2022 sollen 1000 Elektro-Autos in Langenfeld verkehren. Der Stadt-Fuhrpark zählt derzeit 70.

Frank Schneider (2.v.r.) übergab den Renault-Schlüssel an Referatsleiter Franz Frank (M.).
Frank Schneider (2.v.r.) übergab den Renault-Schlüssel an Referatsleiter Franz Frank (M.).

Frank Schneider (2.v.r.) übergab den Renault-Schlüssel an Referatsleiter Franz Frank (M.).

Stadt Langenfeld

Frank Schneider (2.v.r.) übergab den Renault-Schlüssel an Referatsleiter Franz Frank (M.).

Langenfeld. Die Stadtverantwortlichen wollen die Elektromobilität weiter ankurbeln. Das scheint auch dringend geboten zu sein, soll das von Bürgermeister Frank Schneider in seiner Neujahrsansprache 2015 ausgerufene Ziel erreicht werden. Spätestens 2022 sollen danach in Langenfeld 1000 E-Autos zugelassen sein. Die ersten beiden von insgesamt sieben Jahren dieses Zeitfensters sind rum – und der große Schub lässt noch auf sich warten.

„Mit dieser Erweiterung kommen wir unserem Ziel wieder ein Stück näher.“

Frank Schneider, Bürgermeister

Anzahl

Nach Schneiders Angaben sind aktuell etwa 70 E-Mobile unterwegs auf Langenfelds Straßen. Der Bürgermeister räumt ein, dass damit noch nicht einmal eine dreistellige Zahl erreicht ist. Dennoch sei er optimistisch, innerhalb der nächsten fünf Jahre die angestrebte 1000 zu erreichen. „Die Zeichen in der Republik stehen auf Umstieg auf alternative Treibstoffmöglichkeiten. Wenn heute schon öffentlich über Abwrack-Prämien für Benzinfahrzeuge gesprochen wird, dürfte es aus meiner Sicht nicht mehr lange dauern, bis die Autoindustrie diese Entwicklung erkennt und entsprechend reagieren wird.“

Städtischer Fuhrpark

Langenfeld wolle bei diesem Thema vorangehen, so Schneider. Als „ein weiteres Mosaiksteinchen“ auf diesem Weg bezeichnete er die Anschaffung eines zweiten Elektroautos des Fabrikats Renault Zoe für den städtischen Fuhrpark, der nun insgesamt sechs E-Mobile umfasse. Am Steuer dieses elektrischen Kleinwagens sitzen bei Dienstfahrten Mitarbeiter der Abteilung Kanalbau des Referates Umwelt, Verkehr und Tiefbau. „Mit dieser Erweiterung kommen wir unserem Ziel wieder ein Stück näher, den städtischen Fuhrpark dort auf E-Mobilität umzurüsten, wo es Sinn macht.“

Gratis parken

Nach Angaben des Langenfelder Klimaschutz-Managers Ronald Faller ist die genannte Zahl von bislang 70 E-Mobilen kein offizieller Wert des Kraftfahrt-Bundesamts. Vielmehr leite die Stadtverwaltung sie von der Zahl der bislang ausgegebenen blauen Plaketten für die Windschutzscheibe ab, mit denen Besitzer von Elektroautos in der Langenfelder Innenstadt an gebührenpflichtigen Stellplätzen ohne Schranken-Zufahrt gratis parken dürfen. Und das können auch E-Mobile-Eigentümer aus den Nachbarstädten sein, die regelmäßig in der Langenfelder City zu tun haben. Faller zufolge gab es schon viel Lob für diesen Erlass der Parkgebühren, der immerhin ein gewisser Anreiz sei. Für die Prämie zum Kauf von Elektroautos sei indes allein der Bund zuständig. „Eine Doppelförderung geht nicht.“

Ladestationen

Neben Anschaffungspreis, Kaufprämie und Gratisparken spielen die Reichweite und damit die Lade-Infrastruktur eine wichtige Rolle. Was das angeht, wird Langenfeld immer attraktiver. Zusätzlich zu den bisherigen öffentlich zugänglichen Ladestationen für den Akku auf dem Sparkassen-Parkplatz in der City, im Sass-Parkhaus (Bäcker Schüren) sowie in den neuen Gewerbegebiet Reusrath Nord-West und Am Solpert wurden jetzt zwei weitere Stationen in Betrieb genommen. Beide stehen auf dem neuen Parkplatz am S-Bahnhof Langenfeld. Eingerichtet wurden die Geräte mit insgesamt vier Ladepunkten von den Stadtwerken. Faller: „In der Regel laden Besitzer ihre E-Mobile aber über Nacht zu Hause in der Garage oder tagsüber an ihrer Arbeitsstätte auf.“

Langenfelder Klimaschutz-Konzept

Dieses wird laut Faller zurzeit überarbeitet. „Die Förderung der E-Mobilität spielt darin eine wichtige Rolle.“ Der Entwurf kommt im Frühjahr in den Stadtrat.

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