Nach dem Rückzug der Arge drohte die Jobbörse zu platzen. Doch dann übernahm Schirmherr Hans-Dieter Clauser die Verantwortung.

Bildung
Die Jöbbörse findet im Mai wieder in der Stadthalle statt. Im vergangenen Jahr ließen sich unter anderem Joanne Beutke (l.), Dennis Mallmann (2.v.l.) und Melisa Feta von Bernd Geuß (AOK) informieren. Archiv

Die Jöbbörse findet im Mai wieder in der Stadthalle statt. Im vergangenen Jahr ließen sich unter anderem Joanne Beutke (l.), Dennis Mallmann (2.v.l.) und Melisa Feta von Bernd Geuß (AOK) informieren. Archiv

Anna Schwartz

Die Jöbbörse findet im Mai wieder in der Stadthalle statt. Im vergangenen Jahr ließen sich unter anderem Joanne Beutke (l.), Dennis Mallmann (2.v.l.) und Melisa Feta von Bernd Geuß (AOK) informieren. Archiv

Langenfeld. Vor rund acht Wochen hat den Landtagsabgeordneten Hans-Dieter Clauser (CDU) eine Nachricht erreicht, die ihm so gar nicht schmeckte. Die Arge, seit Beginn im Jahr 2005 Träger der gemeinsamen Jobbörse der Städte Langenfeld und Monheim, sah sich nicht mehr in der Lage, die Hauptverantwortung für das Großereignis in der Langenfelder Stadthalle zu übernehmen. Es stand vor dem Aus.

Clauser, Schirmherr der bisherigen fünf Jobbörsen, ging in die Offensive: Der 60-Jährige vereinbarte Gesprächstermine mit den Bürgermeistern, Wirtschaftsförderungen und anderen Institution, mit denen er über die Jahre in Kontakt stand. Das Ergebnis dieser Gespräche kann am 4. Mai in der Langenfelder Stadthalle begutachtet werden: Berufsorientierungsbörse, kurz Bob genannt.

Die Jobbörse zielt auf eine langfristige Veränderung ab

Auch die Arge ist dann wieder dabei, allerdings nicht als alleiniger Träger, sondern als einer von vielen. Das Problem ist nämlich, dass die Arbeitsagentur Nachweise darüber erbringen muss, welche konkreten Auswirkungen ihre Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt haben. Deshalb unterstützt die durch Mittelkürzungen gebeutelte Behörde aktuell nur Projekte, deren Erfolge sich schnell messen lassen. „Wie soll das aber bei einer Jobbörse funktionieren? Die Veranstaltung zielt auf eine längerfristige Wirkung ab, die wir vielleicht erst in zehn Jahren spüren“, sagt Clauser. Der Landtagsabgeordnete sieht eine wichtige Funktion der Jobbörsen und hat sich deshalb für ihr Fortbestehen eingesetzt. Er wollte „kein gewöhnlicher Schirmherr, sondern Motor“ sein, der das Heft in die Hand nimmt.

Nun steht die Bob auf einem breiten Fundament. Zu den Trägern – oder „starken Partnern“, wie Clauser sie nennt – gehören die Städte, die IHK, die Handwerkskammer, die Kreishandwerkerschaft, die Junioren des Handwerks, die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung, der Industrieverein und eben die Arge. Etwas unter 10 000 Euro lässt sich das jeder kosten.

Diese wollen dann im Mai nicht nur die alte Jobbörse fortführen, sondern sie erweitern. Mehr als 60 Unternehmen, Institutionen, Universitäten und Schulen sollen die Stadthalle bei der sechsten Auflage der Messe mit ihren Ständen füllen. Im Idealfall aber nicht nur mit standardisierten Broschüren und trockenen Vorträgen der Personalchefs.

Auf dem Vorplatz ist ein Handwerkermarkt geplant

Bei der Jobbörse präsentieren sich Firmen, Handwerker und Bildungsträger. Jugendliche können Ideen für ihre berufliche Zukunft sammeln.

Die sechste Berufsorientierungsbörse (Bob) findet am Mittwoch, 4. Mai, von 11 bis 17 Uhr in der Langenfelder Stadthalle, Hauptstraße 129, statt.

„Wir haben die Aussteller gebeten, mit aktuellen Auszubildenden oder Studenten zu kommen, die den Interessenten aus dem Alltag erzählen sollen. Es bringt den Schülern weitaus mehr, wenn sie mit Menschen auf Augenhöhe reden, die selbst vor kurzem noch auf der anderen Seite standen“, erläutert Clauser.

Doch das ist nicht die einzige neue Idee: Zudem planen die Organisatoren einen Handwerkermarkt auf dem Vorplatz der Stadthalle. So würde die gesamte Veranstaltung noch mehr Aufmerksamkeit in der Stadt erregen. Ob das angesichts der Besucherzahlen der vergangenen Jahre überhaupt notwendig ist, darf allerdings bezweifelt werden. Im Schnitt kamen 2500 bis 3000 Schüler. In diesen Sphären bewegen sich auch Clausers Vorstellungen für den Mai. Das dürfte klappen, eingeladen sind nämlich alle Schüler ab der achten Klasse. „Und zwar unabhängig von der Schulform. Aus- und Weiterbildung gehen jeden Schüler etwas an.“

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