Monheimer Mega und Langenfelder Stadtwerke wollen gemeinsam in den Windpark an der A 59 investieren.

Arbeiten zusammen am Projekt Windpark: Mega-Geschäftsführer Udo Jürkenbeck (rechts) und Stadtwerke-Geschäftsführer Kersten Kerl.
Arbeiten zusammen am Projekt Windpark: Mega-Geschäftsführer Udo Jürkenbeck (rechts) und Stadtwerke-Geschäftsführer Kersten Kerl.

Arbeiten zusammen am Projekt Windpark: Mega-Geschäftsführer Udo Jürkenbeck (rechts) und Stadtwerke-Geschäftsführer Kersten Kerl.

Arbeiten zusammen am Projekt Windpark: Mega-Geschäftsführer Udo Jürkenbeck (rechts) und Stadtwerke-Geschäftsführer Kersten Kerl.

Auf der rechten Grafik sind die zwei Flächen grün umrandet: Die Fläche südlich der Wasserskianlage und westlich der A 59 ist sieben Hektar groß. Unten ist die Fläche zu sehen, die 24 Hektar groß ist. Grafik: Stadt Langenfeld

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Arbeiten zusammen am Projekt Windpark: Mega-Geschäftsführer Udo Jürkenbeck (rechts) und Stadtwerke-Geschäftsführer Kersten Kerl.

Langenfeld. Von dem Begriff „Windpark“ will sich Stadtplaner Stephan Anhalt zu diesem Zeitpunkt distanzieren. Die Zusammenarbeit mit Monheim wird deutlich vorsichtiger formuliert: „Durch die auf Monheimer und Langenfelder Stadtgebiet beabsichtigte Gesamtentwicklung kann eine weitere räumliche Konzentration der Windenergienutzung erreicht werden“, sagt Anhalt. Zur Erinnerung: Nahe der A 59 hat die Stadt zwei weitere Flächen ins Auge gefasst, auf denen Windräder errichtet werden könnten. Die Flächen sollen als Ergänzung für die Reusrather Konzentrationszone dienen, nicht aber als Ersatz. Die Politik hat die Ausweisung der zwei neuen Flächen für Windkraft am Freitag auf den Weg gebracht.

„Wir arbeiten eng mit den Stadtwerken zusammen.“

Udo Jürkenbeck, Geschäftsführer der Monheimer Mega

Im vergangenen Jahr hatte die Politik beschlossen, dass die Stadt gemeinsam mit Monheim nach gebietsübergreifenden Flächen für die Ausweisung von Windkraftanlagen sucht. Die Monheimer geben sich nun, was die Zusammenarbeit mit Langenfeld angeht, wesentlich offener als ihre Nachbarstadt. Denn während im Langenfelder Rathaus weder von einem „Windpark“ gesprochen werden will, noch Details zur Zusammenarbeit mit Monheim bekanntwerden, sind die Monheimer überzeugt: „Wenn alles optimal läuft, geht das erste Windrad Ende 2014 in Betrieb.“ Stadtwerke-Chef Kersten Kerl war am Freitag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

„Wir arbeiten eng mit den Langenfelder Stadtwerken zusammen“, sagt Udo Jürkenbeck, Geschäftsführer des Monheimer Energieversorgers Mega. Mehr noch: Es gibt bereits Modelle, wie die Anlagen betrieben werden sollen – nicht nur Langenfeld und Monheim, sondern gleich mehrere Städte wollen kooperieren. „Arge Bergwind“ nennt sich der Zusammenschluss der örtlichen Versorger aus Langenfeld, Monheim, Solingen, Remscheid, Leverkusen und Burscheid. Bereits Ende 2011 habe man sich zusammengetan, erläutert der Geschäftsführer des Monheimer Energieversorgers.

Für die einzelnen Windkraftstandorte sollen Gesellschaften gegründet werden: Ist ein Standort in Langenfeld, werden die örtlichen Stadtwerke 51 Prozent investieren, erhalten dann aber auch den gleichen Anteil an erzeugtem Strom.

Die Monheimer verhandeln bereits mit den Eigentümern der Fläche

Laut Mega-Geschäftsführer Udo Jürkenbeck müssen insgesamt 15 bis 20 Millionen Euro in den Windpark an der A 59 investiert werden. Warum aber die Zurückhaltung im Langenfelder Rathaus? „Wir als Stadt sind nicht die Stadtwerke. Deshalb will und kann ich dazu nichts sagen“, so Stephan Anhalt. Udo Jürkenbeck aus Monheim gibt sich weniger verschlossen: „Wir haben vereinbart, dass wir mit den Monheimer Grundstückseigentümern, und dass die Langenfelder mit den dortigen sprechen.“

Gegenüber der WZ hat Bürgermeister Frank Schneider im Sommer 2011 angekündigt: „Auch Bürger sollen sich auch an den Windrädern beteiligen, sie mitfinanzieren und von Renditen profitieren.“

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