Ab Februar liefern die Stadtwerke Ökostrom. Bereits jetzt sind 300 Kunden umgestiegen. Die Stadtwerke hoffen auf 2000.

Versorgung
Auf sechs Straßen werden insgesamt 3820 Meter Leitungen für Wasser und Gas ausgewechselt.

Auf sechs Straßen werden insgesamt 3820 Meter Leitungen für Wasser und Gas ausgewechselt.

Anna Schwartz

Auf sechs Straßen werden insgesamt 3820 Meter Leitungen für Wasser und Gas ausgewechselt.

Langenfeld. Versorgung mit Erdgas und Öko-Strom aus einer Hand – das haben sich die Stadtwerke auf ihre Fahne geschrieben, wie Geschäftsführer Kersten Kerl auf der Jahrespressekonferenz unterstrich. Erdgas war schon immer die Domäne der Stadtwerke, doch kommt nun auch Ökostrom hinzu, der zu den ersten Kunden, die dafür gewonnen wurden, ab 1. Februar geliefert wird.

Der Strom kommt aus einem Wasserkraftwerk in der Eifel

„Wir haben im Dezember und Januar jeweils 150 Kunden mit unserer Werbung für den Ökostrom überzeugt und hoffen, dass es bis Jahresende 2000 sein werden“, zeigt sich Winfried Ruhnke, der Leiter des Kundenzentrums (KunZe) überzeugt. Der Strom für Langenfeld kommt aus dem Wasserkraftwerk Heimbach in der Eifel, das an einem See liegt, der von der Rur gespeist wird.

Der Geschäftsführer kündigte eine Besichtigungsfahrt nach Heimbach an, deren Termin noch nicht feststeht. Die Stadtwerke wollen dazu einen weiteren Beitrag zur lokalen Agenda leisten und „grünen“ Strom zu bezahlbaren Preisen, so der Geschäftsführer, liefern.

Die Agenda wird seit Jahren auch durch ein Förderprogramm Stadtwerke unterstützt, das sich an Erdgas-Kunden wendet. So gibt es – um zwei Beispiele zu nennen – 900 Euro Zuschuss für die Anschaffung eines Fahrzeugs mit Erdgas-Antrieb; der Bau von kleinen Blockkraftheizwerken mit Erdgasantrieb wird mit bis zu 1500 Euro bezuschusst.

123 Erdgas-Fahrzeuge wurden mit 120 000 Euro gefördert

Das Förderprogramm 2011 bewegt sich mit 120 000 Euro auf der gleichen Ebene wie jenes aus dem vergangenen Jahr. 40 000 Euro Fördergelder gingen 2010 allein an diejenigen Kunden, die ihre Heizung oder Warmwasserzubereitung auf Erdgas umgestellt haben.

Seit 2005 wurden insgesamt 123 Erdgas-Fahrzeuge mit einem Volumen von 120 000 Euro gefördert. Als erfolgreich haben sich auch die Investitionen für zwei Erdgas-Tankstellen bei Aral an der Hardt und der bft-Tankstelle Düsseldorfer Straße erwiesen. Ihr Absatz entspricht der Versorgung von 240 Einfamilienhäusern und der Einsparung von fast 300 Tonnen Kohlendioxid allein im vergangenen Jahr.

Die Führung der Stadtwerke versprach stabile Erdgaspreise für 2011. 13 000 Kunden werden beliefert, vom Wechsel zu einem anderen der insgesamt 20 Anbieter haben nur 750 Kunden Gebrauch gemacht. Kräftig gestiegen ist der Gasverbrauch als Folge der im Jahresmittel um ein Grad gesunkenen Temperatur, und zwar um 15 Prozent auf 57 Millionen Kubikmeter (57,4 kWh).

Mit einem finanziellen Aufwand von 1,4 Millionen Euro werden auf sechs Straßen – der Hauptstraße, Kölner Straße, Immigrather und Richrather Straße sowie der Treibstraße und Marienburger Straße – insgesamt 3820 Meter Leitungen ausgewechselt, an der Schlieperstraße 115 Meter neue Rohre verlegt.

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