Die Unfallstatistik zeigt: Im ersten Halbjahr 2011 gab es weniger Unfälle mit Radfahrern. Das soll so bleiben.

Die Neugestaltung der Solinger Straße soll die Situation für Radfahrer verbessern.    Archiv
Die Neugestaltung der Solinger Straße soll die Situation für Radfahrer verbessern. Archiv

Die Neugestaltung der Solinger Straße soll die Situation für Radfahrer verbessern. Archiv

Anna Schwartz

Die Neugestaltung der Solinger Straße soll die Situation für Radfahrer verbessern. Archiv

Langenfeld. Die Unfallstatistik für das erste Halbjahr 2011 zeigt: Die Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren, sind zurückgegangen. 44 waren es in den ersten sechs Monaten des Jahres, 62 im Vorjahreszeitraum. Eine erfreuliche Nachricht und gute Ausgangsbasis für die Stadtplaner im Rathaus, haben sie sich für dieses Jahr doch ganz groß auf die Fahnen geschrieben, die Straßen für Radfahrer sicherer zu machen – und mehr Menschen aufs Rad zu holen.

Schutzmarkierungen, Radwegenetz und Werbe-Kampagne

„Immer mehr Menschen steigen aufs Rad“, sagt Wolfgang Honskamp, Referatsleiter Verkehr, Umwelt und Tiefbau. Neben den vielen Freizeitradlern erhöhe sich die Zahl der Berufsradler. „Hinzu kommen immer mehr ,rüstige Rentner’. Sie wollen im Alter aktiv bleiben und steigen aufs Rad“, sagt Honskamp. „Wir wollen die Stadt fahrradfreundlicher machen. Mehr Menschen aufs Fahrrad bringen und für sie mehr Sicherheit schaffen.“

Dazu wird vor allem die Neugestaltung der Solinger Straße, von der Rathaus-Kreuzung bis zur Unterführung Hardt, beitragen. Beidseitig werden Schutzstreifen für Radfahrer eingerichtet. Am Siegfried-Dissmann-Haus der Awo und in Höhe Kampweg werden Mittelstreifen und Querungshilfen eingerichtet. Der Straßenraum erhält eine neue Beleuchtung. Die Kosten für die gesamte Umgestaltung belaufen sich auf rund vier Millionen Euro, an denen sich auch die Grundstückseigentümer beteiligen. Im Februar steht noch ein Termin mit Straßen NRW an, die Ausschreibung dauert dann ein halbes Jahr.

Im Langenfelder Norden habe die Stadt bereits damit begonnen, Radstreifen zu markieren. Und auch die Gestaltung eines Radwegenetzes – schnelle Verbindungen für Radler über Wege mit möglichst wenig Autoverkehr – ist vorgesehen. „Wir müssen noch einen Planer finden.“

900 Fahrradständer gibt es in Langenfeld

Auch eine Kampagne ist für den Herbst geplant, mit der Radfahrer motiviert werden sollen, selbst für ihre Sicherheit zu sorgen. „Bei 70 Prozent der Unfälle mit Fahrradbeteiligung liegt eine Teilschuld bei den Radfahrern“, sagt Honskamp. „Wir wollen mit einer pfiffigen Postkarten- und Plakataktion darauf hinweisen, dass beispielsweise Licht ans Fahrrad gehört“, sagt Honskamp.

Die Zahl der an Unfällen beteiligten Fußgänger ist von 17 im Vorjahreszeitraum auf 16 gesunken, ebenso die Zahl der Radfahrer (62 auf 44). Die Zahl der Motorrad-Unfälle ist von 18 auf 20 gestiegen, auch die die mit Senioren (von 63 auf 69).

Vorreiter sei Langenfeld bei den Abstellflächen für Fahrräder. „Fast an jeder Bushaltestelle haben wir Fahrradständer. Viele Schüler nutzen den kombinierten Verkehr, fahren mit dem Rad zur Haltestelle, um dann mit dem Bus nach Leverkusen oder Hilden weiterzufahren. 900 Ständer gibt es stadtweit. „Ein Defizit haben wir auf dem Marktplatz. Wir haben mehrfach versucht, Parkraum unterzubringen. Aber da ist einfach kein Platz für feste Radständer – wegen der vielen Veranstaltungen“, sagt Honskamp.

Streitthema ist immer noch das Thema S-Bahnhof. WZ-Leser hatten sich im vergangenen Jahr beschwert, weil es dort häufiger zu Fahrrad-Diebstählen gekommen war. Für die abschließbaren Boxen nebenan gibt es noch immer eine lange Warteliste. 22 Langenfelder und Pendler hoffen auf einen Schlüssel.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer