt zum Dialog mit allen Beteiligten sein könnte“, schätzt es Anhalt ein.

Der zuständige Planungsausschuss tagt am Donnerstag, 30. Januar, ab 18 Uhr im Rathaus. „Handlungskonzept für das Stadtteilzentrum Immigrather Platz“ ist ein Tagesordnungspunkt im öffentlichen Teil.

Bei der Umgestaltung solle es nicht nur um einen Branchen-Mix gehen. Der Stadtplaner kann sich durchaus vorstellen, dass auch der Außenbereich umgestaltet wird, beispielsweise durch mehr Grünflächen.

Die Spielhallen werden freilich so schnell nicht verschwinden – es sei denn, die Betreiber schließen. Städteplanerisch gibt es keine Handhabe.

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